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Erg.Bd. (1908)
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Acidum jodicum. Acidum lacticum. Aoidum malicum.

Acidum jodicum. (zuBd.is.67.)

Calcium jodicum. Calcinol, Calciumjodat, Ca(JO s ) 2 -f 6H 2 0, bildet ein kristal-linisches, weißes Pulver, das sich in ca. 400 T. Wasser löst und als Ersatzmittel des Jodo-forms sowie als gastrointestinales Antisepticum empfohlen worden ist. Man gibt es inner-lich zu 0,20,3 g pro dosi. Äußerlich wird es zu Wundverbänden sowie zu Mund- undGurgelwässern (18 : 100) oder in Form von Salben und Streupulver angewendet.

Acidum lacticum.

(Zu Bd. I S. 68.)

Calcium phospholacticum, Calciumphospholactat, kommt sowohl kristallinisch

als auch als amorphes Pulver in den Handel. Es löst sich in Wasser und wird bei Khachitisund Ernährungsstörungen der Kinder als Stimulans in Dosen von 0,20,6 g dreimal täg-lich gegeben. Es ist ein Hauptbestandteil von Vials tonischem Wein (siehe diesen).

Lactolitl, in der Färberei zur schnellen Reduktion der Chromsäure verwendet, istsaures Kaliumlactat.

Sirupus Calcii lactophosphoriei (Bls.-Lothr.Ap.-V.). Kalksirup.

Ep. Calcii phosphoriei

12,5

Aqu. dest.

300,0

Acid. lactic. q. s.

(ca. 20,0)

Aqu. fior. Aurant.

50,0

Sacch. albi

630,0

Kalk wird mit Wasser angerührt und unter all-mählichem Zusatz von Säure fast vollständiggelöst (es soll ein kleiner Überschuß von Kalkbleiben). Darauf wird das Orangenwasser zu-gegeben und der Zucker ohne Erwärmen auf-gelöst.

Sirupus lactophosphoriei cum Ferro (Els.-Lothr. Ap.-V.). Kalk-Eisen-Sirup.

Kp.

5,514,7

300,020,050,0

630,0.

Ferri sulfurici

Calcii phosphoriei

Aqu. dest.

Acid. lactic.

Aqu. flor. Aurant.

Sacch. alb. (blaufrei)In einer Flasche wird das Eisen in Wasser auf-gelöst, die Lösung mit Kalk umgeschütteltunter allmählicher Zugabe von Milchsäure.Diese Mischung läßt man noch einige Zeitstehen unter zeitweiligem TJmschütteln, läßtabsetzen und filtriert, gibt dem klaren Filtratdas Orangenwasser zu und löst den Zucker ohneErwärmen auf. Der Sirup wird filtriert.

Acidum maiieum.

Apfelsäure, Oxyäthylenbernsteinsäure, Butanoldisäure, C 4 H 6 0 6 . Mol.-Gew. 134;zweibasisch. Die Apfelsäure kann in drei verschiedenen Formen auftreten, nämlich: ErsteForm, dreht die Ebene des polarisierten Lichtes nach links (1-Äpfelsäure); zweite Form,dreht die Ebene des polarisierten Lichtes nach rechts (d-Apfelsäure); dritte Form, ist optischinaktiv (d -|- 1-Äpfelsäure). Die linksdrehende Äpfelsäure ist die im Pflanzenreiche ver-breitetste Form, man bezeichnet sie als gewöhnliche Äpfelsäure; sie kommt hier aus-schließlich in Betracht. Sie bildet zerfließliche, aus feinen Nadeln bestehende Kristalldrusen,die sieh leicht in Wasser sowie in Alkohol, wenig in Äther lösen und gegen 100° schmelzen.

Analyse: 1. Beim Erhitzen mit Salpetersäure liefert die Äpfelsäure leicht Oxalsäure.

2. Erhitzt man in einer Glasröhre oder einem kleinen Betörtchen Äpfelsäure vor-sichtig auf 150200°, so zersetzt sie sich unter Abgabe von Wasser, mit diesem gehtMaleinsäure über; im Rückstande bleibt Fumarsäure, die sich über 200° ebenfalls ver-flüchtigt. Etwa gleichzeitig vorhandene Oxalsäure sublimiert vor den Spaltungsproduktender Äpfelsäure. Wenn 312 mg Stoff zur Verfügung stehen, kann man diese fraktionierteSublimation mit mikroskopischer Untersuchung der erhaltenen Beschläge (trocken und nachdem Anhauehen) zur Erkennung der Oxalsäure (kleine Rauten mit einem spitzen Winkelvon 60°) und schließlieh der Fumarsäure (das Sublimat, in einem Tröpfchen Wasser teil-weise gelöst, läßt beim Erkalten federartige Kristalle anschießen) mit gutem Erfolge ver-suchen, denn die Gegenwart von Weinsäure und Citronensäure stört meist nicht; Milch-säure wird vor der Äpfelsäure zersetzt.