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Cactus. Caesalpinia.
Eichelkakao (Hambg. Vorschr.).Rp. Extr. gland. Quercus tost. 5,0Caeaotin. exoleat. 60,0
Sacchari 15,0
Sacchari Lactis 10,0
Amyli Maranthae 10,0.
Farbloser Kakao-Likör nach R. WagRp. Kakao pulv. 200,0Vanillae 3,0
Cort. Cinnamom.
2,0
Spiritus 90 proz. 900,0Aquae 1000,0
Macera per horas 24. Dann destilliert man l 1 / 2 1ab. Darauf gibt man abermals 750 g Wasser indie Blase und fängt noch 500 g auf. Hierin löstman 750 g Zucker, mischt noch heiß mit demersten Destillat und filtriert.Unguentum Hamburgense (Dresd. Vorschr).Hamburger Salbe.Rp. Olei Cacao 1,0
Olei Amygdalarum 2,0.
Cactus.
CactllS grandiflorilS L, Cereus grandiflor. Mill., Familie der Cactaceae Cere-oidcae. In Westindien heimisch, wohl auch im wärmeren südwestlichen Nordamerika(Mexiko) vorkommend. Die frischen Blütenstengel werden zu Tinktur und zu Fluidextraktverarbeitet.
Anwendung. Man gebraucht das Extrakt, noch mehr die Tinktur bei funktio-nellen Störungen der Herztätigkeit, Herzschwäche und fieberhaften Krankheiten. Auchbei organischen Erkrankungen soll das Mittel an Stelle von Digitalis gute Dienste leisten;eine kumulative Wirkung kommt ihm jedoch nicht zu.
Dosis der Tinktur 2—10 Tropfen mehrmals täglich. Maximaldosis 2 g, 4stündlich.
Auch anderen Cacteen hat man in den letzten Jahren Beachtung geschenkt.Heffter nennt folgende aus Cacteen (Anhalonium-Arten) isolierte Alkaloide: An-halin C 10 H 17 NO, Anhalonidin C 12 H 15 N0 3 , Anhalonin C 12 H 15 N0 3 , LophophorinC 13 H 17 N0 3 , Mezcalin C n H 17 N0 3 und Pellotin C 13 H 19 N0 3 .
Nach Heyl enthalten die Cacteen nicht nur Alkaloide, sondern auch Saponine.Heyl isolierte 1. aus Pilocereus Sargentianus Orcutt ein neues Alkaloid, Pilo-cerein CgoH^^O^, 2. aus Cereus pecten aboriginum Engelm. Pectenin (dem. Anhalonin sehr ähnlich), ein sehr giftiges, Starrkrampf bewirkendes Alkaloid, und 3. ausCereus gummosus Engelm. reichliche Mengen (24 Proz.) eines Saponins, welches derQuillayasäure sehr ähnlich ist; Heyl nennt es daher Cereinsäure.
Extractum Cacti grandiflor. fluidum wird an Stelle von Digitalis und Strophanthusals Herzmittel empfohlen; Dosis dreimal täglich 10 Tropfen.
Caesalpinia. <zu Bd. i s. 535.)
Gallogcnum, Cfallogen, ein gelbes, feines, geruch- und geschmackloses Pulver, istEllagsäure, und zwar nicht ganz reine, die noch 5—6 Proz. andere Gerbsäuren enthält.
Darstellung. Gallogen wird nach D. R. P. 137033 bzw. 137 084 aus Dividivi-schoten (s. Bd. I S. 535) in der Weise dargestellt, daß der mit siedendem Wasser ge-wonnene Auszug der Rohstoffe anhaltend gekocht wird, wobei die darin enthaltene Ellag-säure aus dem amorphen in den kristallinischen Zustand übergeht und sich dann in dieserForm abscheidet. Vgl. auch D. R. P. 123 428 und 133 458.
Eigenschaften. Ellagsäure ist ihrer chemischen Konstitution nach Tetraoxy-diphenyldimethylolid; sie bildet in reinem Zustand ein COO
gelbliches, kristallinisches Pulver und gibt die bekannten /
Gerbsäure-Reaktionen mit Eisensalzen, Leimlösung usw. OH<^ p \
Beim Übergießen mit salpetrigsäurehaltiger Salpetersäure OH \entsteht eine sehr charakteristische dunkelrote Färbung. O-OC
In kochendem Wasser ist sie nur sehr wenig löslich, ebenso in Alkohol und fast gar nichtin Äther, dagegen löslich mit tiefgelber Farbe in Alkalilaugen; diese Lösung oxydiert sichindes sehr leicht. Die gleichen Angaben gelten natürlich auch für Gallogen.
Anwendung. Als Darmadstringens in Gaben von 0,3—0,5 g für Kinder, 1 g fürErwachsene 3—5 mal täglich.
OH
Noh