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Erg.Bd. (1908)
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359
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Guajacolum.

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steht die bekannte Guajakolreaktion. Kaliumpermanganat gibt einen blutroten Nieder-schlag. Kalte Schwefelsäure gibt einen rosa, dann grauen Niederschlag, der sich beimErwärmen wieder auflöst. Alkalihypochlorite geben blutrote Niederschläge, (v. Babbabyund Rebec.)

Anwendung. Gegen Tuberkulose in Form öliger Lösungen als subcutaneInjektion. Aufbewahrung: Vorsichtig!

f Duotalum (siehe Bd. I S. 1255). Ph. Austr. VIII: Guajacolum carbonieum.Weißes, kristallinisches, fast geruch- und geschmackloses Pulver, unlöslich in Wasser,wenig löslich in kaltem, leicht löslich in heißem Weingeist, Äther und Chloroform.Schmelzp. 7884°. Die weingeistige Lösung reagiert neutral und wird durch Eisenchloridnicht charakteristisch gefärbt. Ph. Belg. III: Carbonate de Gaiacol. Ph. Hisp. VII:Carbonas Guakacoli, Aether guaiacylcarbonicus, Carbonato de Guayacol. Schmelzp.8690°! Ph. Ital. II: Carbonas Guajaeoli, C 15 H u 0 5 , Schmelzp. 8990»! Identitäts-reaktion: Man kocht mit alkoholischer Kalilauge, verdünnt mit Wasser, sättigt mit Salz-säure und fügt Eisenchlorid hinzu: grüne bis rotbraune Guajacolreaktion. Prüfung: Diewässerige Anschüttelung (0,5:10) soll neutral reagieren und mit Silbernitrat sich nichtverändern. 0,1 g Duotal soll ohne Rückstand verbrennen. Ph. Nederl. IV: CarbonasGuaiacoli (C 6 H 4 .0CH 8 ) 2 C0 3 . Schmelzp. 87,588°! Identifizierung wie in Ph. Ital. Prü-fung: Die wässerige Anschüttelung (1:5) soll durch Eisenchlorid nicht braun oder blaugefärbt und durch Silbernitrat nicht getrübt werden. In der lOfachen Menge Schwefel-säure soll Duotal sich farblos lösen. 0,5 g sollen ohne Rückstand verbrennen.Ph. U. St. VIII: Guaiacolis Carbonas, Gualacol Carbonate (C 7 H 7 0) 2 C0 3 . Schmelzp. 84 bis87°. Identifizierung und Prüfung etwa wie Ph. Belg. Aufbewahrung: Vorsichtig!

{ EllCOl, Guajacolum aceticum, Essigsäure-Guajakolester, eine farblose Flüssigkeit,spez. Gew. 1,138, Siedep. 235240°, mit Äther und Alkohol mischbar, in Mandelöl zu20 Proz. löslich. Das Eucol wird als leicht resorbierbares Guajakolpi'äparat subkutan in-jiziert. Fabrikant: Cabxo Erba in Mailand.

Eligilform, teilweise acetyliertes Methylendiguajakol, ist ein fein verteiltes, fastgeruchloses, grauweißes" Pulver, das durch Einwirkung von Pormaldehyd auf Guajakol undnachfolgende Acetylierung gewonnen wird. Es wirkt schmerzlindernd und reizstillendund wird in Form von Streupulver oder als 510 proz. Salbe angewendet. Euguformumsolubile ist eine 50 proz. Lösung des Euguforms in Aceton. Es wird wie das trockenePräparat in Form von Pasten, Salben oder auch unverdünnt angewendet. Fabrikant:Chemische Fabrik Güstrow (Dr. Hillringhatjs und Dr. Heilmam) in Güstrow i. M.

t Gliajadol, Parajodguajakol, zeigt folgende Zusammensetzung:

COCH 3

hoc/ V ,CH

HC

\

iCJ

CH

Darstellung. Benzolazoguajakol wird durch Reduktion in Aminoguajakol über-geführt und dieses diazotiert. Das Diazoprodukt wird in wässeriger, mit Schwefelsäureangesäuerter Lösung mit Jodkaliumlösung versetzt. Nach kräftiger Agitation fügt mandem Reaktionsgemisch noch eine konzentrierte Lösung von Natriumhyposulfit, Mono-natriumphosphat und Kupfersulfat zu. Darauf wird das gebildete Parajodguajakol mitWasserdampf abdestilliert.

Eigenschaften. Farblose, angenehm riechende, scharf schmeckende, in Wasserkaum, aber leicht in organischen Lösungsmitteln (Alkohol) lösliche Masse, die luft- undlichtbeständig ist. Die konzentrierte alkoholische Lösung färbt sich mit 1 Tropfen Eisen-chloridlösung tief grün.