Matico. Maytenus. Mel.
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liegen, nach Schköttee erweicht Mastix jedoch schon hei 80° und schmilzt unter begin-nender Zersetzung zwischen 105—120°.
Auf seine Bestandteile hin ist Mastix neuerdings von Tschikch und Reuttereingehend untersucht worden. Es besteht zu etwa 40 Proz. aus freien Harzsäuren(Resinolsäuren) und zu etwa 50 Proz. aus unverseif baren Resenen; daneben enthält es noch2 Proz. ätherisches Öl, der Rest ist Bitterstoff, Verunreinigungen u. dgl. Die Harzsäurenzerfallen in a) <x- und ß-Masticinsäure (zus. 4 Proz.) von der Formel C 23 H 36 0 4 , beidein lproz. wässerigem Ammoncarbonat löslich und nur durch ihr Verhalten zu Blei von-einander verschieden; b) krist. Masticolsäure C 23 H 36 04 (0,5 Proz.), <x- und ß-Masticon-säure (20 bzw. 18 Proz.) mit der gemeinsamen Formel C 32 H 48 0 4 . Die drei letztgenanntenSäuren sind in lproz. wässeriger Soda löslich. Von den Resenen sind zu nennen: oc-Ma-sticoresen C 35 H 66 0 4 (30 Proz.), in Alkohol löslich, und /S-Masticoresen (20 Proz.) früherMasticin genannt, in Alkohol unlöslich.
Johnstons A-Harz oder Mastixsäure (Bd. II S. 358) besteht nach Tschiech aus denfünf genannten Säuren und dem in Alkohol löslichem oc-Masticoresen, sein B-Harz oderMasticin ist unreines /?-Masticoresen. Mastix, bekanntlich ein Anacardiaceenharz, ist zuden Resenharzen zu rechnen.
MatiCO. (Zu Bd. II S. 361.)
Folia Matico.
Letzthin hat man mehrfach im Handel Maticoblätter angetroffen, die von keinerder in Bd. II (S. 361) aufgeführten Arten stammen dürften; man nennt als StammpflanzePiper Mandoni D. C. Die Blätter besitzen im allgemeinen Aussehen und Bau der Matico-blätter, sind aber bis 20 cm lang und bis 10 cm breit. Ihre Gesamtform ist mehr eirund, dieSpitze ziemlich stumpf. Auch der Geruch scheint schwächer, etwas an Salbei erinnernd.
Oleum Matico foliorum, Maticoöi. (Bd. n s. 362.)
Das spezifische Gewicht des in früheren Jahren dargestellten Maticoöls lag zwischen0,93 und 0,99 (15°). Der in diesem Öl enthaltene Maticokanrpher ist nach Thoms einSesquiterpenalkohol der v Formel C 16 H 26 0.
Injectio Matico. Die bekannte Matioo-Injektion von Grimault & Co. in Parissoll eine Lösung von 0,2 g Kupferacetat in 140,0 destilliertem Maticowasser sein. AndereVorschriften lauten: Aqu. dest. e fol. Matico (1 : 10) 100,0, Cupr. sulfurio. 0,05, oder: Acid.carbol. liquef. 1,0, Zinc. sulfur., Zinc. sulfocarbol. ää 10,0, Tinct. Opii eroo. 20,0, Aqu. Lauro-cerasi 150,0, Glycerin 100,0, Aqu. dest. 2500,0, Ol. Matico gtts. V.
Matrelkapscln sind gehärtete, mit Maticoextrakt (Öl?) und Sandelöl gefüllte Gelatine-kapseln. Fabrikant: Breslauer Capsules-Fabrik vorm. W. Geötzner in Breslau.
Aqua Matico (Dresd. Vorschr.) Injectio Matico composita (Hambg. Vorschr.).
, r .. Matico-Einspritzung.Maticowasser. " °
Rp. Zinci sulfurici 1,0
Rp. Olei Matico aetil. 1,0 Plumb. acetici 1,0
Aquae dest. calidae 2000,0. Tinct. Opii crocat. 2,0
Durchschütteln und nach dem Erkalten filtrieren. Aquae Matico 196,0.
Maytenus.
MaytenUS ViflS-idaea Grieseb., Gattung der Celastraceae, in Argentinien undPeru heimisch. Dort wird die Pflanze bezeichnet als Palta, Colquiyuyu, Copiagangona, Chaplan, Sombra de Toro carape. Verwendung finden die Blätter:
FOÜa Mayteili VitiS Idaei gegen Ohrensausen, Augenstaar und Zahnfleischent-zündungen. __________
Mel. (Zu Bd. II S. 363.)
Verfälschung und Prüfung. Als Verfälschungen des Honigs gibt Stad-linger an: Zusätze von Wasser, Rohrzucker, Invertzucker, Kunsthonig (Zucker-