Calamus. Calaya. Caloii praeparata.
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Calamus.
(Zu Bd. I S. 536.;
Die japanische Kalmuspflanze stimmt nach Untersuchungen von Asahina mitdem europäischen Acorus Calamus L. morphologisch überein. Es wurden daraus3 Proz. gelbliches ätherisches Öl erhalten, welches von dem europäischen abweicht; es ent-hält u. a. Methyleugeuol, vermutlich auch ein Sesquiterpen, aber nicht das im europäischenÖle nachgewiesene Terpen C 10 H 16 . Mit Essigsäure und Schwefelsäure gibt es grüne Färbung.
Prüfung und Verfälschungen. Kalmuswurzel enthält nach Winkel einen mitVanillin-Salzsäure sich rot färbenden Stoff, der nicht gleichmäßig über das ganze Parenehymverteilt, sondern auf bestimmte Zellen beschränkt ist. Diese Zellen färben sich bei Be-handlung des Kalmuspulvers (oder seiner Mischungen) mit dem Keagens rot, was bei dermikroskopischen Untersuchung zum Nachweise des Kalmus verwertet werden kann; siestimmen in ihrer Größe mit den stärkehaltigen Zellen überein.
Eine grobe Verfälschung von Kalmuspulver mit Kieselgur ist beobachtet worden.Neben niedrigem Extraktgehalt wurden 31 Proz. Asche gefunden; die Bestimmung desExtrakt- und Aschegehaltes ist daher empfehlenswert. Pharm. Au Striae. VIII fordertnicht weniger als 18 Proz. alkoholisches Extrakt, nicht mehr als 6 Proz. Asche.
Oleum Calami, Kalmusöl. Von Bestandteilen wurden nachgewiesen: freie Fett-säuren, Eugenol, Asaron, Asarylaldehyd und eine um 167° schmelzende, „Calameon" ge-nannte Verbindung C 15 rl 26 0 2 , die ihrer Konstitution nach mit Cineol vergleichbar ist.Die Gegenwart von Asaron ist dadurch von besonderem Interesse, daß dieser Körper zudem riechenden Prinzip des Kalmusöls in Beziehung steht.
Dr. Engelscher Nektar besteht nach Angabe des Fabrikanten Hiteekt Ullbioii inLeipzig aus 300 g Malagawein, 50 g Weinsprit, 200 g Rotwein, 100 g Ebereschen- und 200 gKirschsaft, 20 g Schafgarbenblüte, 30 g Walderdbeeren, 30 g Wermutkraut und je 10 gFenchel, Anis, Helenen-, Enzian- und Kalmuswurzel, sowie Kamillen, ist also ein abgeänderterUllrichscher Kräuterwein.
Calaya.
Als Stammpflanze für die in der Eingeborenensprache mit „Calaya" bezeichnete Drogegalt die im äquatorialen Afrika heimische, zur Gattung Parkia (Mimosaceae - Legumi-nosae) gehörige Anneslia febrifuga. Neuerdings werden dafür aber zwei andere Mimosa-ceen, die in Mexiko und Guatemala einheimischen Calliandra grandiflora Benth. undC. Houston! Benth. genannt, welche das mexikanische Antiperiodicum „Pambotana"liefern. Letztere Bezeichnung kommt dort auch noch der Rinde einer Papilionacee (Dal-bergia?) und der Rinde einer Bombacee, der Pachira macrocarpa Walz. zu.
Verwendung (vorzugsweise in französischen Kolonien) findet das Rhizom:
RhiZOma Calayae. Enthält nach Altamiro ein brechenerregend wirkendes, denSaponinen ähnliches Glukosid.
Anwendung- Die Eingeborenen benutzen die Abkochungen des Rhizoms als wirk-sames Fiebermittel (bei Malaria). Empfohlen werden Sirupus, Capsulae und VinumCalayae, welch letzterer besonders für genesende Sumpf rieber- und Typhuskranke günstigeWirkung haben soll. Das Mittel ist morgens nüchtern zu nehmen.
Calcii praeparata.
Calcaria Chlorata. Eine einfache Methode der luftdichten Packung vonChlorkalk besteht im Eintauchen der fertigen Pakete in eine Kolophoniumlösung. Maubedient sich aber auch eines Wässer- und fettdichten Papiers. Man erhält dasselbe durchTränken von Packpapier mit Leimwasser mittelst eines Pinsels und Einlegen des frischenLeimpapiers iu eine Lösung von Chromalaun oder Kaliumdichromat. Im letzteren Falleläßt man es am Licht trocknen und wäscht es sorgfältig aus. Zu Chlorkalk inWürfeln lautet eine schweizerische Vorschrift: Trockner Chlorkalk 2 Teile, gebrannter