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Erg.Bd. (1908)
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685
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Tabulettae.

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in den Sammelbehälter geschüttet. Der Unterstempel läßt sich leicht für verschiedene Stärkender Tabletten einstellen, ebenso kann der Druck, mit dem die Tabletten zusammengepreßtwerden sollen, je nach Bedarf reguliert «erden.

Manche andere der für den Kleinbetrieb eingerichteten Komprimiermaschinen sind, ähn-lich den Kopierpressen, so eingerichtet, daß mit Hilfe eines gleicharmigen Hebels eine Schraubevertikal herabgedrückt und hierdurch die Kompression bewirkt wird. Ein Beispiel hierfürbildet, die Tablettenmaschine der Firma Gg. Jb. Mükhle in Pforzheim (Fig. 144, Preis 40 M.),deren Konstruktion sich durch besondere Einfachheit auszeichnet. Es sind damit die folgendenHandgriffe vorzunehmen: Einfüllen des Pulvers; Aufsetzen des Oberstempels und Aufstellendes Bügels (wie Fig. 144); Pressen durch Rechtsdrehen (bei den beiden Kugeln anfassend)

und halbe Drehung zurück;Zurücklegen des Bügels;Rechtsdrehen, worauf derOberstempel und die fer-tige Tablette weggenommenwerden.

An Stelle des zwei-armigen Hebels wird viel-fach als Handhabe auch einmehr oder weniger gewich-tiges Rad am oberen Endeder Preßschraube angebracht.Dasselbe dient gleichzeitigals kleines Schwungrad. Fig.145 zeigt eine solche Kon-struktion , die gleichzeitigwieder einen besonderen Ty-pus von Tablettenmaschinendarstellt. Bei dieser durchE. A. Lentz in Berlin N.angefertigten Maschine (Preis65 Mark) ist der ganze oberePreßkopf vorstellbar, ebenso

Fig. 143.

Fig. 144.

auch der Unterstempel. Durch diese Einrichtung ist die Presse in allen Teilen leicht zu-gänglich; die Öffnung der Matrize liegt vollständig frei. Das Pulver kann bequem ein-geschüttet und die fertige Tablette ebenso leicht abgenommen werden.

Die im Handel befindlichen Tablettenmaschinen für Massenfabrikation sindentweder für den Handbetrieb eingerichtet oder für Kraftbetrieb.

Eine solche Tablettenmaschine für Massenfabrikation, konstruiert von E. A. Lentz_ mBerlin N. (Preis etwa 750 Mark), zeigt Fig. 146. Die Konstruktion ist einfach, alle Teile sindauswechselbar. Die Maschine arbeitet in der Weise, daß ein mit Schütteltrichter versehenerSchlitten das Pulver in eine Form schüttet, wobei er zurückgleitend das überflüssige Pulverabstreicht. Dann preßt der Oberstempel die Tablette, während der Unterstempel stillsteht.Darauf geht der Oberstempel schnell zurück; der Unterstempel folgt langsam und hebt diefertige Tablette so weit über den Rand der Form, daß der nun wieder voreilende Schlittensie über die Ablaufrinne fortstoßen kann. Auf Wunsch werden diese Maschinen mit Be-druckungsvorrichtung und einer Pudervorrichtung für schwer zu pressende Pulver unter ent-sprechender Mehrberechnung versehen.