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Erg.Bd. (1908)
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673
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Stypticini praeparata. Styrax.

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durchschüttelt, dann von dem Ätherchloroform durch ein bedecktes glattes doppeltes FilterTon 10 cm Durchmesser 50 g (= 5 g Samen) in einen 100 ccm-EELENMEYER-Kolben abfiltriert,das Lösungsmittel im Wasserbade abdestilliert oder abgedampft, der Rückstand mit 2 comChloroform aufgenommen, mit 20 ccm Äther und 20 com destilliertem Wasser, alsdann mit5 ccm n ' 10 -Salzsäure und einigen Tropfen Jodeosinlösung versetzt und die überschüssigeSäure mit n/ 10 -Lauge zurücktitriert. Die zur Sättigung der Alkaloide verbrauchten Kubik-zentimeter n/ 10 -HCl X 0,0364 X 20 = Prozentgehalt.

Den von Ph. Genn. IV, Helvot. IV, Austr. VIII, Belg. III, Nederl. IV, Jap. III ge-forderten Mindestgehalt von 2,5 Proz. Gesaint-Alkaloid halten Gehe & Co. für etwaszu hoch gegriffen. Verfährt man allerdings nach der Methode der Ph. Germ. IV, so hältes nicht schwer, 2,5 Proz. zu ermitteln; das Verfahren ist aber ungenau und liefert zuhohe Ergehnisse (s. oben).

Weitere Anhaltspunkte für die Beurteilung: Asche nicht über 3 Proz.; in70proz. Alkohol lösliches Extrakt 12 Proz. U. St. Ph. VIII läßt nur das Strychnin be-stimmen und verlangt davon 1,25 Proz., was etwa 2,5 Proz. Totalalkaloid entspricht. DasBrucin soll durch Oxydation mittels eines Gemisches aus 1 1 / 2 ccm Salpetersäure vom spez.Gew. 1,4 und l 1 ^ ccm Wasser entfernt werden. Diese verdünnte Salpetersäure wirktnach Fkomme nicht ganz sicher, erst mit 3 ccm Säure vom spez. Gew. 1,384 sollen gleich-mäßige Ergebnisse erhalten werden.

II. Strychnini praeparata.

tt Strychtlinum arsen'lCOSUm, arsenigsaures Strychnin, (C 21 H 22 N 2 0 2 ) 2 As 2 0 3 ,bildet ein weißes, in Wasser wenig lösliches Kristallpulver. Es wird in Dosen von0,0010,004 g gegen Malaria, Dyspepsie, Tuberkulose und Hautkrankheiten angewendet.Sehr vorsichtig aufzubewahren.

Pilulae Chalybeatae Warner Co. enthalten 2,5 Gran (0,162 g) Massa Chalybeate(deren Zusammensetzung unbekannt ist) und 0,125 Gran (0,0081 g) Brechnußextrakt. Fabri-kant: Wm. R. Waenek & Co. in Philadelphia.

Stypticini praeparata. (zu bi. n & 432.)

Cotargit ist ein Doppelsalz aus Stypticin und Eisenchlorid. Rubinrote Kristalle vomSchmelzp. 104105°, als Hämostaticum angewendet. Fabrikant: Dr. A. Voswinkel inBerlin W.

Styrax. (zu Bd. n s. 987.)

Liquidambar orientalis Mill.

Verfälschung. Die Verfälschung des kleinasiatischen Styrax scheint eherzu- als abzunehmen. Dies besagen sogar neuere Mitteilungen ans dem Produktionsgebieteselbst, wo die Vermengung des Naturbalsams mit fremden Stoffen so großen Umfangangenommen haben soll, so daß die türkische Regierung, um dem allzu argen Betrngezu steuern, neuerdings bestimmt hat, jeder Sendung ein Begleitschreiben beizugeben mitAngaben über Menge und Herkunft der Ware. Die Hälfte der gesamten Produktionfällt auf Indien, Persien und Arabien, wo der Balsam zur Herstellung wohlriechenderHölzer, Zündhölzer u. dgl. gebraucht wird. Der für Indien bestimmte Balsam sollnoch ärger verfälscht sein als der nach Europa gelangende, da man dort vor allemauf billigen Preis sieht. Dies stimmt mit neueren Befunden Hoopeks überein, der ineiner Probe aus Kalkutta mehr als 50 Proz. Coniferenharz als Beimengung ermittelte.Die türkischen Händler sind aber schlau genug, die Verfälschungen so zu bemessen, daßdas Kunstprodukt in der Regel den zum Teil unzulänglichen Vorschriften der Arznei-bücher betreffend Wasser- und Schmutzgehalt sowie Gehalt an alkohollöslichen Bestand-teilen entspricht. Als Verfälschungsmittel kommen in Betracht: vorzugsweise Fichtenharzoder Kolophon, fettes Öl, Wasser, fremde Gummiharze u. dgl. Auch künstliche Parfümie-rung, z. B. mit Zimtöl, ist neuerdings beobachtet worden.

Handb. d. pharm. Praxis. Ergänzungsband. 43