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Suprareninum.
OH
OH
OHoCl.COCl
OHr N ,C0CH 2 C1 OH
NH 2 CH 3
Brenz-katechin
0H \ )VChloracetobrenz-kateehin
COCH 2 NHCH 3
OH
Methylaminoacetobrenz-katechin (Adrenalon)
H 2
(mittels Alumi-nium-Amalgam)
OH/ x CHOHCH 2 NCH 3
OH x /Suprarenin.
Eigenschaften, Weißes bis grauweißes kristallinisches Pulver, fast unlöslich inWasser, Alkohol, Äther, leicht löslich in verdünnten Alkalien. Die wässerige Lösungreagiert alkalisch und schmeckt schwach bitter. In der verdünnten sauren Lösung trittauf Zusatz von wenig EisenchloTid eine schön smaragdgrüne Farbe auf, die durchAmmoniak in Carminrot umschlägt.
Auf Zusatz von Alkalilauge nimmt die wässerige Lösung eine rotbraune Farbe an,gleichzeitig tritt der charakteristische Geruch nach Methylamin auf. An der Luft färbensich die verdünnten Lösungen rosa, weisen aber deshalb, solange noch keine Abscheidungvon Flocken usw. und damit weitergehende Zersetzung eingetreten ist, keine verminderteWirksamkeit auf; für letztere ist die erwähnte Eisenchloridreaktion eine ziemlich sichere Probe.
Das natürliche Präparat ist optisch aktiv, das synthetisch dargestellte inaktiv, daes die Eacemform des Dioxyphenyläthanolmethylamin vorstellt.
Die synthetische Base schmilzt bei 208° (unkorr.), die natürliche bei 212° (unkorr.).(Abderhalden.)
t Suprareninum hydrochloricum syntheticum bildet ein weißes, luftbestän-diges, leicht wasserlösliches Kristallmehl vom Schrnelzp. 161°. Die wässerige Lösung gibtmit Silbernitrat einen weißen Niederschlag, im übrigen gibt das Präparat die gleichenIdentitätsreaktionen wie die freie Base.
Aufbewahrung. Vorsichtig und vor Licht geschützt.
Anwendung. Die pharmakologischen Wirkungen der NebennieTenpräparate äußernsich in starker Steigerung des Blutdruckes bei gleichzeitiger Verengerung sämtlicher Gefäße,in Verlangsamung der Herztätigkeit, Erweiterung der Pupillen, Zuckerausscheidung durchden Harn und anhaltender Vermehrung der weißen Blutzellen.
Die Nebennierenpräparate finden ausgedehnte Anwendung in der Chirurgie sowohlzur Blutstillung bei parenchymatösen Blutungen, als insbesondere in Verbindung mit einemLokalanästheticum zur Infiltrations- und Leitungsanästhesie usw.; ebenso werden sie viel-fach angewendet in der Bhino-Laryngologie und der Augenheilkunde. Auch ihre Ver-wendung gegen Heufieber sei erwähnt. Innerlich wurden sie in sehr staTk verdünnterLösung gegen Magen- und Darmblutungen empfohlen.
Dosierung. In der Ohren- und Nasenheilkunde in Lösungen 1:1000—1:5000,ebenso in der Chirurgie; in der Augenheilkunde in Lösungen 1:5000—1:10 000. Zu sub-cutanen Injektionen als Maximaldosis x / 2 mg Suprarenin. Bei Magen- und Darm-blutungen 20—30 Tropfen einer l°/ 00 igen Lösung innerlich.
Weitere synthetische Nebennierenpräparate sind das Homorenon und dasAsterenol.
T Homorenon, das Äthylaminobrenzkatechin, wird dargestellt durch Einwirkung vonÄthylamin auf das obenerwähnte Chloracetobrenzkatechin, C 20 H 15 NO 3 . Mit Salzsäure bildetes ein ausgezeichnet haltbares, gut kristallisierendes und in Wasser spielend leicht löslichesSalz, das Homorenon-Chlorhydrat: