Jodolum. Jothion.
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Beseitigung des JodoJormgeruchs. Nach Ricketts läßt sich der Geruch nach Jodo-form am sichersten durch eine nach gründlicher Waschung mit Seife erfolgende Einreibungmit Weinessig entfernen.
K.p.
Jodotormium desodoratum.
JodoformiiCort. Cinnamomi ceylan. ää p. aequ.Diese Mischung kann auch zu Jodoformpillenverarbeitet werden.
TJnguentum Jodoformti desodoratum.
Rp. Jodoform. 1,0
TJngt. Paraffini 20,0
Ol. Cinnamomi gtts. V.
JodOllim. (Zu Bd. II S. 135.)
f Jodol, das von Kalle & Co. in Biebrich a. Eh. als Jodoformersatz eingeführteTetrajodpyrrol, ist in Amerika, Italien und Spanien offizinell: Ph. U. St: JodolumC 4 J 4 .NH, ein leichtes, graubraunes, kristallinisches, geruch- und geschmackloses Pulver,in 9 Teilen Alkohol, 1,5 T. Äther, 105 T. Chloroform löslich, ebenso in fetten Ölen, sehrschwer in Wasser. Beim Erhitzen auf 140—150° entwickelt es Joddämpfe. Bei weiteremVerbrennen darf es höchstens 0,1 Proz. Asche hinterlassen. 0,5:100 mit Wasser ge-schüttelt soll das Filtrat mit Silbernitrat nur schwache Opalescenz zeigen (Jodwasserstoff-säure) und nach dem Schütteln mit Jodoform letzteres nur schwach gelb färben (Jod). —Ph. Hispan. VII: Pyrrol tetrajodatum, Tetrajodopyrrol C^HJ^N. Neben kurzenEigenschaftsangaben werden folgende Identitätsreaktionen angegeben: In Schwefelsäuregelöst, färbt es dieselbe vorübergehend grün. Die alkoholische Lösung wird durch Sal-petersäure rot gefärbt. — Ph. Ital. II: Jodolum, Tetrajodpyrrolo C 4 J 4 NH. Identi-tätsreaktionen: Über 100° erhitzt, entweichen Joddämpfe. Mit Ätznatron und Zinkstauberhitzt, entwickelt sich Pyrrol, welches als solches noch identifiziert werden kann. Prü-fung: Die alkoholische Lösung 0,25:10,0 darf durch Schwefelwasserstoff nicht verändertwerden. Die wässerige Ausschüttelung 0,5 : 10 soll durch Silbernitrat nicht verändertwerden (Jodide, Bromide). 0,1 g soll beim Veraschen keinen Rückstand hinterlassen.
Aufbewahrung. Vorsichtig und vor Licht geschützt.
Jothion.
f Jothionum, Jothion, 1.3-s-Dijodhydrin, 1.3-Dijodhydroxypropan,CH 2 J.CHOH.CH 2 J.
Darstellung. Nach Angaben der Fabrik durch Einwirkung von Jodwasserstoff-säure auf Glycerin; man gelangt zu dem s-Dijodhydrin auch durch Erhitzen von s-Diehlor-hydrin mit Jodkalium und Wasser im Salzbad.
Eigenschaften. Jothion ist eine schwach gelb gefärbte ölartige Flüssigkeit vonnicht unangenehmem Gerüche. Spez. Gew. 2,4—2,5. Es läßt sich nicht unzersetztdestillieren. In Wasser löst es sich etwa im Verhältnis von 1 : 75—80, in Glycerin 1:20;sehr leicht löslich ist es dagegen in organischen Lösungsmitteln, mit Ausnahme vonLigroin. Mit Lanolin, anhydric. lassen sich bis zu 60 proz., mit Vaselin. flav. americ. biszu 50 proz., mit einem Gemisch gleicher Teile Lanolin, anhydric. und Vaselin. flav. bis zu40 proz. Jothionsalben herstellen. (Das sog. Lanolin, pur. ist zur Salbenhereitung un-geeignet, weil das in ihm enthaltene Wasser durch Jothion abgeschieden wird.) Jothionenthält 79—80 Proz. Jod; es stellt somit kein chemisch reines Dijodhydrin dar, das81,4 Proz. Jod erfordern würde (Zehmk). Gegen Säuren ist das Präparat ziemlich be-ständig, dagegen spaltet es beim Behandeln mit Alkalien oder Ammoniak leicht Jod ab,ebenso beim Erhitzen.
Prüfung. Der Jodgehalt kann folgendermaßen bestimmt werden: Das Jothionwird mit überschüssiger 33proz. Kalilauge am Rückflußkühler 5—6 Stunden lang erhitzt,das Reaktionsprodukt nach dem Ansäuern mit Schwefelsäure unter Zusatz von Natrium-nitrit mit Schwefelkohlenstoff wiederholt ausgeschüttelt und die violette Lösung nach dem
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