10
Aoidum citricum. Acidum formicioum.
Zimtsäurechlorid oder -anhydrid erhitzt. Nach dem Umkristallisieren des Reaktionspro-duktes aus Alkohol erhält man den neuen Ester in Kristallen, die bei 65° C schmelzen.
Anwendung. Im Vergleich zu den Zimtsäureestern der Carbolsäure, des o- undp-Kresols und des Guajacols ist das Chmamyl-m-Kresol ungiftig und erzeugt seihst aufoffenen Wunden keine Entzündung. Man benutzt es am besten als Pulver oder Äther-spray (10 proz.) bei der chirurgischen Behandlung der Tuberkulose. Fabrikant: Kalle & Co.in Biebrich a. Rh.
Acidum citricum. (Zu Bd. i s. 40.)
Reaktionen. 1. Man setzt zu einigen Kubikzentimetern einer wenig (unter 5 mg)Citronensäure enthaltenden wässerigen Lösung 2—4 Tropfen n/ 10 Permanganatlösung underwärmt auf 30° C. Darauf fügt man 1—2 Tropfen Ammoniumoxalatlösung (l-f-24) undetwa 1 ccm lOproz. Schwefelsäure zu, wodurch die Flüssigkeit wasserklar wird. Dannsetzt man einige Tropfen Bromwasser zu. Bei Anwesenheit von Citronensäure erfolgt eineweiße Abscheidung von Pentabromaceton (Stahre). Wird dies mit Äther ausgeschütteltund die Ätherlösung bei Zimmertemperatur verflüchtigt, so kann man das Pentabromacetonin langen Nadeln erhalten. Auch eine Lösung von Calciumcitrat in verdünnter Schwefel-säure gibt die Reaktion. Die Gegenwart von Weinsäure, Oxalsäure, Äpfelsäure störtden Verlauf der Reaktion nicht, doch ist dann ein etwas stärkerer Zusatz von Permanganaterforderlich; durch dieses (sowie durch andere oxydierende Stoffe) wird die Citronensäurein Acetondicarbonsäure übergeführt, die mit Brom Pentabromaceton entstehen läßt.
2. Versetzt man eine wäßrige Lösung der Citronensäure oder eines Citrates mit etwa1 / 20 ihres Volumens (wenigstens jedoch 0,5 ccm) einer Lösung von 5 g HgO in 20 ccmH 2 S0 4 und 100 ccm H 2 0, erhitzt dann zum Sieden und fügt einige (3—10) Tropfenn/ 10 Permanganatlösung zu, so entsteht eine weiße kristallinische Abscheidung von S0 4 Hg 3 O 2(C 3 H 4 0C 2 0 4 Hg) 2 (Den ig es).
Atrophor, ein diätetisches Genußmittel für Korpulente von Mühlradt in Berlin NW. 23,enthält in der Hauptsache Citronensäure und Zucker. (Aufrecht.)
Citronalpllleil, gegen Gicht und Rheumatismus. 100 Stück enthalten nach Angabedes Fabrikanten 0,5 g salzsaures Chinin, 10 g Citronensäure, 6 g Frangulaextrakt, 4 g Heidel-beerblätterextrakt sowie Süßholzpufver und Süßholzsaft. Fabrikant: Chemisch-pharmazeutischesLaboratorium Bavaria in München.
Durstlöschende Tabletten bestehen zum großen Teil aus Citronensäure und Zuckerund besitzen das angenehme Aroma der Apfelsine, des Tees oder des Kaffees. Fabrikant:Chemische Fabrik Helfenberg Akt.-Ges. in Helfenberg bei Dresden.
Plantal (Plantarum Alkali) ist ein von Dr. Hans Brackekusch in Berlin N. in denHandel gebrachtes Mittel gegen Zuckerkrankheit, Gallensteine, Gicht, Hämorrhoiden undandere Krankheiten. Ein dem Original ähnliches Präparat erhält man durch Mischen vonetwa 45 Proz. Citronensäure, 40 Proz. Natriumbikarbonat, 14,5 Proz. Natriumsulfat und 0,5 Proz.Kochsalz. (Aufrecht.) Nach Angabe des Fabrikanten soll das Präparat auch noch Weinsäureenthalten. Nach Kooiis enthält es Natriumbicarbonat 43,55 Proz., Natriumsulfat 15,53 Proz.,Natriumchlorid 0,48 Proz., Weinstein 23 Proz., Weinsäure und Citronensäure 14,01 Proz.,Eisenoxyd und Magnesia 0,13°/ 0 , Wasser 33°/ 0 .
Acidum formicicum. (zubii s.47.)
Alformin, Liquor Aluminli subformicici, ist eine Lösung von etwa 16 Proz. basischemAluminiumformiat, welches wie Liquor Alumin. acetici angewendet wird, aber bedeutendstärker als dieser wirken soll. Fabrikant: Max Elb, G. rn. b. H. in Dresden.
Epileptol, Acidum amidoJormicicum, wird nach Dr. Wreszinski als Anti-epilepticum in Dosen von 20—50 Tropfen dreimal täglich (nur auf ärztliche Verordnung)angewendet. (Nach Zernik ist das Epileptol kein einheitliches Präparat.) Fabrikant:Admiral-Apotheke, Berlin SO. 26.