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Benzoe. Betula.
Benzoe.
(Zu Bd. I S. 475.)
Venusmilch der Gebrüder Tecklenbueg in Leipzig, ein früher sehr berühmtes Mittelfür alles, besteht aus 5,0 Benzoetinktur und 200,0 Rosenwasser. (Qcenzel.)
Adeps benzoatus e resina (Dresd. Vorschr.).Hp. Beuzoes pulv. 5,0
Adipis 100,0.
Man digeriert auf dem Wasserbade und gießtvom Rückstände klar ab.
Essentia dentifricia americana{Hamb.Vorschr.).Amerikanische Mundwasseressenz.31p. Acid. sulfuric. dilut. 2,0
Aquae 60,0
Tinct. Santali 75,0
Ol. Bosar. 0,2
Balsam, peruvian. 0,8
Tinct. rad. Pyrethri 26,0Tinct. Cinnamomi 25,0
Tinct. Benzoes 50,0
Spiritus 762,0.
Pulvis inspersorius benzoatus
(Els.Lothr.Ap.-V.).Benzoe-Streupulver.Kp. Zinci oxydati 30
Amyli Tritici 30
Talci 30
Acid. boric. pulv. 3
Lanolin, c. aqu. 3
Vaselin. flav. 3
Acid. tannic. 3
Lycopodii 18
Tinct. Benzoes 10
Die ersten drei Pulver werden gemischt, die eineHälfte der Mischung tränkt man mit der Tink-tur und trocknet. Die andere Hälfte wird mitden Fetten verarbeitet und dann das Ganzedurch Sieb VI geschlagen.
Sebuni benzoatum e resina (Dresd. Vorschr.).Benzoe talg.B.p. Sebi ovilis 100,0
Benzoes pulv. 5,0
werden eine Stunde im Dampfbade unter Um-rühren erwärmt, dann koliert.
Betllla. (Zu Bd. I S. 482.)
Folia Betulae albae, Birkenblätter.
Anwendung. Die Wirkung des Birkenblättertees als diuretisch.es Mittel istbekannt. Er soll aber auch als Nierensteine lösendes Mittel gute Dienste leisten. DieBlätter müssen im Frühjahre gesammelt und in einem trockenen, luftigen, dunklen Räumein nicht zu dicker Schicht ausgehreitet und getrocknet werden. Nach Jämcke schwandenbei längerem Gebrauche alle Erscheinungen, die Steine gingen zuerst in Stückchen vonErbsengröße, dann als scharfer Sand ah. Der Gebrauch des Tees — 1 Teelöffel der zer-schnittenen Blätter auf 1 / i 1 Wasser — muß etwa sechs Monate lang durchgeführt werden,und zwar soll der Tee täglich 2mal, früh nüchtern und nachmittags gegen 5 Uhr, ge-trunken werden. Eine Diätkur zur Verhinderung der Bildung neuer Steine muß neben-hergehen.
Birkenhaarwasscr, welches als Gosmeticum, besonders als Haarwuchsmittel, noch viel-fach Anwendung findet, läßt sich nach einem Bericht von Heine. Haensel in Pirna a. E.mit Hilfe von Birkenknospenöl nach folgenden Vorschriften darstellen:
I. 3500,0 Spiritus 96Proz., 700,0 Wasser, 200,0 Kaliseife, 150,0 Glycerin, 50,0 Birken-knospenöl (Haensels), 100,0 Essenz spring-flowers, Chlorophyll qu. s. Man löst in 700,0 Spiritusund 700,0 Wasser die Kaliseife einerseits, anderseits das Birkenöl und die Essenz in demRest des Spiritus. In diesen gießt man in kleinen Portionen die Seifenlösung unter fleißigemUmschütteln, sodann das Glycerin und filtriert nach 8 Tagen. Mit Chlorophyll und Spurenvon Safrantinktur schwach gelblichgrün zu färben. Das Präparat ist bei der Anwendungmit gleichen Teilen Wasser zu verdünnen, damit die Seife zum Schäumen kommt.
II. 2000,0 Spiritus 96 Proz., 500,0 Wasser, 25,0 Cantharidentinktur, 25,0 Salicylsäure,100,0 Glycerin, 40,0 Birkenknospenöl (Haensels) 30,0 Bergamottöl, 5,0 Geraniumöl. Manlöst die Öle in dem Spiritus, setzt Salicylsäure und Cantharidentinktur hinzu, sodann dieMischung von Wasser und Glycerin. Färbung wie bei I.