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Erg.Bd. (1908)
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Elemi.

trennt sind. Geschmack anfangs süß, bei längerem Kauen zusammenziehend und scharfbitter. Der Genuß der Wurzel ruft reichliche Speichelabsonderung hervor.

Bestandteile. Geringe Mengen eines Alkaloids, das an der Wirkung nicht be-teiligt sein soll, viel Zucker und eine unangenehm scharf schmeckende Säure, die manals den Träger der therapeutischen Wirksamkeit bezeichnet.

Wirkung und Anwendung. Die Wurzel wurde schon früher von den Sioux-Indianern gegen Schlangenbiß, Insektenstich und als Wundheilmittel verwendet. Neuer-dings empfiehlt man sie als blutreinigendes und mildes antiseptisches Mittel bei Kar-bunkeln, Abszessen, Typhus und Meningitis. Nach Stinson soll sie auch geschlechts-erregend wirken; sie soll bei erhaltener Potenz wie auch bei Pseudo-Impotenz Erektionenhervorrufen. Verwendung findet die Droge in Form von Fluidextrakt, von dem 2 stündlich10 Tropfen mit Wasser bis zum Schwinden der Symptome gegeben werden. Äußerlichwerden 2060 Tropfen des wässerigen Fluidextraktes (1:3) auf die Schleimhaut desPenis aufgepinselt; schon eine einzige Pinselung soll eine Erektion herbeiführen.

Extractum Eohinaceae angustifoliae fluidum, aus der Wurzel bereitet, wird gegenHämorrhoidalbeschwerden empfohlen. Man gibt es mit gleichen Teilen Hamamelisextraktgemischt; Dosis 7 ccm der Mischung per rectum.

Elemi. (Zu Bd. i s. 1050.)

Manila-Elemi.

Abstammung. Nach Mebkill stammt das im Handel befindliche, vorwiegend aufLuzon gesammelte Manila-Elemi von CatiarilllTI luzoniClIITl Gray. Man nennt dasHarz auf den PhilippinenBrea" und bezeichnet damit auch noch die Produkte andererCanariumarten, doch wirdElemi" dort fast ausschließlich von C. luzonicum ge-wonnen, das zwar der bisher als Stammpflanze geltenden C. commune L. nahe verwandt,doch mit ihr nicht identisch ist.

Bestandteile und Eigenschaften. Aus Manila-Elemi ist eine weitere kristall.Substanz, das Brein (Baup), isoliert worden, für welches Vestebbekg den Schmelzpunkt216217° und die wahrscheinliche Formel C 30 H 48 (OH) 2 angibt.

Tschieoh und Saal isolierten neuerdings aus Manila-Elemi Manamyrin C 30 H 60 0,a- und /S-Manelemisäure C 37 H 56 0 4 bzw. C 44 H 80 0 4 , Bryoidin C 21 H 42 0 3 , Maneleresen

Tschieoh stellte fest, daß allen eigentlichen Elemiharzen der Stoff Amyrin eigen-tümlich ist, der jedoch stets aus 2 Isomeren, a- und /S-Amyrin vom Schmelzp. 181° bzw.192° besteht, deren Mischkristalle in der Begel bei 170171° schmelzen. Ferner ent-halten alle Elemisorten in der Hauptsache unverseifbare Bestandteile, Resene, meist ineiner Menge von 3040 Proz., Yucatan-Elemi sogar 6070 Proz. Die Säure- und Ver-seifungszahlen der Elemiharze liegen verhältnismäßig niedrig; K. Dieterich fand fürweiches Manila-Elemi: Säurezahl 17,7724,48 (meist 1819), Verseifungszahl heiß25,2049,98 (meist 2526).

Thoms untersuchte den Harzsaft von Canarium samoense Engl. (Mafoa- oderMaalibaum), heimisch auf Samoa, und bezeichnet denselben als elemiartiges Harz. Eserinnert im Geruch au Terpentin und Fenchel und enthält einen dem Amyrin ähnlichen Stoff.

01. Elemi, Elemiöl. Der Gehalt des Harzes an ätherischem Öle beträgt bis zu30 Proz. Das spez. Gewicht des Öles liegt bei 15° zwischen 0,87 und 0,91, die opt.Drehung (100 mm-Rohr) beträgt zwischen 4~38° und -|~53°. Es löst sich in 0,55 Vol.und mehr 90 proz. Alkohols.