Camellia. Gamphora.
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Camellia.
Camellia driipifera. Lour., Familie der Temstroemiaceae. Ein in Oochinchina und
Tonkin einheimisoher, bis 4 m hoher immergrüner Baum (dort Oaj'deau-So gen.), dessenSamen zur Gewinnung ihres fetten Öles benutzt werden. Die Ernte von einer Pflanzebeträgt 20—25 kg Samen, die etwa 28—35 Proz. eines strohgelben fetten Öles von an-genehmem Gerüche und Gesehmacke enthalten. Das Öl besitzt das spez. Gew. 0,980 undwird schwer ranzig. Mit Kalkwasser gibt es beständige Linimente, nicht so mit Salmiak-geist. Man empfiehlt das Öl als billiges Rohmaterial zur Seifenfabrikation, auch alsSpeise- und Haaröl.
Gamphora. iz« Bd. i s. 578.)
Die neueren Untersuchungen Shibasawas lehren, daß der Inhalt der Ölzellen,welche sich in allen Teilen des Kampherbaumes, und zwar schon frühzeitig vorfinden, beijüngeren Pflanzenorganen nur ätherisches Ol ist, dessen Menge sich mit dem Alter derPflanze (in den Blättern) vermehrt und allmählich in kristallinischen Kampher übergeht.Der Umwandlungsprozeß nimmt einige Jahre in Anspruch. Die Kampherbildung erfolgtausschließlich in den Ölzellen. Die Zahl derselben ist von klimatischen und Standort-Verhältnissen abhängig und damit auch der Beichtum der Bäume an Kampher.
Produktion. Der Kampherbaum ist in ganz Ostasien verbreitet; die größtenBestände finden sich aber auf der Insel Formosa; 9 / 10 des gesamten in den Handel kom-menden Kamphers werden daselbst produziert, und nur etwa x / 10 wird in Altjapan undin einzelnen chinesischen Provinzen, z. B. Tonkin, gewonnen.
Die primitive Gewinnung in Ostasien veranschaulicht nachstehende interessanteSkizze:
Hohspäne
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Fig. 31. Kampherofen in Izu. Fig. 32. Kondensationskasten.
« Feuerungsstelle, b Kessel mit durchlöchertem Deckel, 0 Trichterröhre zum Eingießen von Wasser in denKessel, d Bottich mit den zu destillierenden Kampherholzspänen, von einer Lehmwand umgeben, e Öffnungzum Herausnehmen der destillierten Späne, / Bambusröhre zum Überleiten der Kampherdämpfe in denKondensator, sr unterer Kasten mit Wasser, h Kondensationskasten mit sieben Abteilungen (die Pfeile zeigenden Weg an, den der Dampf des Kamphers und Wassers nimmt), i kleinerer Kondensationskasten, k Aus-tritt der Dämpfe, l Wasser, m Wasserzuleitungsröhre.■
Kampher ist zurzeit eine interessante, aber im Vergleich zu früher auch eine rechtteuere Droge. Der Preis dafür hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt, oft fastverdreifacht. Daran mögen verschiedene Verhältnisse schuld haben. Erstens der steigendeBedarf in der technischen Industrie (Celluloid- und Pulverfabrikation), der Raubbau, derrussisch-japanische Krieg und nicht zuletzt die strenge Monopolisierung dieser Drogeseitens der rührigen Japaner. Infolge unregelmäßiger und knapper Lieferung des Roh-