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Erg.Bd. (1908)
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598
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Sassafras. Scammonium.

4. Ferner sind zu erwähnen die Wurzeln einer nicht genauer bestimmten Smilax-Art aus Argentinien mit außerordentlich dicker Rinde und auffallend schwach entwickelterEndodermis, sowie das als Zarzaparilla in Argentinien verwendete Rhizom von Mühle n-beckia sagittifolia Meissn., vom Bau einer Dicotyledonen-Achse.

Daß die genannten Wurzeln, zum Teil wenigstens, der Handelsware substituiertwerden, geht aus einer Mitteilung Hartwichs hervor, wonach eine im Handel an-getroffene Radix Sarsaparillae concisa mindestens sechs verschiedene Surrogate enthielt,unter denen die Wurzeln der Nicaragua-Sarsaparille, von Smilsax silvatica, Herreria Sarsa-parilla Mart. und zwei noch unbestimmte Dicotyledonenwurzeln sich befanden.

Sarsaparillian Ayers besteht aus einer Jodkalium enthaltenden Süßholz- und Sarsa-parillwurzelabkochung, welche mit Alkohol, Zucker und geringen Mengen ätherischer Öle ver-setzt ist. (Aufrecht.) Siehe auch Essentia Sarsaparillae comp.Essentia Sarsaparillae (Hambg. Vorschr.).

Ep.

Rp.

Sarsaparillessenz.I Rad. Sarsaparillae eonc. 10,0II Aquae 20,0

Spiritus 1,0.

I wird über Nacht mit II stehen gelassen, dann2 Stunden im Dampfbade erhitzt und die Ko-latnr auf 9 Teile eingedampft. Dann setzt manden Weingeist zu, läßt absetzen und filtriert.II. Nach Töli.xer.Rad. Sarsaparillae 500,0

ligni Sassafras 60,0

Spiritus diluti 1000,0

Aquae fervidae 1000,0

Sirupi simpl. 1000,0.

Die drei Ersten lasse man zwei Tage unter wieder-holtem Umschütteln bei mäßiger Wärme stehenund presse aus. Den Preßrückstand übergießeman mit dem kochenden Wasser, lasse 24Stunden stehen und presse ebenfalls aus. Dievereinigten Flüssigkeiten werden filtriert undmit dem Sirup vermischt.

Rp.

Essentia Sarsaparillae composita

(Hambg. Vorschr.).

Sarsaparillian.

Rad. Sarsaparill. cone.

125,0

Rad. Rhei

40,0

Ligni Sassafras

10,0

Ligni Guajaci

10,0

Rad. Liquiritiae

10,0

Cort. Mezerei

7,0

Boracis

4,0

Kai. carbonici

4,0

Aquae fervidae

1200,0

Kai. jodati

10,0

Glycerini

100,0

Spiritus

70,0.

Die Spezies werden mit dem kochendem Wassereine Stunde lang stehen gelassen. Die Kolaturwird auf 820 Teile eingedampft, nach dem Ab-kühlen das übrige zugesetzt, absetzen lassenund filtriert.

C 3 H S

Sassafras, (zu Bd. n s. 802.)

01. Sassafras, Sassafrasöl. (Bd. II S. 853.1

Eigenschaften. Spez. Gew. (15°) 1,0701,082. Opt. Drehung (100 mm-Rohr)-L 2 bis -(-4°. Zur Lösung von 1 Vol. Öl sind bis zu 2 Vol. 90proz. Alkohols erforderlich.

Safrol, der Hauptbestandteil des Sassafrasöles und der Träger des für dieses Ölcharakteristischen Geruches, ist eine farblose oder schwach gelbliche Flüssigkeit, die beistarker Abkühlung zu einer weißen, bei[ 11° wieder schmel-zenden Kristallmasse erstarrt. Spez. Gew. (15°) 1,1051,107.Opt. Drehung +0°. Brechungsindex (20°) 1,536 bis 1,540. Siede-punkt 233° bei 759 mm Barometerstand.

Als Ausgangsmaterial für die fabrikmäßige Herstellung desSafrols dient nicht Sassafrasöl, sondern das wesentlich hilligereKampheröl, das ebenfalls reichliche Mengen Safrol enthält. Seinerchemischen Konstitution nach ist Safrol der Methylenäther einesAllylbrenzcatechins:

Bei der Oxydation liefert es Piperonal [Heliotropin, C 6 H 3 (00CH 2 )CH0] und Pipero-nylsäure C 6 H 3 (OOCH 2 )COOH.

C

HC,jHCl

\ CH

JCk,

x O-D-^CH 2 '

(Zu Bd. II S. 854.)

Scammonium.

Convolvulus Scammonia L.

I. Radix Scammoniae.

Bestandteile und Prüfung. Nach neueren Untersuchungen ist der Harz-gehalt größeren Schwankungen unterworfen. Weigel fand ihn zu 5,512,3 Proz.. im