Druckschrift 
Erg.Bd. (1908)
Entstehung
Seite
444
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

444

Lappa.

Ölen, Fetten, Wollfett und Erdwachs durch Hinzufügung einer unzureichenden Menge vonAlkali hergestellt wird, heißt Dermosapol. Fabrikant: Engel-Apotheke in Mühlheim a. Ruhr.

Enwekain wird das gereinigte Wollfett der Norddeutschen Wollkämmerei in Delmen-horst b. Bremen genannt. (Der Name ist gebildet aus N. W. K.)

Eucerinum anhydricum nennt Unna eine Mischung aus 95 Proz. Paraffinsalbe undö Proz. der aus dem Wollfett abgeschiedenen Oxycholesterinkörper. Mischt man diesenFettkörper mit der gleichen Menge Wasser, so erhält man eine Eucerin genannte, haltbare,weiche, geruchlose, mit Arzneistoffen leicht mischbare Salbengrundlage, die ohne weiteren Zu-satz eine vorzügliche Kühlsalbe abgibt. Für die Behandlung von Augen-, Nasen-, Ohren- undScheidenkrankheiten ist das Eucerinum anhydricum besser geeignet.

Parenol wird eine Salbengrundlage genannt, die aus wechselnden Mengen Paraffin,solid., Adeps Lanae und Wasser besteht. An Stelle des Paraffins kann auch Wachs oderWalrat treten.

Passerol, ein Anstreichmittel, um feuchte Wände gegen Schimmelbildung zu schützenund so vorzubereiten, daß sie alsbald gestrichen werden können, erwies sich als eine Auf-lösung von 1 Teil technischem Wollfett in 2 T. eines Petroleumdestillates, des sog. Putzöles.(B. Fischer.)

Spatliniment von Mabtel soll Quecksilberoxyd, myristicinsaures Kalium und myri-sticinsaures Ammonium in stark alkalischer Lösung mit einem Fette emulgiert enthalten.Von anderer Seite wurden angegeben: Lanolin mit Kampher, Terpentin, Ammoniak, Aloeund 11 Proz. metallischem Quecksilber.

Byrolin.

Rp. Acid. boric.

2,0

Glycerini

18,0

Aquae destill.

10,0

Ungt. Parafflni

20,0

Lanolini

50,0

Ol. Aurant. flor.

gtts. II

Ol. Bergamott.

Ol. Citri ää

gtts. III.

Lanolimentum Boroglycerlni (Ergänzb. III).

Borogly cerin-;

Lanolin.

Rp. Acid. borici

1,0

Glycerini

4,0

Aquae

20,0

Parafflni solid.

20,0

Paramni liquid.

50,0

Adipis Lanae

5,0

Ol- Bergamottae

0,5

Ol. Citri

0,5.

Borsäure wird in Glycerinwasser gelöst, die Lö-

sung dem halberkalteten

Salbenkörper zuge-

mischt und zuletzt das ätherische Ol zugesetzt.

Lanolimentum leniens

(D. Ap.-V. und

Ergänzb. III).

Lanolin-Creme.

Rp. Adipis Lanae

400,0

Ol. Olivar.

200,0

Ungt. Parafflni

100,0

Glycerini

45,0

Aquae

250,0

Vanillin

0,5

Spiritus

3,0

Ol. Bergamott

5,0

Ol. Citri

5,0.

Dein erkalteten Salbenkörper wird die Glycerin-Wasser-Vanillinlösung und zuletzt das ätheri-sche öl zugemischt.

Massa pro supposltorlls.Suppositoriengrundinasse.Itp. Parafflni solidi 1,0

Adipis Lanae anhydr. 3,0.Diese Masse ist imstande, große Mengen wässe-riger Flüssigkeiten, Extraktlösungen usw. auf-zunehmen und gibt gute Suppositorien undVaginalkugeln.

Pulvis Inspersorius benzoatus (D. Ap.-V).Benzoe-Fett-Puder.

Rp. I. Talci pulv.II. Amyli TriticiIII. Zinci oxydatiAcid. borici pulv.Adipis Lanae c. aquaVaselin. flav.Acid. tanniciSem. LycopodiiTinctur. Benzoes, II und III werden gemischt,dieser Mischung tränkt man

30,030,030,0

3,0

3,0

3,0

3,018,010,0.die eine Hälftemit der Benzoe-

tinktur und trocknet. Die andere Hälfte wirdmit den Fetten verarbeitet, dann alles zusam-mengemischt und durch Sieb VI geschlagen.

Unguentum Adipis Lanae (D. A.-B. IV).

Wollfettsalbe.

Rp. Adipis Lanae 20,0

Aquae 5,0

Ol. Olivar. 5,0.

Lappa. (Zu Bd. II S. 279.)

Ipe-Knollen, welche als , kalifornische Haarwuchsknollen" in neuerer Zeit mitgroßer Reklame angepriesen werden, sind nach Hanaüsek Klettenwurzeln, vielleicht auchStengelstücke, die wahrscheinlich mit Soda gekocht und eingedampft, getrocknet und miteinem Eau de Cologne ähnlichen Parfüm imprägniert worden sind.