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Erg.Bd. (1908)
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Butyrum.

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2. Eine weitere neue Art Buccoblätter hat Holmes am Londoner Markt angetroffen.Das ganze Blatt mißt 712 mm in der Länge, etwa 4 mm in der Breite und gleicht inseiner Form den Blättern von Barosma betulina. Doch sind unterschiedlich davon dieBlätter dieser neuen Art am Grunde abgerundet und nach der Spitze zu verbreitert. Be-sonders charakteristisch für sie ist aber ihr abweichender, eigentümlich zitronellartigerGeruch. Als Stammpflanze kommt vielleicht Barosma pulchella B. u. W. in Betracht.

Diosmal ist ein petrolätherisch-alkoholisches Extrakt der Folia Bucco, welches anStelle der sonst üblichen Buccoblätteraufgüsse Anwendung finden soll. Zur Darstellungdes Präparates werden die Blätter zunächst mit niedrig siedendem Petroläther völlig erschöpftund dann mit siedendem Alkohol (7080 proz.) mehrfach extrahiert. Die nach dem Ab-destillieren der Extraktionsmittel erhaltenen Rückstände werden zu einem dünnen Extrakteingedickt und gemischt. Das so erhaltene Extrakt wird in Form von Pillen (0,15 g Einzel-gabe) und Gelatinekapseln (0,3 g und 0,5 g) verordnet, von denen dreimal täglich 2 bis4 Stück zu nehmen sind. Fabrikant: Apotheker Dr. P. Runge in Hamburg.

II. Das BllCCOblätterÖl enthält von Kohlenwasserstoffen d-Limonen und Di-penten. Das in dem Öle vorkommende Diosphenol (Buccokampher) ist nach Untersuchungenvon Semmlee ein hydriertes Ketophenol, dem folgende Formel zukommt:

CHo OHo

CH

CH

COCOH

CH 3

Der Schmelzpunkt des mehrmals umkristallisierten Körpers liegt bei 8334°

Butyrum. <z« Bd. i s. 512.)

Untersuchung der Butter. Mit der steigenden Verwendung des Cocosfettes istdieses auch immer mehr zur Verfälschung der Butter herangezogen worden. Den Nach-weis von Cocosfett in Butter stützt Ed. Polenske auf die Bestimmung der inWasser unlöslichen flüchtigen Fettsäuren. Das Verfahren ist dasselbe wie beiReichebt-Meissl, während diese aber die aus 5 g Butterfett erhaltenen in Wasser lös-lichen flüchtigen Fettsäuren titrieren, bestimmt Polenske außerdem noch die in Wasserunlöslichen flüchtigen Fettsäuren und nennt die dabei erhaltene Zahlneue Butter-zahl"; analog der REicHEET-MEissL-Zahl wird sie auchPoLENSKE-Zahl" genannt. Umdabei jedoch übereinstimmende Werte zu erhalten, ist es notwendig, genau nach der vonPolenske gegebenen Vorschrift zu arbeiten und den PoLENSKEschen Apparat genau inder vorgeschriebenen Form und den angegebenen Abmessungen, wie sie Fig. 30 zeigt, zuarbeiten.

Zur Ausführung einer Bestimmung werden nach dem zweiten in der amtlichen An-weisung zur chemischen Untersuchung von>Fetten und Käsen (Bekanntmachung des Reichs-kanzlers vom 1. April 1898) gegebenen Verfahren 5 g klar filtriertes Butterfett, 20 g Gly-cerin und 2 ccm Natronlauge (1 + 1) in dem 300 ccm fassenden Kolben aus Jenenser Glasverseift; die Seife wird in 90 ccm vorher ausgekochten Wassers gelöst. Die Lösung mußvöllig klar und fast farblos sein; vertalgte und ranzige Fette, die eine braune Seifenlösunggeben, sind für die Bestimmung derneuen Butterzahl" nicht geeignet. Die auf etwa 50°erwärmte Seifelösung wird mit 50 ccm verdünnter Schwefelsäure (25 -|- 1000), sodann mit einerMesserspitze groben Bimsteinpulvers versetzt, der Kolben sofort dem Destillationsapparate