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1 (1920)
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Baryi salia,

Proc. BaCI 2 + 2H,0 18 5 8 10 12 15 18 20

Spec. Gew. 1,0073 1,0222 1,0374 1,061 1,0770 1,0947 1,1211 1,1488 1,1683

Prüfung. 1) Die wässerige Lösung 1:10 sei neutral. 2) Sie werde weder durchSchwefelwasserstoff (Metalle), noch nach dem Ansäuern mit Salzsäure, durch Kalium-ferrocyanid verändert. 3) Nach Abscheidung des Baryums mittels verdünnter Schwefel-säure hinterlasse das Filtrat keinen glühbeständigen Rückstand (s. Barythydrat S. 459).4) Wird das gepulverte Salz mit Weingeist geschüttelt, so darf das Filtrat weder beimEntzünden mit rother Flamme brennen, noch beim Abdampfen einen zerfliesslichen Rück-stand hinterlassen (Calcium- und Strontiumchlorid). Vorsichtig aufzubewahren.

Anwendung. Innerlich früher bei Syphilis, Skrophulosis zu 0,02—0,1 g. Höchst-gaben 0,2 g pro dosi, 0,6 g pro die (Ergänzb.). Aeusserlich zu Augentropfwässern0,05—0,2:10,0 und als Verbandwasser bei Geschwüren. Technisch zur Darstellung vonBarynmpräparateu und als Antikesselstein-Mittel, in der Analyse als Reagens.

Baryum chloratum alkalifrei pro analysi. Ein solches Präparat wird zur Bestim-mung der Alkalien gebraucht. Man stellt es dar, indem man eine lOproc. Lösung desreinen krystallisirten Salzes mit dem gleichen Volumen 25proc. Salzsäure vermischt, denausfallenden Niederschlag absaugt und aus Wasser umkrystallisirt.

VI. t Baryum Chloricum. Baryta chlorica. Clilorsaures Baryum. CülorsaurerBaryt. Baryumchlorat. 1 ) Chlorate de Baryum. Chlorate of Baryta. Ba(C10 3 ) 4-r-H 2 0. Mol. Gew. = 322.

Darstellung. A. als Laboratoiiumspräparat: Man löst in einer PorcellanschaleS Th. Ammoniumsulfat sowie 5 Th. Kaliumchlorat in 15 Th. heissem Wasser und dampftdiese Lösung unter beständigem Umrühren zur Konsistenz eines Breies ab. Letzteren giebtman nach dem Erkalten in einen Kolben und zieht ihn mit der 4fachen Menge Alkohol(von 80 Proc.) unter Erwärmen auf 50° C. aus. Man tiltrirt und wäscht den, aus Kalium-snlfat bestehenden Rückstand mit obigem Alkohol nach. Von dem (Ammoniumchlorat ent-haltenden) Filtrat wird der Alkohol durch Destillation entfernt. Man erwärmt den Destil-lationsrückstand in einer Porcell anschale so lange mit gesättigtem Barytwasser, bis Am-moniak nicht mehr entweicht. Dann löst man ihn in Wasser, fällt aus der Lösung denüeberschuss von Barythydrat durch Einleiten von Kohlensäure, filtrirt und dampft zurKrystallisation ein. B. Technisch durch Umsetzen heiss gesättigter Lösungen von Cal-ciumchlorat und Baryumchlorid.

Farblose, durchsichtige, prismatische Krystalle, in 4 Th. kaltem oder 1 Th. sieden-dem Wasser löslieh, beim Uebergiessen mit 25 proc. Salzsäure reichlich Chlor entwickelnd.Die Lösung in 100 Th. destillirtem Wasser werde durch Silbernitrat nur schwach getrübt.Verwendung findet das Salz in der Pyrotechnik, ferner bei der Darstellung der Chlorsäure,s. Chlorum.

Aufbewahrung. Vorsichtig. Die Handhabung des Baryumchlorates er-fordert die nämliche Vorsicht wie diejenige des Kaliumchlorates (chlorsauren Kaliums).

VII. t Baryum Chromatum. Baryumchromat. Chromsanres Baryum. Curom-saurcr Baryt. Chromate de Baryum. Chromate of Barium. BnCrO.,. Mol. Gew.= 253.

Zur Darstellung fallt man eine Lösung von 100 Th. Baryumchlorid in 1 LiterWasser mit einer Lösung von 80 Th. neutralem Kaliumchromat (K 2 Cr0 4 ) in 1 LiterWasser, wäscht den Niederschlag aus und trocknet ihn. Citronengelbes Pulver, unlöslichin Wasser und in Essigsäure. Gelöst, bez. zersetzt wird es durch Salzsäure, Schwefelsäure,Salpetersäure. Findet Verwendung als gelbe Malerfarbe unter dem Namen: GelbesUltramarin, Gelbin, Barytgelb, Jaune de Steinbuhl.

i ) Man beachte die Abweichung der ehemischen von der pliarmaceutischen No-menklatur.

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