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Erg.Bd. (1908)
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Tabulettae.

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erweichen und erhitzt schließlich bis zur vollkommenen Lösung. Letztere wird durch Musselingegossen und erkalten lassen.

Zum Gebrauche schmilzt man in der Regel 5 g der Masse, fügt die verordnete Arznei-lösung (mit ausgekochtem und wieder erkaltetem Wasser bereitet) zu und gießt die Mischungauf eine 100 mm im Quadrat große, mit einer dünnen Schicht von Bienenwachs überzogene,auf etwa 38° erwärmte Glasplatte aus. Nach dem Erkalten wird die gebildete Gelatinehautvorsichtig abgezogen und in Täfelchen von etwa 3,5 mm Durchmesser geschnitten. DieseTäfelchen sind in aseptischer Atmosphäre sehr gut verschlossen aufzubewahren.

Solvellae antisepticae, antiseptische Mundwassertabletten (Brit. Pharm.Codex): Acid. benzoic. 1,2 g, Acid. boric. pulv. 50 g, Acid. carbolic. 1,6 g, Natr. bicarb. 8 g,Gummi arab. pulv. 8 g, Carmin. rubr. 0,12 g, Saccharin 0,24 g, Thymol 0,2 g, Ol. Menth,pip. 1 g, Ol. Gaulther. 0,5 g werden gemischt und mit Wasser granuliert. Die erhaltenekörnige Masse wird durch 1 stündiges Erwärmen auf 45° getrocknet und dann zu 100 Tablettenverarbeitet. Je 1 Tablette wird in einem Weinglase warmem Wasser aufgelöst.

TablettenmaSChinen. Es kann durch die Beschreibung einer Anzahl von neuerenKomprimiermaschinen des Handels natürlich nur gezeigt werden, welche Abstufungen es aufdiesem Gebiete gibt, wie viel man ungefähr für eine bestimmte Größe von Tablettenmaschinenan Geld anlegen muß, und welche verschiedenen Konstruktionen auf dem Markte sind. AllesNähere besagen die Prospekte der Fabrikanten, deren es natürlich mehr gibt, als in folgenderZusammenstellung genannt sind.

Die einfachste Konstruktion von Tablettenmaschinen zeigt Fig. 137. Dieses Maschin-chen ist aus Stahl gefertigt und wird in folgender Weise angewendet: Man schließt denZylinder unten mit einer dazu passenden Einlage, setzt ihn auf den Untersatz und schüttet

Fig. 137.

Fig. 138.

Fig. 139.

dann das abgewogene Pulver hinein, setzt eine weitere Einlage auf das Pulver, benutzt dannden Stempel und preßt durch einige Schläge mittels Holzhammer das Pulver zu Tablettenzusammen. Dieser Apparat wird von der Akt.-Ges. für pharmazeut. Bedarfsartikel vorm.Geoeg Wendeboth in Kassel geliefert.

Weiterhin sei eine kleineTablettenpresse vor Augen geführt,die ebenfalls nur für den Rezep-turgebrauch konstruiert wurdeund es ermöglichen soll, schnelleinmal eine kleinere Anzahl vonTabletten herzustellen. Diese vonHdgo Keyl in Dresden-A., Ma-rienstraße 24, eingeführte Presse(Fig. 138) besteht aus dem ab-nehmbaren Verschlußstück unddem durch Handgriff mittels Ver-zahnung zu hebenden Unterstem-pel. Die Handhabung ist folgende:Der als Oberstempel dienendeVerschluß wird linksdrehend ge-lockert und abgenommen, derUnterstempel wird nun durchDrehen des Handgriffes in seinetiefste Stellung gebracht, hieraufder beigegebene kleine Trichteraufgesetzt, das vorher abgemessene

Fig. 140.