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Erg.Bd. (1908)
Entstehung
Seite
425
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fertigen Präparat auf je 100 g 4 Tropfen Essigsäure zusetzt. So behandelter Ipecacuanha-wein setzt nach Fischer-Hartwichb Kommentar nicht mehr ab. Schneider und Süss emp-fehlen in ihrem Kommentar, den Wein vor seiner Verwendung durch 0,1 Proz. Gelatine vonden Gerbstoffen zu befreien, den abgepreßten Auszug längere Zeit absetzen zu lassen unddann durch Talcum zu filtrieren. Auch Jehn und Chato empfehlen eine vorherige Detan-nierung des Weins. Das läßt sich aber natürlich vermeiden, wenn man sehr gerbstofi'armeWeine verwendet, wie dies z. B. die neue amerikanische Pharmakopoe tut, derenVinumalbum" fast gerbstofffrei sein soll.

Nach Rdndqvtst gibt Portwein die alkaloidreichsten Auszüge aus Ipecacuanhawurzel.Mit diesem dargestellter Wein zeigte 1,827 Proz. Alkaloide. Aber auch Malaga, Marsala undSherry geben alkaloidreiche Weine.

Die belgische, italienische, österreichische und spanische Pharmakopoe kennen keinenIpecacuanhawein.

Die U. St. Pharm, läßt 100 com Ipecaouanhafluidextrakt, 100 ccm Spiritus 95proz.und 800 ccm Vin. album mischen, die Mischung 2 Tage stehen und filtrieren. Das Fluid-extrakt wird mit Hilfe von etwa 72proz. Weingeist 1:1 hergestellt. Die Ph. Nederl.läßt 10 Teile Ipeeacuanhawurzelpulver mit 10 T. verdünntem Spiritus und 90 T. Malagamacerieren.

Pastilli pectorales Kütlner (Dresd. Vorschr.).

KüTTNERSche Hustenpastillen.

Rp, Rad. Ipecac. minutim conc. 1,5

Aquae destill, fervidae 10,0

übergießen, im Dampfbade stehen lassen und

durchseihen. Die Flüssigkeit wird zur Trockne

abgedampft. Aus dem fein geriebenen Rück-stände werden mit

Morphini bydrochlorici 0,5

Sacchari mittelfein gepulv. 100.0100 Pastillen hergestellt.

IriS. (Zu Bd. II S. 153.)

Oleum Iridis, Msöi. (Bd. n s. 157.)

Bestandteile. Neuerdings sind noch nachgewiesen worden: Furfurol, Nonyl-aldehyd, n-Decylaldehyd, Naphthalin, ein nicht näher charakterisiertes Terpen,ein minzenartig riechendes Keton sowie Spuren einer Base, eines Phenols und eines mitPhthalsäure reagierenden Alkohols.

Ölsäurealdehyd ist kein Bestandteil des mit Wasserdampf destillierten Öles.

Irisöl, konzentriert, flüssig. Es wird durch Entfernung der für den Geruch des Öles"wertlosen MyristinsäuTe erhalten. Schimmel & Co. geben für das von ihnen hergestelltePräparat folgende Eigenschaften an: Gelbe Flüssigkeit. Spez. Gew. (15°) 0,930,94.Opt. Drehung (100 mm-Rohr) -f-15° bis -j- 30°. Löslich in jedem Verhältnis in 90proz.Alkohol.

DufttaMetten. Die Dufttabletten des Handels sollen aus einem komprimierten Ge-misch aus Reisstärke, Magnesiumcarbonat und Rhizoma Iridis bestehen, welche je nach Ge-schmack mit folgenden Mischungen getränkt sind:

Veilchen. Flieder. Heliotrop.

Ionon, Terpineol, Heliotropin 200,0,

Ylang-Ylang-Ol 55 50,0, Muguet, Vanillin 50,0,

Moschustinktur, Moschustinktur, Moschustinktur 100,0,

Benzoetinktur ää 200,0. Benzoetinktur ää 200,0. Benzoetinktur 200,0.

Diese Parfümmengen genügen für je 1015 kg Tablettenmasse.

Papillin, eine Einreibung gegen Haarausfall, besteht aus einer Digestion von 15 gRhiz. Iridis mit 100 g Spiritus, welcher 50 g Spiritus Lavandulae und 15 g Tinct. Benzoeszugesetzt werden. Fabrikant: Dr. R. Th. Meienbeis in Dresden-A.

Sterntee Weidhaas besteht aus folgenden Drogen: Entbittertes isländ. Moos, Veilchen-blätter, Schafgarbenblätter, Schwarzwurzel, Süßholzwurzel, Eibischblätter, Iriswurzel, Virgin.Klapperschlangenwurzel, Huflattichblätter und -bluten mit Chlorammonium präpariert,Ehrenpreis, Tausengüldenkraut, russ. Knöterich, Cocablätter, Hohlzahn, entharzte Sennes-blätter und Fenchel.

Pulvis dentifricius Spinner (Dresd. Vorschr.). Pulvis dentitricius Jenkins (Dresd. Vorschr.).

SriNNERsches Zahnpulver.

Rp.

Rp.

Calcii carboniciMagnes. carboniciRhiz. Iridis pulv.Olei Menthae pip.

60,0

4,0

2,0

gtts.

Jkxkins' Zahnpulver.Calcii carbonici 30,0

Khiz. Iridis pulv. 15,0

Saponis medicati 7,5

Lapidis Pumicis sbtss. pulv. 7,5Ol. Wintergreen gtts. 8.