Lauro-Cerasus. Lauras. Lavandula.
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Lauro-Cerasus. (Zu Bd. n s. 280.)
Prunus Laurocerasus. L.
Nach Hemssey bildet das Glukosid der Kirschlorbeerblätter färb- und ge-ruchlose, bitterschmeckende Nadeln von beträchtlicher Länge, die bei 120—122° schmelzen.Er nennt es Prulaurasin (Laurocerasin der früheren Nomenklatur), gibt ihm die Formel0 U H 17 N0 6 und hält es für isomer mit dem Amygdalin und dem Sambunigrin. Bei15—20° wird das Glukosid durch Emulsin sehr schnell in Blausäure, Glukose und Benz-aldehyd gespalten.
Laurus. (Zu Bd. n s. 282.)
Laurus nobilis L.
Ol. Lauri foliorum, Lorlbeerblätteröl. Von Bestandteilen wurden durch neuereUntersuchungen noch nachgewiesen: GeTaniol, Linalool, Eugenolmethyläther, ge-ringe Mengen freier Säuren (Essigsäure, Isovaleriansäure, Isobuttersäure) sowieEster der Essigsäure, Valeriansäure und Capronsäure (?).
Lavandula. (Zu Bd. n s. 284.)
Ol. Lavandulae, Lavendeiöi.
Gewinnung. Das in Südfrankreich allgemein übliche Verfahren der Wasser-destillation, bei dem das Destillationsmaterial in Wasser gelegt und das Öl durchdirektes Erhitzen des Wassers mit den Wasserdämpfen übergetrieben wird, ist für La-vendelöl sehr unrentabel, da es in hohem Maße esterspaltend wirkt. Ein sehr viel ester-reicheres Öl wird nach Schimmel & Co. durch trockene Dampfdestillation ge-wonnen, wobei Öle erhalten wurden, die bis zu 56 Proz. Linalylacetat enthielten, währendder bisher beobachtete Höchstgehalt 45 Proz. betrug.
Eigenschaften. Je nach der Art der Destillation sind die Eigenschaften derLavendelöle verschieden.
a) Durch Wasserdestillation gewonnene Öle (die gewöhnlichen Handclsöle).Spez. Gew. (15°) 0,882—0,895. Opt. Drehung (100 mm-Rohr) — 3 bis—9°. Estergehalt(Linalylacetat) 30—45 Proz. Löslich in 2—3 Vol. und mehr 70 proz. Alkohols, ev. mitgeringer Opalescenz. Ausnahmsweise kommen auch reine Öle vor, die esteränner sind;die meisten derartigen Öle sind aber verfälscht.
b) Durch Dampfdestillation gewonnene Öle. Spez. Gew. (15°) 0,885—0,896.Opt. Drehung (100 mm-Rohr) —7° bis —9° 33'. Estergehalt 36—56 Proz. Löslich in3—10 Vol. und mehr 70proz. Alkohols, bisweilen mit Opalescenz resp. leichter Trübung.
Bestandteile. Im Lavendelöle sind neuerdings noch folgende Stoffe aufgefundenworden: Furfurol, Valeraldehyd (?), Amylalkohol, d-Borneol (C 10 H 1S 0, frei und als Essig-säureester), Äthylamylketon, O^COCjHn, dem das Öl zum Teil den erfrischenden Geruchverdanken soll. Das im Lavendelöle schon früher nachgewiesene Geraniol kommt darinsowohl frei vor als auch an Essigsäure und Capronsäure gebunden. In Form der Estersind noch Buttersäure und Valeriansäure (?) zugegen.
Prüfung. Lavendelöl ist vielfachen Verfälschungen unterworfen. Häufige Zu-sätze sind Spiköl, Rosmarinöl und Terpentinöl. Bei der Wichtigkeit des Gegenstandessollen die dadurch hervorgerufenen Veränderungen hier kurz angegeben werden.
Spiköl erhöht das spezifische Gewicht und verringert die Drehung. Die Löslich-keit bleibt unverändert.
Rosmarinöl erhöht das spezifische Gewicht, verringert die Drehung und ver-schlechtert die Löslichkeit.