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Lacca.
Lactoserve ist eine Buttermilch konserve in Pulverform, von der 1 Teil mit5 T. kochenden Wassers verrührt, ein frischer Buttermilch sehr nahe kommendes Getränkliefert. Fabrikant: C. F. Boehringer & Söhne in Mannheim-Waldhof.
Lahmanns vegetabile Milch wird aus Mandeln und Nüssen unter Zusatz von Zuckerhergestellt.
Lactoserum oder Blondels Serum wird Milchserum aus Kuhmilch genannt, welchesmit Soda neutralisiert, durch Porzellanfilter filtriert und unter Kohlensäuredruck in kleinesterile Gläschen gefüllt wird. Subcutan injiziert setzt es den Blutdruck herab.
Pegnin wird ein an Milchzucker gebundenes Labferment genannt, mit dessen Hilfeaus der für Säuglinge bestimmten Milch vor der Verdünnung das Casein in feinster Verteilunggefällt wird. Hierdurch wird die Kuhmilch der Frauenmilch ähnlicher gemacht. Fabrikant:Farbwerke vorm. Meisteb, Lucius & Brüning in Höchst a. M.
Pemzcd (Name von Phosphor, Milch und Zucker abgeleitet) von Alfred Schmidt,Greifenapotheke in Basel, soll ein phosphorhaltiger Milchzucker sein, der als Nährmittelempfohlen wird.
Zuckerfreie Diabetikermilch erhält man nach dem englischen Patent 17 818 vonJ. Bouma und S. B. Selhorst im Haag (Holland) auf folgende Weise: Der Rahm wird durchZentrifugieren abgeschieden und der Zucker daraus durch Waschen entfernt. Aus der ab-gerahmten Milch wird das Casein durch Essigsäure gefällt, abfiltriert, die zuckerhaltige Flüssig-keit abgespült und in verdünnter Sodalauge wieder gelöst, so daß die Flüssigkeit nochschwach sauer reagiert. Dazu gibt man ein lösliches Phosphat, am besten Natriumphosphat,zur Erzielung einer amphoteren Reaktion und Verhinderung der Koagulation beim Sieden,ferner ein lösliches Calciumsalz (Calciumchlorid) zur Hervorrufung der weißen Milchfarbe,etwas Kochsalz und endlich zum Süßen Kristallose, das Natriumsalz des Methylsaccharins.Die so hergestellte Lösung wird dann wieder mit dem zuerst abgeschiedenen, ausgewaschenenMilchfett vereinigt. Diese Diabetikermilch läßt sich bei 100° C sterilisieren, ohne zu ko-agulieren.
Wein-Molken, welche Säuglingen und kleinen Kindern gegen Brechdurchfall gegebenwerden, stellt man dar, indem man 300 com Milch zum Sieden erhitzt, 75 ccm gewöhnlichenSherry zufügt und nochmals aufkocht. Nach drei Minuten dauerndem Abkühlen preßt mandurch eine doppelte Lage Musselin ab. Die fertige Molke enthält etwa 2,5 Proz. Alkohol.
LaCCa. (Zu Bd. IT S. 263.)
I. Resina Laccae, Stocklack, Schellack.
Verfälschungen und Substitutionen. Eine ganze Anzahl sog. „Schellack-Er-satzmittel" kommen neuerdings unter den verschiedensten Bezeichnungen, wie Diana-Schellack, Anker-Knopf lack usw. in den Handel. Es handelt sich bei diesen in der Haupt-sache um Harzmiscliungen, die wohl zum Teile Schellack enthalten, daneben aber mehroder minder große Mengen hilligerer Harze, wie spritlöslichen Kopal, Sandarak, Kolophoniumu. dgl. Auch rotes Akaroidharz ist als Schellackersatz angetroffen worden.
Welwart berichtet über Muster von angeblich natürlichem Schellack, die er nachvorgenommener Untersuchung möglicherweise für die bekannten Kondensationsprodukteaus Phenolen und Aldehyden hält, welche, unter gewissen Bedingungen hergestellt, alkohol-löslich sind und mit Schellack zusammengeschmolzen, das Aussehen von natürlichem Schel-lack zeigen. Solche Produkte erweisen sich in der Praxis für Politur- oder Appreturzweckevöllig unbrauchbar.
Prüfung. Zur Erkennung von verfälschtem Schellack empfiehlt Pahry die Be-stimmung der Jodzahl, die man mit der eines nachweislich reinen Präparates zu ver-gleichen hat. Säure- und Esterzahlen sollen keine genügenden Anhaltspunkte geben.
Auch die Bestimmung der petiolätherlöslichen Anteile der Stocklackharze gibt Auf-schluß über die Reinheit derselben, zumal wenn Gehalt an Coniferenharz bzw. Kolophonvermutet wird. Die Untersuchung führt man am besten in der Weise aus, daß der Blut-,Knopf- oder Schellack in gepulvertem Zustande (etwa _ 5 g), mit gewaschenem Flußsandreichlich vermengt, im SoxiiLET-Apparat einige Stunden mit Petroläther extrahiert, dasLösungsmittel dann verdampft und der Rückstand gewogen wird. Es enthielten nachWeigel: Dunkler Tonkin-Blutlack 1,6 Proz., dunkler geblockter Tonkin-Schellack 1,6 Proz.und orangefarbiger Blätter-Schellack 1,8 Proz. in Petroläther lösliche Bestandteile; dagegen