Druckschrift 
Erg.Bd. (1908)
Entstehung
Seite
597
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Sarsaparilla.

597

Sapene sind überfettete, flüssige Seifen, welche die zur percutanen Einverleibung be-stimmten Arzneistoß'e in gelöstem Zustande und in größerer Menge aufnehmen können, alsdies bei den bisher üblichen Präparaten wie den Vasolimenten und Vasogenen der Fall sein soll.

Sapo Hydrargyri cinereus, Quecksilbersalbenseife nennt Unna eine aus Kalilaugeund Schweinefett dargestellte, mit 5 Proz. Adeps benzoatus überfettete Seife, welcher 1 / 3 ihresGewichtes an Quecksilber zugefügt wurde. Dieselbe soll zum Gebrauche bei Schmierkurenan Stelle des Ungt. Hydrarg. einer. Anwendung finden.

Sapalcol, eine weiche, salbenartige Spiritusseife, wird als Händedesinficienz und Arznei-mittelträger für dermatologische Zwecke empfohlen.

Sapodermin ist eine aus Quecksilbercaseinat hergestellte medizinische Seife. DiesesCaseinat enthält in unverdünntem Zustande 6,9 Proz. metallisches Hg, während in der fürden Gebrauch hergestellten Stückseife auf 500 Teile nur 1 T., also 0,2 Proz. enthalten ist.Es werden aber auch stärkere Konzentrationen bis zu 1 Proz. geliefert. Fabrikant: Chem.Institut Berlin SW.

Sapolentum Hydrargyri zur farblosen Schmierkur ist in Gelatinekapseln dispensierte33 1 / 3 proz. Quecksilber-Kaliseife, die sich in Wasser löst. Fabrikant: Apotheker Gökner inBerlin W.

Savonal ist ein durch Abdampfen des Alkohols eingedickter Olivenöl-Kaliseifenspiritus,der mit Wasser, Glycerin und Alkohol mischbar ist. Diesem Savonal lassen sich dieverschiedensten Arzneimittel untermischen. Thiosavonal ist ein Savonal mit etwa 5 Proz.Schwefel. Fabrikant: Jünger & Gebhaedt in Berlin S.

Styrosapon, von Gebrüder Eveks in Düsseldorf, ist eine neutrale, 25 Proz. Styrolinenthaltende Kaliseife.

Velopural ist eine Seife, welche mit Hilfe von Olivenöl zu einer salbenartigen Masseverarbeitet wurde. Setzt man dieser Seife mit Lanolin extingiertes Quecksilber im Verhältnis2:1 zu, so erhält man ein Quecksilber-Velopurin, welches zu Inunktionskuren sehrempfohlen wird.

Flüssiges Wanzenmittel. Eine Mischung aus 10 Teilen Schmierseife, 20 T. Glycerinund 200 T. Wasser soll ein brauchbares Mittel gegen Wanzen sein.

MetallputzseiioSuperior".

Ifp. Cretae praep. 6 kg.

Cerussae praep. 3 ,,

Kam' bitartarici 3 ,,

Magnesiae usta 3

Man übergießt 48 kg Kernseife, die in Späne ge-schnitten ist, mit wenig Wasser, schmilzt imDampfbade, siebt die obige Mischung hineinund gießt die fertige Seile in Formen. Nachdem Erkalten wird die Seife in Würfel ge-schnitten, event. gepreßt.

Sapo kalinus albus (Dresd. Vorschr.).Weiße Kaliaeife.Ep. Olei Olivarum 100,0

Liquor. Kali caustici 135,0

Spiritus 10,0.

Im Dampfbade unter Umrühren bis zur Ver-seifung zu erhitzen.

Spiritus saponato-jodatus (Dresd. Vorschr.).B,p. Kalü jodati 6,0

Spiritus saponati 94,0.

Spiritus saponatus Hebrae (Dresd. Vorschr.).Rp. Saponis kalini (40»/ 0 Wasser-gehalt) 200,0Spiritus 100,0Spirit. Lavandulae 10,0.

Sarsaparilla. (Zu Ba.n s.847.)

Radix Sarsaparillae.

Substitutionen, Verfälschungen. Haktwich beschreibt einige Sarsaparill-wurzeln, die teils unter dieser Bezeichnung neuerdings in den Handel gelangt sind, teilsin ihrer Heimat wie echte Sarsaparille verwendet werden. Es sind folgende:

1. Sarsaparille von Nicaragua, von Aussehen und Bau der offizineilen Sorten,dem Typus der Honduras angehörig, da die Zellen der Endodermis ringsherum gleichmäßig,aber sehr stark verdickt sind.

2. Sarsaparille von Kolumbien, wohl ebenfalls von einer Smilax abstammendaber die Zellen der Endodermis nach dem Typus der Veracruz sehr stark verdickt undnach außen durch zwei Keinen von Steinzellen verstärkt. Die Wurzel wirft, wie die beidenfolgenden, frühzeitig die Binde ab, weshalb die Verstärkung der Endodermis erklärlicherscheint.

3. Die Wurzeln der Herreria Sarsaparilla Mart, sowie die der Bajania-cordata Vell. in Brasilien alsSarsaparilla de mato" verwendet, sind von ähn-lichem Bau wie die Sarsaparille von Kolumbien.