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Scutellaria.
deren Korkdecke hell- oder dunkelbraun ist, einen deutlieh strahlenförmigen Holzkörperund im Innern ein horniges Mark erkennen. Geruch eigentümlich narkotisch, Geschmacksüßlich, hinterher bitterlich, kratzend.
Bestandteile. Die wirksamen Inhaltstoffe sind — gleichwie bei Belladonna,Hyoscyamus und anderen Solaneendrogen — mydriatische (pupillenerweiternde) Alkaloide.Als solche werden (nach Dohmjs und Engelhardt) Atropin, Hyoscyamin und Hyoscin ge-nannt, letzteres nach E. Schmidt bekanntlich identisch mit Scopolamin (vgl. Bd. II S. 861).Hyoscyamin soll im Alkaloidgemische der Scopoliawurzel vorherrschen. Der Gesamtalkaloid-gehalt wird mit 0,43—0,51 Proz. angegeben; Ph. U. St. VIII verlangt mindestens 0,5 Proz.Gesamtalkaloid.
Wirkung und Anwendung. Als Ersatz für Belladonna in Form von Extrakt,Pflaster, Tinktur und Salbe, ferner zur fabrikmäßigen Darstellung der enthaltenenAlkaloide, insbesondere von Scopolamin und dessen Salzen (vgl. Bd. II S. 861 ff.). Es isterst kürzlich darauf hingewiesen worden, daß die seltener und daher auch teurer werdendeBelladonnawurzel recht gut durch die Scopoliadroge ersetzt werden kann.
Man hat die Droge auch mit Erfolg gegen das Zittern der Schüttellähmung (Para-lysis agitans) angewendet und zwar in Pulverform zu 0,3—0,4 g pro die. Die Wirkungwar der des Scopolamins gleich, ohne daß die toxische Wirkung bei der Droge, selbst beilängerem Gebrauche, hervortrat.
II. Scopolia japon'lCa Maxim., heimisch in China und Japan, in Japan„Boto" genannt und daselbst auch offizinell, liefert:
-{• Rhizoma Scopoliae japonicae, Radix Scopoliae (Ph. Jap. III), japanischeScopoliawurzel, Scopolia Boot, Japanese Belladonna Root.
Beschreibung. Die handelsübliche Droge besteht aus zumeist 10—15 cm langenund durchschnittlich 1,5—2 cm (und darüber) dicken Rhizomstücken, die mehr oderweniger gebogen, teilweise auch verzweigt sind. Ihre Oberfläche erscheint zusammen-geschrumpft, zuweilen auch durch Einschnürungen ringförmig abgeteilt. Die äußere Farbewechselt zwischen hell- und gelblichbraun; die jap. Wurzel ist im ganzen heller alsdie europäische, vor allem auch größer und stärker. Die obere Hälfte des Bhizoms zeigtdie rundlichen, flachen Narben der Stengel und Zweige, die untere ist mit den warzen-förmigen Resten der Nebenwurzeln besetzt. Der Bruch ist körnig, die Bruchfläche weiß-lich, häufig mit einem Stich ins Graue, das Gefiige erscheint oft locker, schwammig.Nahe der Außengrenze des Holzkörpers liegen die zumeist strahlenförmig angeordnetenGefäßbündel, das dicke Mark umschließend. Geruch schwach narkotisch, Geschmack bitter-lich, hinterher scharf.
Bestandteile. Die früher angegebenen Alkaloide der jap. Scopoliawurzel Rotoin,Scopolein und Scopoletin sind nach den Forschungen E. Schmidts ebenfalls nichtsanderes als die bekannten Solaneenalkaloide Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin.Der Gesamtalkaloidgehalt ist geringer als bei Sc. carniolica, durchschnittlich etwa 0,'i bis0,3 Proz. Der Preis für jap. Wurzel ist daher auch niedriger.
Wirkung und Anwendung wie bei I. Offizinell sind in Japan: Emplastrum,Extractum, Tinctura und Unguentum Scopoliae; diese Präparate vertreten in Ph. Jap. IIIdie bei uns üblichen Belladonna-Galenica.
III. Scopolia lunda (Link et Otto) Dun., heimisch im Himalaya, und Sc.tangutica Maxim., in Westchina, sollen gleiche Wirkung wie die obenbeschriebenenArten besitzen.
Scutellaria.
Gattung der Labiatae-Scutellariodeae.
Scutellaria later'lflora L, in Nordamerika, von Kanada bis Karolina heimisch.Ph.TJ. St. VIII beschreibt das ganze Kraut als ein etwa 1 / s m hohes Kraut mit vierkantigem,
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