Cacao.
zu Augensalben nnd Lippenpomadenj hauptsächlich aber zn Suppositorien, Vaginalkugeln,Urethralstäbchen und ähnlichen Arzneiformen.
Infolge des neuerdings vermehrten Verbrauches von entöltem Kakao, verwendet mandas in grosser Menge erhältliche Fett zur Herstellung von Seifen: dazu werden 1000 gKakaoöl mit 850 g Natronlauge (spec. Gew. 1,34) im Wasserbade so lange unter Umrührenerhitzt, bis eine Probe sich in heissem, destillirten Wasser klar löst. Dann bringt mandazu 700 g einer filtrirten Lösung von Natriumchlorid in destillirtem Wasser und erhitztunter Umrühren l j t Stunde, lässt in einem nicht metallenen Gcfäss erkalten, und hebtdie abgeschiedene Seife ab um sie weiter zu reinigen (cf. Sapo medicatus).
Pillen überzieht man mit Kakaoöl, indem man sie in einer möglichst grossen, er-wärmten Schale mit geschmolzenem Oel rollt und nach dem Erkalten dieses wiederholt,bis der Ueberzug gleichmässig und glänzend erscheint. Auf 100 Pillen nimmt man jedes-mal etwa 1 g Kakaobutter. *
Suppositorien, Suppositoircs, Supposito-ries, sind kegel-, walzen-, kugel- oder eiförmigeArzneiformen, je nachdem sie in den Darm, in dieHarnröhre oder in die Scheide eingeführt zu werdenbestimmt sind. Als Grundlage dient, wenn nichtsanderes vorgeschrieben ist, Kakaobutter (Brit., Germ.,Helv., U-St.); die Arzneistoffe werden gelöst odermit wenig Kakaobutter angerieben, bei gelinderWarme mit dem Reste derselben gemischt und die
Fig. 128. Maschine für Voll-Suppositorien vonR. Liebau in Chemnitz.
Fig. 129. KuMMEK'scae Presse für Suppositorienund für Vaginalkugeln von E. A. LENTZ-Berlin.
Masse unter beständigem Rühren während des Erkaltena in kleine Wachs-Düten ge-gossen — das älteste und am wenigsten zu empfehlende Verfahren —; oder man be-dient sich der gepulverten Kakaobutter und stösst nach Zusatz von wenig Lanolin zu einerbildsamen Masse an, die mit der Hand und dem Rollbrett auf einer Glasplatte, auf Wachs-tuch oder Pergamentpapier ausgerollt, eingetheilt und unter Bestreuen mit Talk (AmylumLycopodium) geformt wird; oder man stopft diese abgetheilte Masse in Formen aus Holzoder Metall, in die man zuvor mittelst eines Stiftes Stanniol eindruckte.
Stäbchen erhält man in beliebiger Stärke sehr sauber mittelst der BouoiES-Spritzeauf jeden Fall gleichmässiger als durch Aufsaugen der geschmolzenen Masse in Glasröhren'Die fertigen Suppositorien werden, in Wachspapier oder Stanniol gehüllt oder einfachzwischen Watte gelegt verabfolgt. - Stuhlzäpfchen, Rectal Suppositories, sind kegel-förmig; Brit., U-St. lassen dieselben etwa 1 g schwer, Gall. 4 g schwer, Germ., Helv.3-4 cm lang und 2 — 3 g schwer anfertigen; Urethralstübchen, Bacilli. CereoliBougies, Urethral Suppositories sind walzenförmig und 1 g schwer fUStV Va'ginalkugeln, Globuli vaginales, Vaginal Suppositories 3 g (U-St) oder 4 — 6 l(Germ., Helv.) schwer. - In wärmeren Ländern giebt man der Suppositorienmasse einenentsprechenden Zusatz von Cera alba (Brit.) - Die fabrikmässig aus Kakaoöl hergestelltenHohlzapfchen dürfen (Germ., Helv.) nur auf ausdrückliche Vorschrift abgegeben werden.
Bacilli s. Cereoli Argeiitl nitricl
(cum Oleo Cacao parati).
Höllensteinstäbchen.
Apotheker-Zeitg.
Ep. Argenti nitrici 0,1
Olei Cacao 18,0
Adipis Lanae 2,0.
Man formt 40 Stäbchen von 8 cm Länge und 4 mm Dicke. Das Arg. nitr. wird als feines Pulver zugesetzt.
Handb. d. pharm. Praxis. I. qa
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