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Sapindus. Sapo.
Sapindus.
Gattung der Sapindaceae-Sapindeae.
Von Interesse infolge ihres Saponingehaltes sind neuerdings die Früchte von:
I. Sapindus Saponar'ia L. Der Seifenbaum ist in Südamerika und auf den Antillenheimisch, er wird in Algerien kultiviert. Der Baum, der etwa die Größe eines mittlerenApfelbaumes erreicht, soll jährlich gegen 100 kg Früchte liefern, die angeblich zur Gewin-nung von Saponin, wie zur Herstellung verschiedener Waschmittel und Kopfwässer Ver-wendung' finden. Den Saponingehalt der getrockneten Früchte schätzt man durchschnitt-lich auf etwa 20 Proz. Außerdem enthalten die Samen größere Mengen fettes Öl (vgl. auchunter II).
Beschreibung. Die Früchte, Nuculae Saponariae, Seifenüsse, Seifenbeeren,haben etwa die Größe und Form einer Kirsche und sind frisch grün, später gelblich bisbräunlich; die Frucht ist eine drupöse Spaltfnicht. Die Fruchtschale, durch Schrumpfungaußen runzlich, innen glatt mit pergamentartigem Endokarp, birgt eine dunkle, harzigklebrige Masse, das Fruchtfleisch, welches das Saponin enthält. Der Geschmack ist erstsüßlich, dann stark bitter. Die Fruchtschale umschließt 1—2 rundliche Samen vonschwarzer Farbe und glattem, glänzendem Äußeren. Die Samenschale ist ziemlich starkund sehr hart.
II. SapindllS Rarak D. C, ist im südlichen Asien, Niederländisch - Indien usw.heimisch. May fand in der Fruchtschale etwa 13,5 Proz. Saponin. Das Sapindussaponinist amorph und gleicht in seinen Eigenschaften den meisten bisher dargestellten Saponinen,insbesondere dem von Sapindus Saponaria. Charakteristisch für die Früchte der GattungSapindus ist der hohe Gehalt an Kaliummonophosphat in der Fruchtschale neben Calciumoxalat.
Der von der Schale befreite Embryo enthielt etwa 26 Proz. gelbes, nicht trocknendesfettes Ol vom spez. Gew. 0,911, dessen wasserunlösliche Fettsäuren aus etwa 80,5 Proz.Ölsäure, 15,6 Proz. Palmitinsäure und 3,9 Proz. Stearinsäure bestehen.
III. Sapindus trifoliatus L, im südlichen Asien, und Sapindus Mawrossi
Gärtn., in China und Japan heimisch, liefern ebenfalls Seifenbeeren.
SapO. (Zu Bd. II S. 825.)
Casein-Albumoseseife ist eine neutrale, überfettete, Casein enthaltende Seife, die alsGrundlage für andere medizinische Seifen sowie rein bei verschiedenen Hautkrankheiten an-gewendet wird. Fabrikant: Paul Horh in Hamburg.
Kreuznacher Seifen enthalten die natürlichen Salze der Kreuznacher Mutterlauge.Man unterscheidet a) Basisseife (Kinderseife), welche vielfach als Toiletteseife gebraucht wird.Außer den Bestandteilen der Mutterlauge enthält b) Kr. I 1,5 Proz. Jodsalze, c) Nr. II1,5 Proz. Jodsalze und 3 Proz. Schwefel in feinster Verteilung, d) Nr. III 1,5 Proz. Jodsalzeund freies Ätznatron, e) Nr. IV 1,5 Proz. Jodsalze und Teer, f) ist eine flüssige Seifeund g) Nr. V enthält die Bestandteile von Nr. I und 25 Proz. Ichthyol. Fabrikant: Dr. KahlAschoff, Schwanen-Apotheke in Kreuznach.
Obermeyers Panakeia-Seife, gegen Hautkrankheiten der Tiere empfohlen, bestehtnach dein Prospekt des Fabrikanten J. Gioth in Hanau a. M. aus 88 Proz. Seife, 3 Proz.Knoppern, 2 Proz. Eisenkraut, 3 Proz. Kalmus, 1 3 / 4 Proz. Aloe, 1 l / a Proz. Erdrauch undoz. Kreolin.
Ray-Seife ist nach Angabe des Fabrikanten eine gesottene, vollkommen neutrale Grund-seife, welche mit 25 Proz. Eiinhalt (Eiweiß und Dotter) versetzt ist.
ßhcumasan ist eine überfettete Salicylsäureseife mit 10 Proz. Salicylsäure. — AlsErsatzmittel für Eheumasan empfiehlt der Luxemb. Apoth.-Ver. ein Sapo salicylicus nachfolgender Vorschrift: Ol. Cocois 240,0, Liqu. kali caust. 280,0, Spiritus 20,0 mischt man, läßt24 Stunden stehen, erwärmt drei bis vier Stunden im Wasserbade und verdünnt mit Glyce-rini 200,0, Sirup, simpl. 200,0, Sapon. stearini pulv. 50,0, Acid. salicylici 100,0, Aqu. dest.q. s. ad 1000,0.
Sapal wird eine Spiritusseife zu dermatologischen Zwecken genannt, welche in Formharter Stücke sowie salbenförmig in den Handel gebracht wird. Fabrikant: Akthuk Wulff jr.in Breslau X.