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Erg.Bd. (1908)
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677
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Suprareninum.

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Thiolail, Sullolail, Unguentum sulfuratum mite, ist eine Schwefelsalbe, welche3 Proz. Sulfur. praecip. in einer Mischung aus Wollfett und flüssigem Paraffin oder Ölengelöst enthält.

Unguentum Helmerich. Man löst 10 g Kaliumcarbonat in 10 g Wasser, verreibtandererseits 20 g sublimierten Schwefel mit Mandelöl, fügt 100 g Schweinefett hinzu undmischt; nach und nach wird dann die alkalische Lösung untergearbeitet.

Unguentum petrolatum, eine Schwefelsalbe gegen Schuppenkrankheit der Kopfhautund Haarschwund, besteht aus Cerae albae, Sulfuris praecipitati ää 7,5, Olei petrolati(Paraffini liquidi) 60,0, Aquae Rosarum 30,0, Natrii biboracici 1,0.

Aqua cosmetica Kummerlold (Dresd. Vorschr.).

Kummerfeld sches Waschwasser.

II.

Rp.

Camphorae trit.

1,0 N

Gummi arab.

2,0 R

Sulf. praecipitati

10,0

Glycerini

5,0

Aquae Rosae

82,0.

Nach Formal. Magistr. Berol. 190£Camphorae trit.

Gummi arab. pulv. ää 6,0

Sulf. praecip. 2028.0

Aquae Caicariae 160,0.

Suprareninum.

Geschichtliches. Die pharmakologischen Wirkungen der aus den Nebennieren (vgl.Bd. II S. 540) dargestellten Präparate sind zurückzuführen auf einen in der Rindensubstanzder Drüse enthaltenen Stoff, der sich aus ihr in kristallinischer Form abscheiden läßt. Inreinem Zustande kam derselbe zuerst im Jahre 1895 unter dem Namen Sphygmogeninin den Handel (Fbänkel); ein auf anderem Wege gewonnenes Präparat war das Epi-nephrin (Abel). Takamine und fast gleichzeitig- mit ihm Aldkich gelang es, die wirk-same Substanz der Nebennieren in reiner Form zu isolieren; sie nannten ihre PräparateAdrenalin; in ähnlicher Weise stellte v. Fürth sein Suprarenin dar. Außerdem ge-langt das kristallinische wirksame Prinzip der Nebennieren noch unter den verschiedenstenNamen in den Handel.

Neuerdings ist es gelungen, das Suprarenin auch auf synthetischem Wege zuerhalten.

Darstellung. Die verschiedenen Verfahren zur Gewinnung der wirksamen Sub-stanz der Nebennieren kommen alle im wesentlichen darauf hinaus, daß ein wässerigeroder schwach saurer Auszug von Nebennieren zumeist von Schafen oder Rindernauf geeignete AVeise von unwirksamen und verunreinigenden Stoffen (Phosphaten, Eiweiß-substanzen usw.) befreit und sodann eingeengt wird, worauf man mittels Ammoniak diewirksame Substanz in kristallinischer Form ausfällt und sie schließlich durch Umkristalli-sieren reinigt.

Chemisches. Das wirksame Prinzip der Nebennierenrinde ist ein chemisch wohl-charakterisierter Stoff, nämlich das o-Dioxyphenyläthanolmethylamin, C 19 H 13 N03, Mol.-Gew. = 183,17, entsprechend der Formel

OH/\\0H

v

CHOH.CH.NCU3.

Es ist also eine Base und als solche befähigt, Salze zu bilden.

Das den Höchster Farbwerken durch D. R. P. 137300 geschützte Verfahren zursynthetischen Darstellung von Suprarenin verläuft im Sinne des nachstehendenSchemas: