Balnea medicata.
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Je nach der einzuhaltenden Temperatur nennt man ein Bad: eiskalt von0—5°C, sehr kalt von 5—12° C, kalt von 12—18° C, kühl von 18—25" C, lau-warm von 25—32° C, warm von 32—37° C, heiss von 37—42° C.
Die Dauer der Bäder beträgt bei warmen und heissen Bädern etwa 5 Minuten, beikühleren, wenn Wärmeentziehung beabsichtigt ist, bis zu 20 Minuten. Sie ist vom Arztgenau anzugeben.
Als Bade-Gefasse, in welchen die Bäder zu nehmen sind, benutzt man Wannenaus Zink, Kupfer, Porcellan für solche Bäder, deren Ingredienzen auf diese Stoffe nichteinwirken. Bäder mit differenten Stoffen werden zweckmässig in Wannen aus Holz ge-nommen werden. Zur letzteren Gruppe gehören nicht nur die Bäder, welche Säuren ent-halten, sondern auch solche, die mit Eisensalzen, Schwefelleber, Moor versetzt sind.
Die zu den medicinischen Bädern zu verwendenden Bade-Ingredienzen brauchennicht von höchster Reinheit zu sein; man verwendet vielmehr gewöhnlich technische"Sorten. Die im Nachstehenden angeführten Mengen sind für „Vollbäder" berechnet. FürSitzbäder rechnet man den '/„ für Fussbäder den 1 I 10 und für Handbäder den '/so Theil.
Von den Ingredienzen werden Salze direkt im Badewasser gelöst oder diesem inForm von Lösungen zugesetzt. Kräuter u. dgl. werden zum Theil als Aufguss, zum Theilin Substanz dem Badewasser zugesetzt, in einigen Fällen auch in locker gewehten Säck-chen in das Badewasser eingehängt.
Kohlensäure-Bäder. Zur Nachbildung der natürlichen Kohlensäure-Bäder sindvielfache Vorschläge gemacht worden. Das Verfahren, kohlensaure Salze durch Säuren zuzersetzen, führt zwar zur Entwickelung von Kohlensäure, aber diese wird nur wenig vomWasser gelöst, daher üben diese Bäder nur geringen Hautreiz aus. Das vollkommensteVerfahren ist das von BLOCH-Elberfeld; dieses führt zu einem Badewasser, welches auchnoch bei Blutwärme ganz erhebliche Mengen Kohlensäure gelöst enthält.
Bade-Tabletten von Sandow. D.R.P. Krystallisirtes Ferrosulfat wird mit Kalium-bisulfat zusammengeschmolzen und in Pastillenform gebracht. Diese Pastillen werden inein Natriumbikarbonat enthaltendes Bad eingetragen.
Pasta Mach, Zusatz zum Waschwasser, bez. zu Bädern: Reisstärke 27,0, Brause-pulver 73,0. Es werden Pastillen von 6 g Schwere geformt. 8 Pastillen = 2 Jt.
Sandbäder. In eine Kiste wird eine 10 cm hohe Schicht warmer Flusssand ge-schüttet. Der Patient setzt sich, in eine Decke gehüllt, hinein und wird mit Sand von45—50 ° C. zugedeckt. Brust und Bauchdecke bleiben frei.
Fango, Linimentum minerale. Der Schlamm der heissen Quellen von Battogliain Italien, welcher zu Bädern bzw. Umschlägen gegen Rheumatismus, Frauenkrankheitenetc. angewendet wird. Enthält: Wasser 50,0 Proc, organ. Substanz 8,0 Proc, Mineral-bestandteile (Sand, CaO, MgO, Fe 2 0 s , AL.O,, Cl, SO,, CO a , P a 0 6 , K 2 0, Na a O) 42 Proc.
Limanol, Einreibung gegen Ischias, Migraine etc., besteht aus Chloroform, Ammo-niakflüssigkeit, Terpentinöl, Seifenspiritus und Moorextrakt. Wird nach dem Bade an-gewendet.
Ep.
Aachener lind.
(Aachener Bäderseife,)
Calcii eulfuratiNatrii chloratiKalii jodatiKalii bromatißaponiB kalini
45,0
15,0
2,0
2,0
136,0.
Aromatisches Hau.I. Rp. Specierum aromatic. 500,0Werden in lose gewebtem Beutel abgegeben. Maninfundirt mit 10 Liter heiBsem Wasser '/, Stundeund giesst die Kolatur in das Bad. In gleicherWeise: Lindenblütheu - B ad.
Rp,
BalnRp.
Ep.
Alaun-Bad.
Aluminis 100—150,0.
Alkalisches Bad.
eum Sodae. Bain alcalin. (GaU.)
Natrii carbonici cryBt. 250,0.
Ameisen-Bad.
I.
Spiritus Formicarum
Tincturae Formicarum ää 250,0
II.
Rp. Acidi formicici (25 "/„) 10,0.
II. Ep. Mixturae oleosae balsainicaeTincturae Calami ää 100,0.
Arsentkallschet Bad.Ep. Natrii arsenicici 5—ti,0
Natrii carbonici cryst. 12,0.Gegen chronische Gelenk-Entzündung.
Balneum Baretginense.
Bain dit de Bareges. (GalL)
Ep. Natrii sulfurati (Na a S-t-9H,0)
Natrii chlorati ää 60,0
Natrii carbonici calcinati 30,0.
In Glasgefässen abzugeben.