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Erg.Bd. (1908)
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Jodoformii praeparata.

den Silbernitratüberschuß zurück. Von der angewandten Silbernitratlösung zieht man diezum Zurücktitrieren verbrauchte Anzahl Kubikzentimeter Rhodanaminoniumlösung ab. DerRest ist zur Bindung des Jods in Jodoform verbraucht. Jeder Kubikzentimeter der ver-brauchten n/ 10 -Silbernitratlösung entspricht 0,0131 g Jodoform. (Lehmann.)

Jodoformii praeparata.

Ichthol (nicht zu verwechseln mit Ichthyol!) besteht aus 420 g Lanolin, 420 gVaseline, 45 g Jodoform, 32 g Glycerin, 24 g Carbolsäure, je 12 g Lavendel- und Eucalyptusöl.Es wird gegen Jucken und Entzündungen der Haut empfohlen.

Jodolormanilin ist eine Lösung von Jodoform in Anilinöl (1:7), die bei Mittel-ohrkatarrh mit Vorteil angewendet worden ist. 5 Tropfen werden auf einem Wattetupferin da3 Ohr gebracht.

Jodolorm-Kalomel besteht aus gleichen Teilen Jodoform und Kalomel; als Wund-antisepticum empfohlen.

Jodoformsalol, ein bei 40° C schmelzendes Gemisch von Jodoform und Salol, wurdezur Ausfüllung erkrankter und ausgekratzter Knochenhöhlen bei Knochentuberkuloseempfohlen.

Bacilli Jodoformii, Jodoformstäbchen, Jodoformbougies. Man unterscheidet zwi-schen festen und biegsamen Jodoformstäbchen. Erstere werden zumeist mittels Ol. Cacaodargestellt, letztere unter Zuhilfenahme von Gelatine oder Traganth.

Jodoformstäbchen aus Kakaoöl erhält man schnell und zweckentsprechend, indem mandie vorgeschriebene Menge Jodoform mit etwas Mandelöl im Porzellanmörser anreibt, die er-forderliche Quantität Kakaoöl je nach Länge und Stärke des Stäbchens zufügt und dasGanze einer Pillenmasse ähnlich anstößt. Das Ausrollen in Stäbchen geschieht auf einerGlasplatte mittels etwas Talcum. Zur Bequemlichkeit legt man unter die Glasplatte dieZeichnung (Länge und Breite des gewünschten Stäbchens). Bei einem Durchmesser von 0,3und einer Länge von 3 cm bedarf es einer Menge Kakaoöl von 0,3 g pro Stäbchen.

Nach einer anderen Vorschrift für Harnröhrenstifte schmilzt man je 1 Teil weißesWachs und Lanolin mit 2 T. Kakaoöl zusammen, läßt erkalten und benutzt die so erhalteneMasse als Konstituens für die Stifte. Man wiegt 1 T. der Masse ab, fügt den beizumengen-den Arzneistoff bei und knetet in einem erwärmten Mörser durch. Dann stellt man ent-weder durch Ausrollen auf einer erkalteten Platte oder durch leichtes Schmelzen und Auf-saugen in eine Glasröhre die gewünschten Stifte her.

E. Dieterichs Manual enthält folgende Vorschriften: a) 25,0 fein gepulvertes Jodoform,70,0 grob gepulvertes Kakaoöl, 5,0 Ricinusöl. b) 50,0 fein gepulvertes Jodoform, 45,0 grobgepulvertes Kakaoöl, 5,0 Ricinusöl. Man knetet die Mischung zur bildsamen Masse und be-dient sich der Liehac sehen Bougiespritze oder rollt, wenn eine Spritze nicht zur Verfügungsteht, die Masse zu Stäbchen aus. Andere Rezeptformeln lauten:

Rp. Jodoform 3,0

Ol. Cacao pulv. 2,0

Gummi arab. 1,0

Ol. Amygdalar.

Glycerini au gtts. IV

Aqu. destill, qu. s. (gtts. IIIV).M. f. massa.

Diese, am besten mit Amylum auszurollendeMasse soll schöne und lange biegsam bleibendeStäbchen geben.

. Jodoform

8,0

Cerae 11 av.

4,0

Ol. Cacao

28,0

Man schmilzt das Wachs mit dem größten Teiledes Öles zusammen, reibt das Jodoform mitdem Rest des geschmolzenen Öles fein an,mischt und formt nach dem Erkalten mit einerBougiespritze Stäbchen.

Jodoformbougies olme Kakaoöl stellt man nach folgenden Vorschriften her:

II.j t Rp. Jodoform, pulv. 92,5

Gummi arab. 5,0

Aquae destill.

Glycerini ää 2,5.

Biese Vorschrift soll haltbare und biegsame Stäb-chen geben, die am besten auf einer Glasplatteausgerollt und bei sehr schwacher Wärme ge-trocknet werden.

III.Rp. Jodoform, pulv. 30,0

Gummi arab. 2,0

Tragacantn. 0,2

Glycerini

Aqu. destill, ää q. s.ut. f. bacill. Nr. XXX longit. 5 ccm.

Jodoform, pulv.

40,0

Gelatinae albae

10,0

Aqu. destill.

24,0

Glycerini

32,0

Spirit. saponat.

2,0.

Rp.

Die Masse wird im Wasserbad geschmolzen unddann in Glasröhren in die Höhe gesogen. Anden Glasröhren bringt man zur besseren Hand-habung einen passenden Gummischlauch an,durch den man saugt, und stellt dann die Glas-röhre in kaltes Wasser.