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Erg.Bd. (1908)
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Ipecacuanha.

kaloidgemisch (Emetin und Cephaelin). Anzahl der verbrauchten Kubikzentimetern / 10 -Säure X 0,0241 x 20 = Alkaloidgehalt in Prozenten. (Verfahren der Ph. Helvet. IV.)2. Zur getrennten Bestimmung der beiden wichtigsten Inhaltstoffeder Ipecacuanhawurzel (Emetin und Cephaelin) empfehlen Peerichs und de Fuentas Tapisfolgenden einfachen Weg: Man bestimmt zunächst den Gesamtgehalt nach der oben be-schriebenen Methode. Alsdann wiederholt man die Bestimmung, entfernt aber aus dem

Ätherauszug durch 3 maliges Schüt-teln mit etwa 10 ccm Natronlaugedas Cephaelin und .bestimmt daraufdas Emetin allein. Aus der Diffe-renz beider Bestimmungen ergibtsich die Menge des Cephaelins. Willman auch das Psychotrin ermitteln,so führt man eine dritte Bestim-mung aus, wobei man von vorn-herein mit Ätherchloroform aus-schüttelt. Von der Gesamtmenge derdrei Alkaloide subtrahiert man danndie Menge des Emetins und Cephae-lins. (Mol.-Gew. für ersteres = 248,für letzteres 234.) Vgl. hierzu eineweitere Methode von G. Fbommmein Ph. Ztg. 1903, S. 755.

3. Zur Prüfung der Ipeca-cuanhawurzel empfiehlt es sichferner, den Aschegehalt heranzu-ziehen, um besonders im käuflichenPulver größere Mengen unorgani-scher Substanz, zum Teil von derWurzel anhängender Erde her-rührend, nachzuweisen. Nach Pa-teeson darf eine gute brasiliani-sche (Rio-) Wurzel nicht mehr alsAsche ergeben, während Carthagenawurzel etwas mehr, meist 4 6 Proz.,

Pulver von Uragoga Ipecacuanhaf (nach Collie).«, a' Stärke in einfachen und zusammengesetzten Körnernccr kristallführende Zelle; fl Holzfaser; l Bast; pc, p'c' Bin-denparenchym; ra Kaphiden; tra Tracheiden; s Kork.

3,25 Proz.hinterläßt.

Es fordern bzw. gestatten:

Ph. Germ. IV Helv. IV Austr.VIlI Ned. IV Belg. III Svec.VIII U. St. VIII Jap. IIIAlkaloide 2,03 Proz. 2 Proz. 2 Proz. 2 Proz. 2 Proz. 2 Proz. 1,75 Proz. 2,03 Proz.Asche 1,8-4 Proz. 5 Proz. 1,8-6 Proz.

Im übrigen gibt vorstehendes mikroskopisches Bild eine Übersicht der charakte-ristischen Bestandteile des im Arzneimittelschatz eine so wichtige Rolle spielendenIpecacuanhapulvers, das im Handel schon häufig verfälscht (mit Dextrin, Kartoffelmehlu. dgl.) angetroffen worden ist. Das Pulver der Carthagenawurzel unterscheidet sich be-kanntlich von dem der Riowurzel nur durch die größeren Stärkekörnchen, welche eineGröße bis zu etwa 18 fi erlangen, im Gegensatz zu 9 fi bei Rio.

t Cephaelinum hydrOChloriCUm (nach Paul), C 14 H 19 N02.HCl, bildet ein amorphes,weißes oder gelblichweißes, in Wasser und Alkohol lösliches Pulver, welches als Emeticum inDosen von 0,0050,01 g Anwendung findet. Aufbewahrung: Vorsichtig und vor Lichtgeschützt.

f Vinum Ipecacuanhae. Der nach dem D. A.-B. IV hergestellte Wein bildet bekannt-lich nach längerer Zeit der Autbewahrung einen Bodensatz, der bei der Abgabe durch Fil-tration entfernt werden muß, da der Weinklar" zur Abgabe zu gelangen hat. Hierdurchwerden dem Wein aber wirksame Stoffe entzogen. Das läßt sich vermeiden, wenn man dem