Aoidum glycerinophosphoricuni.
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Liquor Fern subformicici ist ein dem Liquor Ferri subacetici entsprechendes Prä-parat, das sieh an Stelle des letzteren als Tonicum empfiehlt, da es die Wirkung desEisens und der Ameisensäure in sich vereinigt. Der Liquor ist eine dunkelrotbrauneFlüssigkeit mit einem Gehalte von 3,8Proz. Eisenoxyd entsprechend 7,7 Proz. (HC00) 4 (0H) 2 Fe 2 .
Natrium formicicum, Natriumformiat, ameisensaures Natrium, NaCH0 2— H a O, bildet ein weißes, in Wasser lösliches Kristallpulver, wirkt als Antisepticum undAntituberkulosum. Man braucht es subkutan bei chirurgischer Tuberculosis. Dosis0,01—0,2 g in Lösung alle 8—10 Tage, ferner innerlieh bei Pneumonie in Einzeldosenvon 0,08—0,25 g zweistündlich in wässeriger Lösung oder in Adonis vernalis-Infusion.
Tetramethylammoniumformiat, HC00N(CH 3 ) 4 , bildet farblose, hygroskopische, inWasser leicht lösliche Kristalle, deren wäßrige Lösung neutral reagiert, beim Erwärmenaber alkaliseh wird. Nach L. Nanzetti wirkt das Präparat in kleinen Dosen belebendund appetitanregend; in größeren Gaben löst es ähnliche Erscheinungen wie dasCurare aus.
Fructol, ein Konservierungsmittel für Fruchtsäfte, besteht nach Hoffmann im wesent-lichen aus ca. 12 Proz. Ameisensäure neben etwas Schwefelsäure und vielleicht Zucker.
Werderol, ein Konservierungsmittel für Fruchtsäfte von Gebr. Radecke in Werdera. Havel, ist eine etwa 10proz. Ameisensäurelösung, die mit etwas Fruchtsaft (Himbeersaft?)und wahrscheinlich auch mit etwas Frucht- (Himbeer-) Äther und natürlichem Farbstoff ver-setzt ist. (Otto und Tolmacz.)
Acidum glycerinophosphoricum. (zuBd.1s.950
Chininum glycerinophosphoricum, c 3 h 7 o 3 po 3 (C 20 h 24 n 2 o 2 ) 2 , ein weißes, in
heißem Wasser und Alkohol klar lösliches Pulver mit 68 Proz. Chinin. Dasselbe findet alsallgemeines Tonicum Anwendung. Von Faliehes sind noch zwei weitere Verbindungenhergestellt worden: neutrales Chininglycerophosphat, C 3 H 7 0 3 P0 3 C 20 H 24 N 2 0 2 +10H 2 O, ein feuchtes Pulver, welches man durch gegenseitige Fällung berechneterMengen Chinin und Glycerinphosphorsäure in entsprechenden Lösungen erhält, und einbasisches Chininglycerophosphat, C 3 H 7 0 3 PO(OC 20 H 24 N 2 0 2 ) 2 + 7 H 2 0. Letzteres, aufdieselbe Art erhalten, ist ein weißes, leichtes, an der Luft unveränderliches Pulver,welches in warmem Wasser und warmem verdünnten Weingeist sowie in kaltem, abso-lutem Alkohol löslich ist, unlöslich in Äther. Schmelzpunkt 120—130°. In diesen Prä-paraten sollen die Wirkungen der Komponenten sich vereinigen. Dosis 0,1—0,3 g dreimaltaglich in Pillen, gegen Malaria und Neuralgie.
Calcium glycerophosphoricum granulat.
(Antwerp. Ap.-V.).
Rp. Calc. glycerophosphoric. 50,0Sirup, simpl. 100,0
Sacchar. granulati 885,0.
Man gibt den Zucker in einen im Dampfbadhängenden Kessel, durchtränkt ihn nach undnach mit der Lösung oder Aufschwemmungdes Kalksalzes im Zuckersaft, rührt bis zurvollkommenen Trockenheit und schlägt durchein ziemlich feines Sieb.
Glycophal, Sirupus glycerophosphoricus compositus, enthält die Glycerophos-P ate des Calcium, Natrium, Kalium, Magnesium und Eisen sowie Pepsin und Diastase. DerSatt wird auch mit Malzextrakt oder Hämoglobin dargestellt.; p Neoquinine Falieres ist Chininglycerophosphat. (Siehe dieses.) Fabrikant: Clin & Comab
Tonol. Mit diesem Namen bezeichnet die Chem. Fabrik auf Akt. vorm. Schering in^eriin ihre Glycerophosphate. Das Calcium glycerophosphoricum wird demnach Calcium-nol genannt, und die anderen Salze der Glycerinphosphorsäure heißen Ferro-, Natrio-,a »o-, Lithio-, Magnesio-, Mangano-, Chinino- und Stryehnino-Tonol.