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Erg.Bd. (1908)
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Acidum nucleinicum.

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3. Fügt man zur Lösung der Äpfelsäure oder eines Malates Calciumchlorid, Ani-moniumchlorid und Ammoniak im Überschusse, so bleibt die Flüssigkeit klar, und wennhinreichend Ammoniumchlorid vorhanden war, trübt sie sich auch nicht beim Kochen(Unterschied von Citronensäure). Fügt man ihr aber 23 Raumteile Alkohol zu, soscheidet sich Calciummalat in weißen Flocken aus.

4. Silbernitrat fällt aus den Lösungen neutraler Malate einen weißen, beim Kochen

etwas grau werdenden Niederschlag von Silbermalat.

Äplelsäure-Pastillen von Apotheker Alerecht gegen Katarrh, Heiserkeit usw., ent-halten 1 g Äpfelsäure auf 25 g Zucker.

Acidum nucleinicum.

Als NllCleine bezeichnete man eine Gruppe von Stoffen, die man als Paarlinge derPhosphorsäure mit Eiweißstoffen, Xanthinkörpern oder Hypoxanthin ansah, sie wurdendurch salzsaure Pepsin- und Trypsinlösungen nicht verdaut und blieben daher bei derMagenverdauung ungelöst. In neuerer Zeit fand man, daß die Nucleoproteide ge-nannten Stoffe Verbindungen von Eiweiß mit Nucleinsäuren sind; bei der Behandlungmit Pepsinsalzsäure werden diese Verbindungen gespalten und das Eiweiß weiter verdaut.Die dabei erst abgespaltenen Nucleine können dann weiter in Eiweiß und Nuclein-säuren zerlegt werden. Die Nucleine sind in verdünnten Alkalien löslich und könnendurch Fällung mit verdünnten Säuren. Waschen des Niederschlages mit Alkohol und Äthergereinigt werden. Bei intensiverer Einwirkung von Mineralsäuren oder Alkalien auf dasNuclein entsteht Nucleinsäure. Diese zerfällt beim Kochen mit Mineralsäuren in Uracile,Purinbasen und andere, zum Teil noch nicht genauer bekannte Stoffe. Die Nucleinsäuregibt in saurer Lösung mit Eiweiß Niederschläge, die als Nuclein aufgefaßt werden.

Das gewöhnliche Nuclein wird aus den Zellkernen der Hefe gewonnen und istwahrscheinlich eine Verbindung von Nucleinsäure mit Eiweiß und Kohlehydraten. Esbildet ein grauweißes, in verdünnten Alkalien und in viel Wasser lösliches, in Alkoholund Äther unlösliches Pulver, welches pyrogene Eigenschaften, wie das Tuberculin Koch,besitzt und Hyperleucocytose erzeugt. Es wird zu subcutanen Injektionen gegen Lupusm 0,5proz. alkalischer, mit Carbolsäure versetzter, wässeriger Lösung angewendet. In-jektionsdosis 0,51,0 ccm pro die. Ferner wird es innerlich und subcutan gebraucht beichronischen Unterschenkelgeschwüren, larvierter Tuberkulose, Typhus, Pneumonie undPuerperalinfektion. Dosis innerlich 0,5 g vier- bis sechsmal täglich. Fabrikant: E. Merck:in Darmstadt.

Acidum nucleinicum, Rhomnol, chemisch reine Nucleinsäure, besitzt die Formel4oHs4,N] 4 0 27 P 4 un d bildet ein weißes oder grauweißes, in Alkalien lösliches Pulver, als

ronikum und Nervinum empfohlen. Dosis 0,05 g mehrmals täglich. Das Rhomnol

"onimt in Form von Pillen und Granules in den Handel. Fabrikant des Rhomnol:* M. Leprinoe in Paris, Rue de la Tour. Nucleinsäure liefern aber auch E. Merck in

Darmstadt und andere.

,.. Ferrinol ist eine lösliche Verbindung von Nuclein und Eisen, ein braunes, in Wasser

Slicnes Pulver, welches nach dem amerikanischen Patent Nr. 637 354 von K. Schwiokerathabgestellt wird. Die Verbindung enthält ca. 4,5 Proz. Eisen und 4,5 Proz. Phosphor, im Nuclein

gebunden; sie ist geschmacklos'und nicht adstringierend. Fabrikant: Parke, Davis & Co.

"r Detroit N.-A.

gest 11t 5 T ' e ' n ,H°rtmczewski, ein aus Milzpulpa durch Verdauung mit Pepsinsalzsäure dar-ltes Nuclein, ist ein braungraues, in Alkalien lösliches Pulver, welches wie das vorige"«gewendet wird.

Nucleol wird das reine Nuclein der Firma Parke, Davis & Co. in Detroit genannt,teilw i nUm nucleinicum ' ai >s Hefenuclein dargestellt, bildet ein weißliches, in Wasser

eise lösliches Pulver. 10s wird subcutan als Nerventonicum angewendet.0 05 . a S°cytin, werden gebrauchsfertige, sterile Subcutaninjektionen genannt, die pro ccm

kant g J eines nucleinsaures Natrium enthalten und als allgemeines Tonikum wirken. Fabri-" ÄUGo Rosenberg in Berlin W 50