Balsamum gurjunicum.
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gekennzeichnet ist. Ausserdem sind 5—6 Proc. alkoholische, nicht näher untersuchte Be-standteile zugegen.
Prüfung. Die manchmal beobachtete Verfälschung mit Gurjunbalsamöl wirddurch die Erhöhung des speciflschen Gewichts und die Vergrösserung des Drehungswin-kels erkannt.
Anwendung. Das Copaivaöl wird medicinisch zu demselben Zweck wie der Co-paivabalsam angewendet. Man giebt es zu 0,25—0,75 g oder zu 8—20 Tropfen zwei- bisdreimal täglich. Es wirkt stark harntreibend, was sich schon beim Einathmen der Dämpfewährend der Wasserdampfdestillation bemerkbar macht. Die hauptsächlichste Verwendungfindet das Oel zur Verfälschung anderer ätherischer Oele.
Balsamum gurjunicum.
Balsamnm gnrjnniciim. Balsamum Gnrjunae seu Garjanae. Balsamum Dipte-rocarpl. Gurjun-, Gardschaiibalsam. Ostindisclier Copaivabalsam. Capivibalsam.Wood-oil. 1 )
Ist der vermuthlich ebenso wie der Copaivabalsam entstehende Harzsaft verschie-dener in die Familie der Diptcrocarpaccae gehöriger grosser Bäume Südasiens.
Es werden als solche genannt: DipterOCarpuS alatllS Roxburgh in Hinter-indien, auf den Andaman-Inseln und den Nicobaren, D. angustifoÜUS Wight et Ar-
nott in Tschittagong, D. gracilis Blume in Westjava, D. hispidus Thwaites auf
Ceylon, D. incatlUS RüXb. in Hinterindien, D. NtoraliS Blume in Sttdjava und aufder kleinen Insel Nusa Kambanyan, D. retuSUS Blume in Westjava, D. trinervisBlume in Westjava und auf den Philippinen, D. turbinatus Gärtn fil. von Hinter-indien bis Bengalen, D. zeilaniCUS Thwaites in Ceylon.
Man gewinnt den Balsam, indem man Höhlungen in die grossen Stämme haut undFeuer darin anzündet, wonach der Balsam ausfiiesst.
Ein Baum kann im Jahre bis zu 180 1 Balsam liefern.
Beschreibung. Ziemlich dickflüssig, im durchfallenden Licht rothbraun, im auf-fallenden (besonders im verdünnten Zustande) grünlich fluorescirend. Von charakteristischemGeruch und Geschmack, an Copaivabalsam erinnernd. Mischbar mit Chloroform, Schwefel-kohlenstoff und ätherischen Oelen, Petroläther, theilweise löslich in absolutem Alkohol,Amylalkohol, Aether, Essigäther, Aceton, Petroleum. Nach und nach mit dem FünffachenWasser versetzt und dabei geschüttelt, entsteht eine steife Emulsion. Giebt in der Ruheeinen reichlich Krystalle enthaltenden Bodensatz. Spec. Gew. 0,958—0,964.
Bestandtheile. Enthält bis 70 Proc. ätherisches Oel, der Rest ist Harz undein in Wasser löslicher, bitter schmeckender Stoff, der mit Gerbsäurelösung einen reichlichenNiederschlag giebt.
Das ätherische Oel hat das spec. Gew. 0,915—0,93, es dreht (100 mm-Rohr) — 35« bis— 130°. In Schwefelkohlenstoff gelöst und 1) mit Chlorwasserstoff gesättigt wird es blau,2) mit Salzsäure geschüttelt wird es zuerst hellroth, später violett; 3) mit Salzsäure undSchwefelsäure dieselbe Farbe. Die gleichen Reaktionen treten ein bei Verwendung des Bal-sams (vgl. Balsam Copaivae). Aus dem Balsamharz dargestellte Säuren scheinen bei deneinzelnen Sorten, vielleicht von verschiedenen Arten stammend, nicht identisch zu sein.
Säurezahl nach der bei Balsam. Copaivae mitgetheilten Methode ermittelt:5,0—10,0. Verseifungszahl 10,0—20,0. Esterzahl 1,0—10,0.
•) Darf mit dem in Indien ebenso bezeichneten fetten Oele der Samen von Aleuritescordata Müll. Arg., dem leicht trocknenden Tung- oder Holzöl nicht verwechselt wer-den. Unter dem Namen Wood-oil kommt auch ein dem Steinkohlenbenzin ähnlichesProdukt vor.
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