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Guajacolum.
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Darstellung (D. R. P. 171790). Durch Einwirkung- von 124 Teilen Methoxyacetyl-chlorid auf eine Lösung von 4 T. Guajakol und 40 T. Natriumhydroxyd in 1000 T. Wasser.
Eigenschaften und Identifizierung. Farblose, schwach aromatisch riechende,ölige Flüssigkeit vom Schmelzp. 156° (bei ca. 15 mm Druck), bei 0° noch nicht erstarrend.Monotal löst sich leicht in Alkohol, Äther, Benzol, Chloroform und fetten Ölen, schwer inWasser. Durch Alkalien läßt es sich leicht verseifen; beim Ansäuern der alkalischenLösung tritt der Geruch nach Guajakol auf. Durch Ausätheru und Verdunstenlassen desÄthers läßt sich letzteres isolieren und gibt beim Lösen in Weingeist mit Eisenchloriddie bekannten Reaktionen. Die Lösung des Monotals in Weingeist (1:10) darf dagegendurch FeCl 3 nicht verändert werden. Werden 3 Tropfen Monotal mit 2 ccm konz.Schwefelsäure erw r ärmt, so färbt sich die Mischung beim Erwärmen schön kirschrot.
Prüfung. Die gesättigte wässerige Lösung, erhalten durch Schütteln von 1 ccmMonotal und 50 ccm Wasser und Abflltrieren, soll neutral reagieren und darf weder durchSilbernitrat, noch durch Bariumchlorid oder Eisenchlorid verändert werden.
Anwendung. Monotal ist ein äußerlich zu gebrauchendes Guajakolpräparat, dasdie Ätzwirkung und die giftigen Eigenschaften des reinen Guajakols nicht besitzt. Eswird als Linderungsmittel gegen Schmerzen verschiedener Art, wie Neuralgie, Ischias,Gicht, nervöse Schmerzen der Neurastheniker, Venenentzündung und Seitenstechen,das mit Erkrankungen der Atmungsorgane zusammenhängt, empfohlen; ferner zur Unter-stützung der internen Phthisistherapie. Das Monotal wird 1—2 mal täglich auf dieschmerzenden Stellen aufgepinselt oder leicht eingerieben: entweder unverdünnt, inSalbenform oder mit Öl gemischt. Fabrikant: Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.in Elberfeld.
Sullacetill. als die Kalium-Natriumverbindung (?) der Brenzkatechinmonoacetsäurcund der Guajakolsulfosäure bezeichnet, wird bei Tuberkulose und anderen Krankheiten derLunge und des Halses, teilweise auch als billiger Ersatz für Guajacetin (Bd. I S. 1259)empfohlen. Fabrikant: Dr. van Gember & Dr. Fehlhaber in Berlin-Weißensee.
Aphthisinsirup ist ein Sirupus Guajacoli comp, der Firma G. Hell & Co , Troppau.
Chlorojodolipol ist ein Chlorsubstitutionsprodukt von Phenol, Kreosot und Guajakol,welches zu Inhalationen gegen chronische Leiden der Luftwege empfohlen worden ist.
Dentila, ein Zahnschmerzmittel, enthält nach Angabe des Fabrikanten Guajakol 1,0,Mastix 0,4, Sandarak, Myrrhe je 0,2, Ol. Menth, pip., Ol. Anisi, Ol. Caryophyllor. je 0,05 inAlkohol 5,0 gelöst.
Dr. Ernis Tuberkulosepillen oder Ferroguajacinnamylpillen enthalten zimtsauresNatron, guajakolsulfosaures Natron und gezuckertes Eisenkarbonat. Bezugsquelle: C. Fr.Hatjsmann in St. Gallen.
Dr. Ernis Tuberkulosepulver oder Ferroguajacinnamylpulver entspricht in seinerZusammensetzung den Pillen; nur ist ihm noch etwas Pfefferminzöl beigefügt. Ein halberKaffeelöffel entspricht 1 g der Guajakol-Zimtsäure-Eisencarbonatmischung. Bezugsquelle:O. Fr. Hausmann, Hecht-Apotheke in St. Gallen.
Ferrissol soll aus Zimtsäure und Guajakol hergestellt werden. Ein in Wasser leichtlösliches Pulver, wird gegen Tuberkulose empfohlen. Dosis innerlich 1 g 1—2mal täglichoder als intramuskuläre Injektion zu 0,9—2,7 ccm einer lOproz. Lösung.
Ferrocolin ist eine Mischung von peptonisiertem Guajakoleisenalbuminat mit Sirup.Thymoli, die bei Skrofulöse, beginnender Tuberkulose, Bronchialkatarrh, Keuchhusten,Bleichsucht und Blutarmut angewendet werden soll. Fabrikant: Apotheker Kreher inLichtenfels a. M.
Guajacose wird die 5 Proz. guajacolsulfosaures Calcium enthaltende flüssige Guajakol-somatose der Elberfekler Farbwerke genannt.
Guathymin, gegen Erkrankungen der Atmungsorgane empfohlen, enthält nach Angabedes Fabrikanten 7 Proz. Kai. sulfoguajacolic, 4 Proz. Thymianextrakt, 2 Proz. aromatischeSubstanzen und als Hauptbestandteile Honig und Glyeerin. Fabrikant: Apotheker G. Lepeiinf.m Königsberg i. Pr.
Histosan, als Triguajacolalbuminat bezeichnet, wird ein zur Behandlung derTuberkulose empfohlenes Präparat genannt, dessen wesentlicher Bestandteil eine Guajakol-eiweißverbindung sein soll. Es kommt als Histosansirup und -pulver in den Handel.Von ersterem gibt man täglich 3—4mal einen Tee- oder Eßlöffel voll, von letzterem ebenso-oft 0,25—0,5 g. Fabrikant: Dr. H. C. Fehrlin in Schaffhausen.