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Erg.Bd. (1908)
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131
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Benzaldehydum. Benzhmm.

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II. Radix Bellaclonnae.

Verwechselungen und Verfälschungen. Als neuere Verwechselungen sindzu nennen die Wurzel von Phytolacea abyssinica Hoffm., welche Holmes bis60 Proz. in Belladonnawurzel fand; die Gefäßbündel hei Phytolacea bildenmehrere konzentrische Kreise, außerdem findet sich Kalkoxalat nicht als Sand, sondern inKristallen vor. Die Stärke beider Wurzeln zeigt keinen Unterschied. Radix Mandra-gorae (Alraunwurzel), welche als sog. Pseudo-Belladonnawurzel in den Handel ge-bracht wird, enthält nach Wentzel ein Basengemisch, Mandragorin, das vorwiegendaus Hyoscyamin besteht.

Die Bestimmung des Alkaloidgehaltes (nach Fromme) erfolgt genau so wiebei Aconitum angegeben; 1 cem 1 / 10 -Normal-HCl sättigt 0,0289 Belladonnaalkaloide.

U. St. Ph. fordert 0,45 Proz., Helv. IV 0,4 Proz. Alkaloid; Ph. Anstr. VIII höch-stens 6 Proz. Asche.

Antigrippepillen oder gelbe Pillen von Steakn in Detroit sind überzuckerte undgelb gefärbte Pillen aus Chinin, salieylic. 0,06 g, Acid. arsenicos. 0,0075 g und Extr. Bella-donnae 0,08 g.

Schiffmanns Asthmapulver soll bestehen aus 34,9 Proz. Kaliumnitrat, 51,1 Proz.Fol. Daturae arboreae und 14 Proz. Rad. Symplocarpi foetidi. Nach Aüekkoht besteht esaus: Kai. nitric. 25 Proz., Fol. Stramon. plv. 70 Proz., Fol. Belladonn. (?) plv. 5 Proz.Andere vegetabilische Bestandteile konnten in dem Pulver nicht ermittelt werden.

Als Trunksuchtsmittel werden in den meisten Fällen Tartarus stibiat., Bitterstoffe(Enzian, Strychnostinktur), Ekel erregende Stoffe (Pyridinbasen, Ol. animale aeth. usw.) undähnliche Zusätze empfohlen. Besonders aber soll ein Trinker, wenn sein Körper unter demEinfluß von Strychnin und Belladonna sich befindet, kein Verlangen mehr nach Alkohol ver-spüren. Kommt hierzu noch eine unter irgendwelchem Vorwande gemachte Einspritzung vonApomorphin (selbstverständlich im Einverständnis mit dem Arzte), so soll die Wirkung fastimmer prompt und markant sein.

Suppositoria Uaemorrhoidalia (Berlin. Ap.-V.).Hämorrhoidalzäpfchen, Ersatzfür Anu-solzäpf chen.Bp.

Extr. Belladonnae

0,3

Morphin, hydrochlor.

Cocain, hydrochlor.

0,1

Bismut. subgall.

2,0

Ol Cacao

28,0

M. f. suppos. Nr.

X.

Benzaldehydum. (ZuBd.1s.473.)

Para-Nitrobenzaldehyd (0,^4,^02.(^0) bildet farblose Prismen vom Schmelz-punkt 106° C, die sich leicht in Alkohol, wenig in Wasser und Äther lösen. Nach

E. Rohde läßt sich dieses Präparat zum chemischen Nachweis von Eiweißstoffen ver-wenden.

Versetzt man eine Eiweißlösung mit etwas p-Nitrobenzaldehyd und dann vorsichtigund unter Umschütteln mit konzentrierter Schwefelsäure, so entsteht eine intensiv grüneFarbe von großer Beständigkeit, aber ohne besonderes spektroskopisches Kennzeichen.

F. A. Steensma hat diese Reaktion in folgender Weise modifiziert: Kocht man eineEiweißlösung mit etwas p-Nitrobenzaldehyd in Substanz und konzentrierter Salzsäure, so tritteine grüne Färbung auf, die auf Zusatz von 0,5proz. Natriumnitritlösung in ein schönes,dunkles Blau übergeht.

Benzinum.

(Zu Bd. I S. 473.)

Sicherheitsbenzin, Safety-Benzin, ist eine Mischung aus 1 Raumteil Benzin und2 Räumt. Tetrachlorkohlenstoff. Eine solche Mischung ist schwer entzündlich und demzufolgeSieht so feuergefährlich wie Benzin.