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Erg.Bd. (1908)
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Dita.

nicht nachstehen. Mit dem daraus hergestellten Dialysat erzielte Schwarzenbeck meistgute Erfolge, die Boudqest bestätigt. Demnach liegt kein Grand vor, die Blätter vonD. grandiflora vom Arzneigebrauche auszuschließen.

ff Digalen. sog. Digitoxinum solubile, von Cloetta eingeführt, bildet einen weißen,amorphen Stoff, der seiner chemischen Zusammensetzung nach vollkommen identisch mitdem kristallisierten Digitoxin sein soll (nach Kiliani aber wahrscheinlich als hochpro-zentiges Digitalein anzusprechen ist!). Die amorphe Substanz unterscheidet sich aberhauptsächlich durch ihre ungleich größere Wasserlöslichkeit von dem kristallisierten Digi-toxin sowie dadurch, daß seine Diffusionsfähigkeit ganz bedeutend größer ist als die deskristallinischen Glukosides. Da nun die Beizerscheinungen des letzteren wie auch derlangsame Eintritt der Wirkung mit dieser schweren Diffusionsfähigkeit zusammenhängenkönnen, so war bei dem amorphen Digitoxin eine bedeutende Beduktion dieser beidenÜbelstände zu erwarten. Diese Voraussetzung wurde durch Versuche bestätigt. Das Di-galen kommt in wässeriger Lösung mit 25 Broz. Glycerin versetzt in kleinen Fläschchenzu 15 com in den Handel. Jedes Kubikzentimeter der Lösung entspricht genau 0,3 mgdes amorphen Digitoxins = 0,15 g Fol. Digitalis. Das Fräparat soll sowohl per os alsauch subcutan und per rectum Anwendung finden und die volle Wirkung der Digitalisentfalten. Die gewöhnliche Dosis für Erwachsene beträgt 0,3 mg, Maximaldosis 0,6 mgpro dosi, 1,2 mg pro die. Fabrikant: Hoffmann-La Boche & Co. in Basel. Aufbewah-rung: Sehr vorsichtig!

f Digitalysatlim Bürger wird ein aus frischen, an trockenen, sonnigen Tagen ge-sammelten Blättern hergestelltes Digitalispräparat von gleichbleibendem, eingestelltem Wirkungs-werte genannt. In 1 g sind 0,7 mg Kohcligitoxin (= 1 g frischer oder 0,2 g trockener Blätter)enthalten. Das Präparat wird innerlich und subcutan angewendet. Fabrikant: Joh. Büegekin Wernigerode a. H. Aufbewahrung: Vorsichtig! Maximaldosis: lg pro dosi,5 g pro die.

f Extractum Digitalis liquidumDenzel" ist ein sehr wirksames Fluidextrakt,von welchem 5 Teile einem Teil Digitalisblätter entsprechen. Aufbewahrung: Vor-sichtig !

f Infusum Digitalis concentratum 1:1. 100 Teile frisch gesammelter, getrockneterBlätter werden mit 1000 T. Wasser infundiert. Der filtrierten Kolatur fügt man 50 T. Gly-cerin zu und dampft (möglichst im Vakuum) auf 100 T. ein. Ein so hergestelltes konzen-triertes Infusum soll sehr haltbar und in seiner Wirkung durchaus beständig sein. Eineandere, ebenfalls sehr empfohlene englische Vorschrift, die ein lOproz. Infusum liefert, lautet:Fol. Digitalis pulv. 10,0, Spiritus 20,0, Aqua Chloroform, qu. s. ad 100; durch Mazeration zubereiten.

{ Oleum Digitalini, Huile digitalique Nativelle, ist eine für die hypodermatische Digi-talisanwendung empfohlene, unter leichtem Erwärmen erhaltene haltbare Lösung des Digi-tales in Öl. Es enthält im Kubikzentimeter 0,125 mg Digitalin.

f Tinctura Digitalis, eingestellt, der Firma Dr. Siebert & Dr. Ziegenbein inMarburg besitzt einen Giftwert von 0,4 g Tinktur auf 100 g Froschgewischt.

t Tinctura Digitalis ex herba recente. Ergänzb. III. Rp. Fol. Digitalis recent.contus. 5,0, Spiritus 6,0.

Hoffmanns Asthma-RäucherpulverVesuv" von Apotheker G. Hoeemann in Dres-den-A. enthält Stramoniuni, Digitalis, Hyoscyamus, Belladonna, Salpeter, Anis und Fenchel.

Dita. (Zu Bd. I S. 1044.)

f Ditainum hydrOChloriClim, Echitaminchlorhydrat, ein glykosidisches Alkaloidder Ditarinde, bildet farblose, wasserlösliche Kristalle und dient als Febrifugum in Dosenvon 0,010,05 g.

Aufbewahrung. Vorsichtig \