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Erg.Bd. (1908)
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Guajaoolum.

Anwendung. Bei tuberkulösen Sarkomen in gleichen Teilen Alkohol und Glyceringelöst subcutan. Dosis 0,05 g.

t Gliajaform, Geoform, eine Verbindung von Guajakol mit Pormaldehyd, ist alsMethylendiguajakol von der Zusammensetzung

CH 3 0 n .

CH 2 C 6 H 3 <

OHOCH,

zu betrachten. Es wirkt weder giftig noch ätzend.

Eigenschaften und Anwendung. Das Guajaform ist ein gelbes, geschmack-loses Pulver, in frischem Zustande auch geruchlos. Wird es einige Tage trocken auf-bewahrt, so nimmt es einen vanilleartigen Geruch an. In Wasser und Äther ist es un-löslich, löslich in Alkohol sowie Kali- und Natronlauge. Es wird als ungiftiges Guajakol-präparat empfohlen. Fabrikant: Dr. G. F. Henning in Berlin SW.

Guajamarum, Guajamar, Oresol, Oreson, Guajakolgrycerinäther, C 6 H 4 <2"i]| H702entsteht durch Einwirkung von Guajakol auf Glycerin unter Druck bei Anwesenheitwasserentziehender Mittel oder aus Monochlorhydrin und Guajakolalkali. Trockenes weißeskristallinisches Pulver von bitterem, aromatischem Geschmack, löslich in etwa 2 TeilenWasser, ferner in Alkohol, Äther, Chloroform, Glycerin usw. Schmelzp. 75°. Es soll An-wendung finden in Dosen von 0,21 g 3 mal täglich, hauptsächlich als Darmdesinficiens;auch zur äußerlichen Applikation wurde es empfohlen.

Gliajaquin soll aus gleichen Molekülen Guajakolsulfosäure und Chinin bestehen undfolgende Formel besitzen: C 6 H,,P 2 CH 3 HS0 3 .C 21) H 24 N 2 0 2 . Es stellt ein gelbes, bitteres,sauer schmeckendes, in Wasser, Alkohol und verdünnten Säuren leicht lösliches Pulverdar. Es vereinigt die therapeutischen Eigenschaften der Komponenten und wirkt nichtätzend. Fabrikant: E. Mebck in Darmstadt.

Gliayarsin wird als unschädliche Guajakolarsenverbindung bezeichnet und zu einemGuayarsinsirup verarbeitet, der in 10 g 0,005 g Arsen, 0,2 g Guajakol neben chlor-hydrophosphorsaurem Calcium und Zimtsäure enthält. Fabrikant: Dr. A. Kopp in Straß-burg i. E.

f GuajakolpiperidinjGuajaperoljGuajaperonjPiperidinumguajacolicumjCjHnNH.0H.C e H 4 .0CH3, entsteht durch Wechselwirkung der Komponenten in Benzol- oder Petroleum-ätherlösung. Es kristallisiert in Nadeln oder Blättchen, schmilzt bei 7980° und löstsich bis zu 3,5 Proz. in Wasser, auch in Alkohol und Äther. Mineralsäuren und Alkalienspalten es in Guajakol und Piperidin. Wegen seiner Löslichkeit in Wasser soll es anStelle von Guajakol und Guajakolcarbonat in Dosen von 0,31,8 g täglich gegeben werden.

Gliajasanol, das salzsaure Salz des Diäthylglykokoll-Guajakols,

C eH l < 0.C0 3 .CH 2 .N(C 2 H 6 ) 2 .HCl,

kristallisiert in weißen Prismen vom Schmelzp. 184°, die schwach nach Guajakol riechen,einen salzigen, bitteren Geschmack haben und in Wasser außerordentlich leicht löslichsind. Im Organismus spaltet das Präparat Guajakol ab. Es ist ungiftig, ätzt nicht, wirdleicht resorbiert und wirkt anästhesierend, antiseptisch (etwa wie Borsäure) und desodori-sierend. Dosis bis zu 12 g täglich per os oder subcutan verabreicht, soll bei der Behand-lung der Tuberkulose Anwendung finden. Fabrikant: Farbwerke vorm. Meistee, Lucius& Bbüning in Höchst a. M.

Gliatannin, Guajaoolum tanno-cinnamylieum, ein gegen Lungenschwindsucht,Bronchialkatarrh usw. angepriesenes Präparat, stellt eine Verbindung von Guajakol, Zimt-säure und Tannin dar, welche nach dem D. R. P. Nr. 133299 dargestellt wird. Das Gua-tannin ist in kaltem und heißem Wasser unlöslich. Es kommt in Form von Pillen mit0,05 g Guatannin pro dosi in den Handel.

Monotallim, der Methylglykolsäure-Guajakolester, zeigt folgende Formel:

C 6 H 4<o.COCH,OCH 3 .