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Erg.Bd. (1908)
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9
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Acidum chinicum. Acidum chromicum. Acidum cinnaniylicum. 9

Acidum chinicum. (ZuBd.is.86.)

Neil-SidOlial, seitens der darstellenden Fabrik bezeichnet alsinneres Anhydridder Chinasäure von absolut neutraler Reaktion", ist keine chemisch einheitliche Ver-bindung, sondern ein Gemisch aus rund 75 Proz. Chinid, C 7 H 10 0 6 und 25 Proz. China-säure, C 7 H 12 0 6 + H 2 0; es besitzt dementsprechend stark saure Reaktion. (Zehnte.) Neu-Sidonal soll in Dosen bis zu 10 g täglich gegen Gicht genommen werden.

CniniCI. ein inneres Anhydrid der Chinasäure, entsteht beim Erhitzen der letzterenauf 220240°. Durch Umkristallisieren aus Alkohol erhält man alsdann salmiakähnlicheKristalle vom Schmelzpunkt 198°. Sie besitzen neutrale Reaktion, sind optisch inaktivund haben einen etwas süßlichen Geschmack. Durch Alkalien oder Säuren wird Chinidleicht in Chinasäure übergeführt, deren charakteristische Reaktionen es teilt.

Urosinpastillen. (Bd. II S. 308.) Chinasäure 0,45 g, Lithiumcarbonat 0,1 g, Zucker 0,45 g,Talcum 0,15 g. Mit Weingeist anzustoßen. (Zernik.)

Acidum chromicum. zu Bd. i s.37.)

Prüfung. Das deutsche Arzneibuch (Ph. G. IV.) verlangt, daß der nach demGlühen von 0,2 g Chromsäure verbleibende Rückstand an Wasser nichts abgeben soll. NachE. Mekcks Berichten (1900) ist diese Forderung nicht erfüllbar, da selbst die reinsteHandelsware immer etwas an Wasser abgibt. Den sichersten Aufschluß über den Gehaltan Alkalien bzw. deren Salzen gibt nur eine quantitative Bestimmung.

Acidum cinnamylicum. (zuBd.1s.44.)

Hetoform, Bismutum cinnamylicum, zimtsaures Wismut Bi(C 9 H 7 0 2 ) 3 Bi 2 0 3 .wird durch Wechselwirkung aus kristallisiertem Wismutnitrat und zimtsaurem Natriumgewonnen. Es bildet ein weißes Pulver von zimtartigem Geruch. Es wird als Antisepti-cum und Adstringens innerlich zu 0,10,5 g pro dosi, 0,62,0 g pro die angewendet,äußerlich als 1020proz. Salbe oder als Streupulver.

Hetol, Natrium cinnamylicum, zimtsaures Natrium (C 8 H 5 CH : CHCOONa),findet ebenso wie die freie Zimtsäure als Mittel zur Bekämpfung der Tuberkulose Anwen-dung. Es bildet ein weißes, wasserlösliches Pulver, welches meist in Formintravenöser Injektionen wässeriger, 15 proz., steriler Lösungen gebraucht wird. Die-selben werden fertig in Glastuben eingeschmolzen geliefert. Anfangsdosis 0,0025 g. Fabri-kant: Kalle & Co. in Biebrich a. Rh. Maximaldosis: 0,0150,025 g (beides intravenös).

Ernis, Dr., Tuberkulosepillen oder Ferro-Guaja-Cinnamylpillen enthalten Natrium-cinnamylat, Natriumorthosulfoguajacolat und gezuckertes Eisencarbonat.

Emulsio Landerer (Dresd. Vorschr.).Rp. Acidi cirmamylici puri 5,0Olei Amygdalar. 5,0

Vitelli ovi recentis 15,0

Solut. natrii chlorati

physiologicae 80,0.

Werden zu einer höchst feinen Emulsion ver-lieben.

An Stelle dieser älteren Formel wird jetztSolutio LandererBp. Natrii cinnamylici 5,0

Aquae destill.

95,0

verwendet.

HetükreSOl, Zimtsäuremetakresol (C 6 H 5 CH: CHC00C 6 H 4 CH 3 ), bildet in Al-ohol sowie in Äther, Benzol, Chloroform und Eisessig lösliche, in Wasser, Glycerin und"1 unlösliche Kristalle, die bei 65» schmelzen.

Darstellung. Nach D. R. p. Nr. 99 567 wird das Präparat auf folgende Weise

«gestellt: m-Kresol wird bei Gegenwart eines indifferenten Verdünnungsmittels, z. B.

uo , mit Zimtsäure und einem Kondensationsmittel, z. B. Phosphoroxychlorid bzw. mit