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Erg.Bd. (1908)
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Djamboe. Duloamara. Ecballium. Echinacea.

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Djamboe.

Folia Djamboe, Folia Djambu, Folia Psidii Ph. Nederl. IV, die Blätter vonPsid'llim Guyava Riddi oder Psidilim pyriferum L., Gattung der Myrtaceae. DieDjambublätter enthalten Harz (Guavin) 3,15 Proz., Fett 5,90 Proz., flüchtiges Öl 0,365 Proz.,Gerbstoff (Psiditanninsäure) 9,15 Proz. usw.

Beschreibung. Die Blätter sind kurzgestielt (Stiel durchschnittlich 1 cm lang),einfach, bis 14 cm lang, oval bis länglich, zugespitzt, ganzrandig; der Band schwachumgebogen. Ihre Farbe ist dunkelgraugrün, die der Blattnerven rötlichbraun. Im durch-scheinenden Lichte erscheinen die Blätter punktiert durch die im Mesophyll vorhandenenSekretbehälter. Die ziemlich glatte Blattoberfläche ist hier und da mit kurzen, weißlichenHaaren besetzt. Geruch schwach aromatisch, Geschmack ebenso und zugleich adstringierend.

Anivendung. Die Blätter werden bei Magen- und Darmkatärrhen als 5proz. Auf-guß (stündlich ein Eßlöffel für Erwachsene) sowie gegen Appetitlosigkeit empfohlen. Auchkomprimierte Pastillen (zu 0,5 g), von denen man Kindern je eine alle zwei Stunden,Erwachsenen 2 jede Stunde gibt, sowie ein Fluidextrakt (20 Tropfen stündlich) werdenverwendet. Letzteres gibt man am besten in Kognak. In ihrer Heimat gelten die Blätterauch als Wund- und Fiebermittel.

Tinetura Djamboe vinosa, Vinnm Djamboe, aus Folia Djamboe und Wein 1 : 10bereitet, soll als Ersatz der üblichen Choleratropfen bei Diarrhöe gute Dienste leisten.

Dulcamara. (zu Bd. i s. 1047.)

Solanum Dulcamara L

Bestandteile. Die Inhaltstoffe hat Davis von neuem studiert. Außer dem be-kannten Glykosid Dulcamarin isolierte er die Base Solanin, die durch Hydrolyse inSolanidin und Zucker gespalten wird, ferner Solanein, das dem Solanin ähnlich seinund bei der Spaltung ebenfalls Solanidin und Zucker liefern soll. Das Solanin desHandels hält Davis für ein Gemisch von Solanin und Solanidin, so daß die für Sola-nin aufgestellte Formel C 28 H 47 NO 20 -2H 2 O noch nicht ganz sicher erscheint.

Ecballium. (Zu Bd. 1 s. 1048.)

Ecballium Elaterium (L.) A. Rieh.

Bestandteile. Elaterin, das wirksame Prinzip der Spritzgurke, ist neuerdingsmehrfach auf seine elementare Zusammensetzung und Konstitution untersucht worden. Feststeht, daß die bisher angenommene Formel C 20 H 28 O 5 nicht zutrifft. Nach v. Hemmelmaykkommt dem Elaterin die Formel C 24 H 34 0 6 oder C 24 H 32 0 6 zu. (Berg gibt C 28 H 38 0 7 ,Mann C 22 H 30 0 6 an.) Es zerfällt durch Einwirkung von verdünnter Schwefelsäure in Ela-teridin, C 22 H 32 0 6 , und Essigsäure, ist also als der Monoessigsäureester des Elateridinsanzusprechen. Thoms nimmt an, daß dem Elaterin sehr wahrscheinlich ein Naphthalinkernzugrunde liegt.

Echinacea.

Gattung der Compositae-Helianthoideae.

Echinacea angUStifolia D. C, heimisch im westlichen Nordamerika, hauptsäch-lich in Kansas und Nebraska, wo die Pflanze Black Samson genannt wird. Verwen-dung findet die Wurzel: Radix Echinaceae angusttfoliae.

Beschreibung. Die Wurzel ist braun bis rotbraun, längsrunzelig und zeigt aufdem Querschnitt gelbliche Holzstrahlen, die durch ein grünliches Mark voneinander ge-