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Erg.Bd. (1908)
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Tabulettae.

oder abgewogene Pulver eingefüllt und der Trichter wieder entfernt. Dann wird derVerschluß aufgesetzt und durch Rechtsdrehen geschlossen. Nunmehr wird durch kräftigesDrehen des Handgriffes der Unterstempel nach dem Verschluß gedrückt, wodurch das Pulverdie Tablettenform erhält. Nach Wiederöffnung des Verschlusses liegt die Tablette fertig aufdem Unterstempel (Preis 14 Mark).

Etwas primitiver in seiner Konstruktion ist der durch Fig. 139 veranschaulichteTablettenkompressor der Firma Kahnemann & Krause in Wien IX 3, dessen Eigenart durchdie Zeichnung genügend veranschaulicht wird.

Eine andere Tablettenpresse einfachster Konstruktion, wie sie die Firma E. A. Lentzin Berlin N. in den Handel bringt, zeigt Fig. 140 (Preis 10 Mark). Das vorher abgewogenePulver wird in die Matrize gefüllt, mit dem Stahlstempel niedergedrückt und darauf durchSchlagen mit einem Hammer auf den Stempel zur festen Tablette gepreßt. Ist dieses ge-schehen, so wird die Presse auf den zweiten Holzuntersatz gesetzt und nochmals mit demHammer aufgeschlagen, wodurch die fertige Tablette nach unten herausfällt.

Die beiden nächstfolgenden Figurenveranschaulichen den Typus von Kom-primiermaschinen, bei denen die Pres-sung durch direkten Druck der Handauf einen Hebelarm bewirkt wird. Beidesind bequem zu transportieren und überallaufzustellen, brauchen also nicht fest-geschraubt zu werden. Bei Benutzung dervon H. C. Steinmcller in Dresden-N. inden Handel gebrachten Konstruktion(Fig. 141, Preis 27 Mark), legt man denHebel nach oben, rückt den drehbarenFülltrichter dicht an den Ständer undfüllt ihn mit dem abgefaßten Pulver, setztden Stempel darauf und gibt mit demHebel einen schlagartigen Druck, drehtdann den Trichter um x / 4 Drehung nachvorn bis an den Anschlagstift, gibt mitdem Hebel nochmals einen leichten Druck, und die fertige Tablette fällt, tadellos komprimiert,durch das Loch in der Platte in den darunter befindlichen Kasten. Man nimmt dann denStempel heraus, rückt den Fülltrichter wieder an den Ständer zurück und wiederholt dieselbeManipulation bei der Herstellung der nächsten Tablette. Bei einiger Übung geht das Kom-primieren damit außerordentlich rasch vonstatten.

Fig. 14].

Fig. 142.

Bei der ganz ähnlichen Tablettenpresse von Rüeert Ltebau in Chemnitz (Fig. 142)wird ebenfalls zunächst der Hebelarm emporgehoben. Dann führt man die niedere Matrizean der glatten Seite des Zylinders ein, schüttet das Pulver auf, führt die höhere Matrizeoben an der abgerundeten Seite ein und setzt den Zylinder in die Führung dicht an denStänder. Dann setzt man den Druckstempel auf, gibt mit dem Hebel einen kräftigen Druck,lüftet den Hebel etwas und schiebt den Zylinder nach vorn über die Öffnung, drückt wieder,und Matrizen und Tablette fallen in das Kästchen.

Eine andere Konstruktion zeigt Fig. 143. Hier dient der Hebelarm nur als Kraft-übertrager. Der Druck wird durch einen besonderen Stempel hervorgebracht, sobald manden Hebelarm wagerecht nach vorn dreht. Diese von E. A. Lentz in Berlin N. dargestellteMaschine (Preis 150 Mark) ist sehr solid und dauerhaft gearbeitet. Das Pulver, aus dem dieTabletten hergestellt werden sollen, wird in den Fülltrichter geschüttet, der sich über derMatrize hin und her bewegt, hierdurch erfolgt die Füllung fast automatisch. Mit der Füllungwird gleichzeitig die vorher gepreßte und hochgehobene Tablette in die Rinne und von da