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Sucoinum.
Eine eingehende Prüfung ist daher gerade bei dieser Droge sehr am Platze.
Prüfung und Wertbestimmung. 1. Zum Nachweise der Verfälschungvon Styrax mit Harz empfehlen Aheens und Hett, den in Petroläther löslichen Anteildes Styrax durch anhaltende Extraktion des Rohstyrax mit kaltem, leicht siedendemPetroläther zu isolieren, und von dem nach Entfernen des Lösungsmittels erhaltenenExtrakt Säure- und Verseifungszahlen zu bestimmen. Es wurde gefunden, daß verfälschteStyraxsorten ein Petrolätherextrakt von 55,1—63,7 Proz. (auf die Originaldroge bezogen)ergaben, dessen Säurezahl zwischen 116,3 und 120,9 und dessen Verseifungszahl (kalt)zwischen 171,6 und 177,6 schwankte. Reiner Styrax — zum Vergleich herangezogen —■ergab: Petrolätherextrakt 37,6—47,6 Proz., Säurezahl 36,6—62,9, Verseifungszahl (kalt)194,6—198,4.
Aheens und Hett sind der Ansicht, daß sich Harzverfälschungen auf diesem Wegesicherer feststellen lassen, als wenn man Säure- und Verseifungszahl (Bd. II S. 988) vonder Originalware bestimmt.
2. Evees gibt für den entwässerten und gereinigten Styrax folgende Werte an:Spez. Gew. bei 100° gegen Wasser = 1,099—1,106, Säurezahl 56—67, Verseifungszahl208,7—223, Jodzahl 66,2—79,7. Außerdem soll entwässerter Styrax bei der fraktioniertenDestillation im kupfernen Kolben bis 280° durchschnittlich etwa 35 Proz. eines fast farb-losen, mit geringen Mengen ungelösten Zimtsäure-Cinnamylesters durchsetzten, stark licht-brechenden Öles liefern.
3. Das isolierte Petrolätherextrakt (vgl. oben unter 1) läßt sich ferner in folgen-der Weise zur weiteren Prüfung auf Coniferenharz heranzuziehen. Der petroleumbenzin-lösliche Anteil des Styrax besitzt citronengelbe Farbe, aromatischen Geruch undterpentinartige Konsistenz. Gibt man in einer Porzellanschale zu einigen Grammen deswenig erwärmten Extraktes 2—3 Tropfen konz. Schwefelsäure, so färbt sich beim Um-rühren mit einem Glasstabe das Gemisch rein dunkelkirschrot, welche Färbung sehr baldin Blauviolett, dann in Graublau übergeht. Gehalt an Kolophonium oder Terpentin machtsich bei dieser Reaktion durch deutlich grüne Farbentöue sofort bemerkbar.
4. Bestimmung der Zimtsäure im Styrax nach Hooper. Man verseift denStyrax mit alkoholischer Kalilauge, verjagt den Alkohol, löst den Bückstand in Wasserund schüttelt das Unverseifte mit Äther aus. Die wässerige Flüssigkeit wird nun mitSchwefelsäure im Überschuß versetzt, der hierbei entstehende Niederschlag abfiltriert undausgewaschen, schließlich in heißem Wasser gelöst und nach dem Auskristallisieren ge-sammelt, getrocknet und gewogen.
Tschiech und Ittalie fanden in echtem orientalischem Styrax 23 Proz. Zimtsäure.
Spiritus 86 proz. qu. s. ad 65,0
Styracis liquid. 30,0
Ol. Ricini 2,5
Ol. Lavandul. 2,0
Ol. Amygdal. amar. aeth. 0,25.
Den Seifenspiritus filtriert man, ehe Styrax undRp. Oleini 20,0 das übrige zugegeben wird. Bin geringer Über-
schuß an Alkali ist wünschenswert.
Scabiol (Form. Mag
Berol.
1908).
i; 3
. Baisami peruviani
10,0
Styracis liquidi
30,0
Alcohol absoluti
20,0
Ol. Ricini
ad
100,0.
Sapo Styracis
liquida
.
Styrax-Seife
nach Ihn.
p-
Oleini
20,0
Liquor. Kali caust. spir. qu.
S.
ad saponificat.
Succinum. (zu Bd. n s. 990.)
Ol. SllCCini rectificatum, gereinigtes Bernsteinöl (Bd. II S. 991). Die Farbedes fabrikmäßig hergestellten rektifizierten Bernsteinöls ist gelblich, grünlich oder bräun-lich. Spez. Gew. (15") 0,920—0,940. Opt. Drehung (100 mm-Bohr) +22° bis +31°.Säurezahl bis 7, ausnahmsweise höher. Esterzahl bis 9. Löslich in 4—6 Vol. und mehr95 proz. Alkohols. Die von England aus in den Handel kommenden Destillate haben einwesentlich niedrigeres spez. Gewicht, eine geringere Drehung und sind auch leichter löslich.