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Prosopis. Prunus. Psidium.
Virae, Herb. Polygon, avicul., Herb. Polygal. amar., Cort. Cornessi, Herb. Bailahuen, TuberaDahliae, Cort. Alcorn., Lign. Anacahuit, Cort. Malambo, Cort. Pruni virg., Cort. Chinaecalis., Rad. Liquirit., Spirit. Vitis vinif. gallie., Sang. bov. praep., Ferr. oxydat., Natr. carbon.,Acid. phosphor., Calc. carbonic.
Prosopis.
Gattung der Mimosaceae-Adenanthereae.
PrOSOpiS Stromblllifera Benth. ist in Argentinien heimisch. Man bezeichnetsei dort mit den Namen: Ketortuna, Mastuerzo, Mastorcido, Pata de Gallo.Therapeutischen Wert schreibt man den Früchten der Pflanze zu:
Fructus Prosopis strombuliferae wirken adstringierend und finden in Form eineswässerigen Aufgusses sowohl innerlich wie äußerlich bei Diarrhöen und Gonorrhöe Ver-wendung, sollen aber auch abortive Wirkung besitzen.
PriinilS. (Zu Bd. II S. 693.)
I. Prunus domestica L.
Prunitura ist ein aus Pflaumen hergestelltes Abführmittel. Bezugsquelle: Kaiser Wil-helm-Apotheke in Berlin NO. 18.
II. Von Prunus macrophylla Sieb, et ZUCC, einer in Japan heimischen Prunoi-dee, sind die Blätter dort offizinell; sie dienen zur Herstellung eines unserem Bittermandel-oder Kirschlorbeerwasser entsprechenden blausäurehaltigen Wassers (Ph. Jap. III).
Zum gleichen Zwecke verwendet man dort die Aprikosen kerne, die Samen von
III. Prunus Armeniaca L, des bekannten Aprikosenbaumes.
Psidium.
Gattung der Myrtaceae-Myrteae.
Psidiutl) pyriferum L. (nach Soleredeb Psidium Guajava Raddi) in den Tro-pen, besonders im tropischen Amerika heimisch und auf Java kultiviert. Die Blätter sindals Droge in den Arzneischatz eingeführt und im Arzneihandel unter der BezeichnungFolia Djambu, „Djamboe-Blätter" bekannt. Sie werden von den Eingeborenen Javasals Mittel gegen die Durchfälle der Cholera asiatica gebraucht; Djamboe ist der malaii-sche, Guajava der südamerikanische Name der Pflanze.
Bestandteile. Die Blätter enthalten nach Altan neben 77 Proz. Cellulose imwesentlichen 3 Proz. Harz, 6 Proz. Fettkörper, 0,36 Proz. ätherisches Ol, 9 Proz. Tannin,4 Proz. Mineralsalze, insbesondere findet sich reichlich Calciumoxalat in den Blättern.
Wirkimg und Anwendung. Die Droge wirkt in erster Linie als Stypticum, inzweiter Linie als Stomachicum. Gute Erfolge sollen bei chronischen Magen- und Darm-katarrhen, sog. Sommer-Diarrhöen erzielt worden sein. Bei akuten Darmkatarrhen empfiehltWitthaueb zuerst Kalomel (0,3 g für Ewachsene), dann Djambu. In diesem Falle ist wohldas Tannin die wirksame Substanz. Dem Harze schreibt man eine besondere Wirkung beiWechselfieber zu.
Man wendet die Droge in Form von Pulver, Aufguß, Extrakt und weiniger Tinkturan. Der Djambuwein soll gleichzeitig appetitanregend wirken und besonders bei Kindernals Magenmittel gute Dienste leisten.
Die Dosen werden für die verschiedenen Präparate wie folgt angegeben:
1. Folia Djambu subt. pulv. 1—2stündlich für Kinder 0,5, für Erwachsene 1,0 (esgibt auch Tabletten zu V* g)- 2. Infus. Djambu (5:80 mit 20 Sirup) 1—2stündlich fürKinder 1 Teelöffel, für Erwachsene 1 Eßlöffel. 3. Tinct. Djambu vinos. (1:10) 1—2stünd-