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Aurum chloratum.
Aurum chloratum.
Unter dem Namen „Goldchlorid" werden gewöhnlich zwei Verbindungen durch-einandergeworfen: 1) Das neutrale Goldchlorid AuCl, und 2) der Goldchlorid-Chlorwasser-Btoff AuCl 3 -f HCl + 411,0.
I. f Aurum Chloratum acidum (Ergänzb.). Aurum chloratum chlorhydricum.Goldchlorid - Chlorwasserstoff. Wasserstoffgoldchlorid. Wasserstoff- Aurichlorid.Aurichlorwasserstoff. AuCl, -f HCl + 4 H a 0. Mol. Gew. = 411.
Darstellung. Man löst 10 Th. reines metallisohes Gold unter massiger Erwär-mung in einem Kolben in 45 Th. Königswasser und dampft das Filtrat im Wasserbade ein,bis es frei von Salpetersäure (s. w. unten) ist und ein Tropfen, auf eine kalte Glasplattegesetzt, erstarrt. Den Rückstand bringt man in einen mit Aetzkalk gefüllten Exsiccator«um Krystallisieren. Die Masse wird später zerrieben, und das Pulver über Aetzkalknachgetrocknet.
Eigenschaften. Orangefarbige, krystallinische, an der Luft zerfliessende Salzmasse,in Wasser, Weingeist oder Aether leicht löslich. Es sei in Weingeist oder Aether völliglöslich. Bei Annäherung eines mit Ammoniakflüssigkeit benetzten Glasstabes gebe es keineNebel (freie Salzsäure). Beim Glühen hinterlasse es nahezu 48 Proc. (theoretisch 47,68 Proc.)metallisches Gold. — Wird die 10 proc. wässerige Lösung durch Erwärmen mit Oxalsäurevom Gold befreit, so darf 1 ccm des Filtrates nach dem Mischen mit 2 ccm konc. Schwefel-säure keine braune Zone geben, wenn die Mischung mit 1 ccm Ferrosulfat-Lösung über-schichtet wird (Salpetersäure).
Das soeben beschriebene Präparat ist das in der Praxis gebräuchlichere und wirdsehr häufig fälschlich als „Goldchlorid" schlechthin bezeichnet.
II. t Aurum Chloratum (neutrale). Goldchlorid. Auriclilorid. Goldtri-chlorid. Chlorgold. Chlorure d'or (Gall.). AuCl,. Mol. Gew. = 302,5.
Um diese Verbindung zu erhalten, dampft man die bei dem vorigen Präparate er-haltene saure Goldchloridlösung im Sandbade unter Umrühren so lange ein, bis Chlor sichzu entwickeln beginnt. Alsdann lässt man erkalten, löst den Rückstand in Wasser, filtrirtund dampft die Lösung im Wasserbade ein, bis sie beim Erkalten fest wird. Die erkalteteMasse hat die Zusammensetzung AuCl 3 -f-2H 2 0, durch Erhitzen auf 150° C. wird das Prä-parat wasserfrei. Braune, sehr hygroskopische Masse, dem vorigen Präparat sehr ähnlich.Enthält im wasserfreien Zustande 64,8 Proc. metallisches Gold.
Aufbewahrung. Beide Präparate sind vorsichtig vor Licht und vor Feuchtig-keit sehr gut geschützt aufzubewahren.
Anwendung. Goldchlorid dient zur Darstellung verschiedener Goldverbindungen,in der organischen Chemie zur Darstellung der Gold-Doppelsalze (von Alkaloiden), alsReagens in der Analyse, zu Vergoldungen, zum Tönen der photographischen Bilder. Inder Therapie wird es besonders bei dem LANDOLFi'schen Verfahren zur Behandlung desKrebses angewendet.
M. l
Caustlcnm Lahdolfi.Rp. Ami trichloratiZinci chloratiLiquoris Stibii chloratiBromi chlorati äa 5,0Farinae triticeae q. 8.past» mollis. S mm dick auf Leinen zu
streichen, und aul der exuleerirten Stelle so lange
liegen su lassen, bis sie mit dem abgestorbenenGewebe abfällt.
Causticum Uecamiek.Liquor Auri nitrico-muriatici.Rp. Auri trichlorati 0,3Aquae regiao 80,0,(Aetzmittel für Carcinoma,)