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Erg.Bd. (1908)
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667
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Stovaimim.

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Nähseide kann durch viertelstündiges Erhitzen im Wasserdampf keimfrei gemachtwerden. Das geschieht zweckmäßig in einem Reagensglase, dessen Öffnung mit einem Watte-bausch verschlossen und nach vollzogener Sterilisation mit sterilem Pergamentpapier über-bundcn wird. Auch ein Auskochen der Nähseide mit Wasser ist angängig. Letzteremirgendwelche Zusätze (z. B. Soda) zu machen, empfiehlt sich aus mehrfachen Gründen nicht.Die gedrehte Seide verträgt die Sterilisation besser als die geflochtene. Von anderen Sterili-sationsmethoden für Nähseide sei noch die ScHWARTZsche erwähnt. Hiernach wird die Seideerst mit Seifenspiritus gewaschen, dann einige Zeit in 12proz. Sodalösung gelegt, daraufin einem Glycerinbade bei 135145° erhitzt und endlich mit 5proz. Carbolwasser gewaschenund hierin aufbewahrt.

Katgut. Die Sterilisierung des Katguts ist in einfacher Weise nicht ausführbar, daes einerseits äußerst schwer abzutötende Keime enthält, andererseits seine Festigkeit, Weich-heit und sein Absorptionsvermögen möglichst erhalten bleiben müssen.

Das Cumol-Sterilisationsverfahren von Krönig besteht darin, daß mau Katgutrollen,die bei etwa 60° mehrere Stunden getrocknet sind, in einem Becherglase mit Cumol über-gießt und im Sandbade vorsichtig 1 / 21 Stunde auf etwa 160° erhitzt. Nachdem das mitsteriler Watte bedeckte Gefäß erkaltet ist, wäscht man das Cumol mit Benzin aus, bringtdie Rollen aus dem Benzin in sterilisierte Gläschen, die man mit aufgedrücktem sterilemWattebausch bis zur völligen Verdunstung des Benzins gelinde erwärmt und endlich mitsterilem Pfropfen verschließt und mit sterilem Pergamentpapier überbindet.

Für die bevorstehende Neuausgabe des französischen Arzneibuchs soll folgende Vor-schrift angenommen sein: Mit Äther extrahiertes Katgut wird mit absolutem Weingeist inein starkwandiges Glasgefäß gebracht. Letzteres wird zugeschmolzen und 45 Minuten auf120° erhitzt. Unmittelbar vor dem Gebrauche wird das dem Glase entnommene Katgut nocheine Viertelstunde in sterilem Wasser erhitzt.

Mit Hilfe von Chloroformdämpfen sterilisiert man Katgut nach Guerbet in der Weise,daß man es in den unteren Teil eines starken Reagensglases bringt, dieses über der Flammein eine Spitze auszieht, 2 g Chloroform hineingibt, das dann zugeschmolzene Glas eine halbeStunde auf 130140° erhitzt, allmählich erkalten läßt und in dem Glase aufbewahrt.

Nach einem von Elsheb angegebenen Verfahren entfettet man Katgut zunächstdurch zweitägiges Hineinlegen in ein Gemisch aus 1 Teil Chloroform und 2 T. Äther, kocht eshierauf in einer gesättigten Lösung von Ammonsulfat, wäscht es mit sterilem Wasser aus undbewahrt es in Weingeist auf.

Claudius empfiehlt, das auf Glasplatten oder Glasspulen aufgewickelte Rohkatgut ineine Lösung von je 1 Teil Jodkaiium und Jod in 98 T. dest. Wasser zu legen. Dieser Lösungkann es nach 8 Tagen keimfrei entnommen werden.

Drains werden durch viertelstündiges Auskochen mit 1 proz. Sodalösung keimfreigemacht.

Lannriariastifte, die früher unsterilisiert angewandt wurden, werden in neuerer Zeitmeist auch keimfrei verlangt. Man sterilisiert sie am besten auf trockenem Wege, und zwarerhitzt man sie 23 Tage je 1 Stunde bei 9095°. Bei höherer Temperatur werden sieleicht brüchig.

Reinigung der Hände bei Sterilisationsarbeiten. Bei allen für die Sterilisation inBetracht kommenden Arbeiten ist auf eine sorgfältige Reinigung der Hände großer Wert zulegen. Zur Desinfektion dieser empfiehlt Mikulicz ein gründliches Waschen bzw. Bürstenmit Seifenspiritus. Nach einem neueren von Schneeburg angegebenen Verfahren reibt manzunächst die Hände etwa 3 Minuten lang mit einem 90 proz. Weingeist, dem ein Zusatz von1 / 2 Proz. Salpetersäure oder 1 Proz. Formalin gemacht ist, tüchtig ab und wäscht sie hinter-her noch mit 10 proz. Wasserstoflsuperoxydlösung. Das Abtrocknen erfolgt mit sterilemMull. Diese Verfahren schonen die Hände mehr als ein Waschen mit Sublimatlösung.Zweckmäßig sind die Hände auch häufig einzufetten. Hierdurch wird die Bildung von Rissenund Schrunden in der Haut, die gute Brutstätten für Bakterien sind, verhindert.

Stovainum.

t StOVa'm, Benzoyldimothylaminopropanolum kydrochloricum, Chlorhydrat desBenzoyldimethylamino-2-äthylisopropylaIkohols, a-Dimethylamino - ß - benzoylpentanol-chlorhydrat, a-/?-Amyleinchlorhydrat, C^l^OgNCl.

Darstellung. Durch Einwirkung von Äthylmagnesmmbromid auf Dimethylamino-aceton und Überführung des Reaktionsproduktes durch Benzoylchlorid in den Benzoesäure-ester im Sinne der nachstehenden Formulierung: