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Baryi salia.
Gtriine Flammensätze. Feuerwerkssätze für grüne Flammen. 1) Barytnitratund Milchzucker, von jedem 10 Th., Kaliumchlorat 20 Th. Jede Substanz wird fürsich gepulvert und die Mischung der beiden ersten mit dem Kaliumchlorat mit Hilfe einerFederfahne bewerkstelligt. Vergleiche wegen der dabei nöthigen Vorsicht unter Kaliumchloricum. — 2)Barytnitrat 20Th., Kaliumchlorat 18 Th. und gewaschene Schwefel-blumen 10 Th. Die Mischung erfordert alle Vorsicht. Sie geschieht wie sub 1 angegeben.Der Schwefel muss ein völlig trockenes Pulver sein, also in Forin der gewaschenen Schwefel-blumen genommen werden. — 3) Barytnitrat 60 Th., Kaliumchlorat 10 Th., gepul-verter Schellack 20 Th. Mischung wie sub 1. — 4) Barytnitrat 80 Th., gewa-schene Schwefelblumen 6 Th., rohes Schwefelantimon 2 Th., Kohle 1 Th.,Kaliumchlorat 40 Th. Mischung wie sub 1. — 5) Barytnitrat 50 Th. und Kalium-chlorat 25 Th. Nachdem beide gemischt sind, wird ein Gemisch aus gewaschenenSchwefelblumen 10 Th., Holzkohle 1,25 Th. zugefügt.
Enthaarungsmittel nach O. Helle», Baryum sulfuratum technicum pulv. 1,0.Calcium carbonieum praecipitatum 5,0 werden mit Wasser zu einem Brei angerührt.
XI. t Baryum SUlfurOSlim. Baryumsuliit. Schwefligsaures Baryuni. Sclmef-ligsaurer Baryt. BaS0 3 . Mol. Gew. = 217.
100 Th. reines Baryumkarbonat werden mit 300 Th. Wasser feingerieben. In dieMischling leitet man unter öfterem Umrühren Schwefligsäuregas bis zur Sättigung. Derweisse Bodensatz wird auf einem Filter gesammelt, und auf flachen Porcellautellern mög-lichst rasch bei 25—30° C. getrocknet, hierauf sogleich in gut zu verschliessende Glas-gefässe gebracht.
Weisses, krystallinisches, in Wasser schwer lösliches, in Weingeist unlöslichesPulver. Findet Verwendung in der Analyse, zur Darstellung des Baryumjodide und indeT Papierfabrikation. Vorsichtig aufzubewahren.
XII. Baryum SUlfiiricum. Baryumsulfat. Sclmefelsaiirer Baryt. Sulfate deBaryum. Sulfate of Barium. BaSO,. Mol. Gew. = 233. Diese Verbindung kommtim Handel in vier verschiedenen Formen vor.
1) Spathum ponderosum, Barytes, Baryta sulfurica nativa, Schwer-spath, natürliches Barytsulfat, in schweren dichten, krystallinischen, weissen Massenoder in geschobenen vierseitigen Tafeln oder geraden rhombischen Prismen in verschieden-artiger Gruppirung. Spec. Gew. 4,1—4,7. Der gemahlene Schwerspath dient als Materialzur Darstellung verschiedener Barytsalze.
2) Spathum ponderosum praeparatum, Baryta sulfurica nativa prae-parata, Schwerspathmehl, gemahlener Schwerspath, Barytin, auf besonderenMühlen gemahlener Schwerspath, ein mehr oder weniger feines, sehr weisses Pulver. Trotzdos niederen Kaufwcrthes ist dasselbe mit Gipsmehl verfälscht angetroffen worden. DieseVerfälschung wird entdeckt, wenn man das Pulver mit dünner Ammoniumchloridlösungdigerirt und das Filtrat mit Baryumchlorid auf Schwefelsäure prüft.
3) Baryta sulfurica praeeipitata (pura), präoipitirter Schwerspath, prä-cipitirtes Barytsulfat, Barytw T eiss, Permanentweiss, Blane fixe wird theils alsNebenprodukt in chemischen Fabriken, theils aus Witherit und Schwefelsäuro gewonnen.Das Barytweiss bildet entweder sehr weisse, leicht zerbrechliche und zerreibliche Stückeoder ein sehr weisses Pulver. Es wird zur Verdünnung der Farben, zum Anstreichen undvielen anderen technischen Zwecken gebraucht.
4) Präoipitirter Schwerspath in Teigform, Blaue fixe en päte, also dernoch feuchte Baryumsulfatniederschlag. Er findet eine gleiche technische Verwendung wieder vorstehend erwähnte. Er bietet den Vortheil, ohne Vorbereitung mit den wässerigenFarben sich mischen zu lassen.
Baryumsulfat gilt im allgemeinen wegen seiner Unlöslichkeit nicht für giftig.Wesentlich anders würde der dauernde Genuss von Baryumsulfat zu beurtheilen sein.Aus diesem Grunde würde die Zumischung dieser Verbindung zu Mehl etc. nicht blos alsVerfälschung zu betrachten, es würde u. U. auch gesundheitsschädliche Wirkung des Ge-nusses solcher Nahrungsmittel sehr wohl möglich sein.
Als Material zu weissen Anstrichen eignet er sich allein nicht, weil er zu wenigDeckkraft hat. Dagegen dient er als Zusatz- bez. Verfälschungsmittel des Bleiweisses,