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Erg.Bd. (1908)
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Jodi praeparata.

Waschen mit Wasser in bekannter Weise unter Zusatz von Natriumbicarbonat mit Natrium-tbiosulfat titriert.

Anwendung. Das Jothion darf nur epidermatisch angewandt werden. Sowohlinterne wie subcutane Jothionapplikation ist wegen der Vergiftungsgefahr unzulässig.Das Jothion wird entweder rein oder besser mit der V-/ z2 fachen Menge Öl verdünntauf die Haut aufgepinselt resp. in Form einer 2550 proz. Salbe, mit Lanolin, anhydr.und Vaselin. americ. gemischt, äußerlich leicht eingerieben, und zwar unter öfteremWechsel der Applikationsstelle. Die Anwendung auf Schleimhäuten und an besondersempfindlichen Hautpartien (wie z. B. am Scrotum) ist nur in stärkerer Verdünnung(1025proz. Salben) angängig.

Aufbewahrung. Vorsichtig und vor Licht geschützt.

Jodi praeparata. (zuBd.ns.i36.;

Tinctlira Jodi. Versuche von La Wall über die Haltbarkeit der Jodtinkturhaben ergeben, daß eine aus 7 Proz. Jod, 5 Proz. Jodkalium und Alkohol bereitete Jod-tinktur (U. St. Pharm.) durchaus haltbar ist. Versuche mit Jodtinktur aus Jod undAlkohol und solcher aus Jod, Alkohol und 5 Proz. Chlornatrium zeigten, daß eine reineJodalkohollö'sung, wie sie das D. A.-B. IV vorschreibt, im Dunklen wie im Lichte sichganz bedeutend schneller zersetzt als Jodkalium oder Chlornatrium enthaltende Jod-lösungen. (Hugenholtz hatte vorher festgestellt, daß die Jodalkohollösungen sich ambesten halten, wenn man die Standgefäße nur zum Teil füllt und dem Tageslicht aus-setzt.) Der nach La Wall empfohlene und in der amerikanischen Pharmakopoe vor-geschriebene Jodkaliumzusatz soll, ebenso wie das Chlornatrium, nicht etwa die Löslieh-keit des Jods erhöhen, sondern die Bildung von Äthyljodid und Jodwasserstoff säurehintanhalten.

Jodanisol, Orthojodanisol, C 6 H 4 .0CH 3 .J, bildet eine gelbe oder rötliche Kristall-masse, die schon bei 47° schmilzt und sich in Alkohol und Äther löst. Es wirkt anti-septiscb. (Para jodanisol ist ein Spaltprodukt des Isoforms; s. Isoformium.)

Jodalbin wird eine Jodeiweißverbindung mit 21,5 Proz. Jod genannt, die sich inalkalischen Flüssigkeiten löst, dagegen nicht in Wasser und Säuren. Jodalbin soll anStelle von Jodalkalien Anwendung finden. Fabrikant: Parke, Davis & Co. in Detroit(Michigan).

Jodan ist eine Lösung von 25 Proz. Jod in Gänsefett, die innerlich an Stelle vonJodalkalien empfohlen worden ist.

Jodcasein, Caseinum jodatum, wird durch Fällen einer Caseinnatriumlösung mitJodkalium als gelbes Pulver erhalten und als Wundantisepticum gebraucht.

Jodolei), ein Jodoleiweißpräparat, ist ein gelbliches, vollkommen geruch- und geschmack-loses Pulver. Es kommt als Jodolenum externum mit 36 Proz. Jodol in den Handel,sowie als Jodolenum internum mit 910 Proz. Jodol. Letzteres soll ein Ersatzmittelder gebräuchlichen Jodpräparate sein, ohne Erscheinungen von Intoxikation und Jodismushervorzurufen. Bei äußerlicher Anwendung soll das Mittel als ungiftiges und reizloses Anti-septicum wirken. Fabrikant: Kalle & Co. in Biebrich a. Rh.

Jodosinpräparate sind Jodeiweißverbindungen; das Jodosinum purum ist ein15 Proz. Jod enthaltendes Pulver, welches zur Dispensation mit Zucker gemischt wird. DieDosis beträgt 0,25 g an Stelle von 1 g Jodkalium. Der Liquor Jodosini enthält0,25 Proz. Jod; Erwachsene nehmen 3mal täglich 1 Eßlöffel, Kinder 1 Teelöffel bis 1 / 2 Eß-löffel voll. Bezugsquelle: Apotheker W. Hdnrath in Kassel.

Jodosolvin ist ein Jodpräparat, in welchem 15 Proz. Jod enthalten sein sollen inölig emulsionsartiger Form". Das Präparat soll in seiner Wirkung dem Jodvasogen ähn-lich sein, kann aber auch innerlich angewandt werden. Fabrikant: Einhorn-Apotheke inAltona.

Jodpapier, Topique jode, ist eine von französischer Seite vorgeschlagene praktische Formder äußerlichen Jodanwendung, welche darin besteht, daß man Fließpapier mit Jodjodkaliumund Kaliumbisulfat tränkt, trocknet und vor dem Auflegen auf die der Jodwirkung auszu-setzende Hautstelle wieder befeuchtet.