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2 (1902)
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Uiina.

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genannten Instrumente bedürfenAngaben.

Bestimmung der festen Bestandtheile.

Flüssigkeit und machen hinreichend genaue

a) Direkt. Man verdampft 1020 com

Harn in einer gewogenen Platinschale, trocknet drei Stunden im Wasserbadtrockenschrankeund wägt. Die Resultate fallen etwas zu niedrig aus, weil beim Eindampfen infolgeder Einwirkung der primären Phosphate auf den Harnstoff bei fortschreitender Koncen-tration der Flüssigkeit geringe Mengen von Ammoniumkarbonat entweichen. Der Ver-lust beträgt etwa 23 Procent, b) Indirekt. Mit annähernder Genauigkeit kann mandie Menge der festen Bestandtheile in einem Harn aus dem spec. Gewichte des Harnsberechnen. Nachdem man das spec. Gewicht des Harns bis auf vier (!) Decimalen be-stimmt hat. multiplicirt man die letzten drei (!) Stellen mit dem HAESER'schen Coeffi-eienten 0,0238. Beispiel! Ein Harn vom spec. Gewicht 1,0235 enthält ('235x0,0233)= 5,4755 °/ 0 Trockenrückstand. Bei ganz kleinen Kindern wird der Koefficient 0,0166von Maktin und Rüge angewendet.

Bestimmung' der Mineralbestandtheile. Man verdampft in einer gewogenenPlatinschale 2030 ccm Harn zur Trockne und verbrennt den Rückstand bei sehr kleinerFlamme. Wenn die Verbrennung nicht weiter fortschreitet, so zieht man den Rückstandmit Wasser aus und filtrirt durch ein aschefreies Filter. Man wäscht aus, trocknet Filterund Kohle, verbrennt beide in der Platinschale vollständig (!) bei sehr dunkler Roth-gluth, giebt in die erkaltete Schale den wässerigen Auszug der Asche, dampft zur Trockne,glüht schwach und wägt bis zu konstantem Gewicht. Der Gehalt an Asche beträgt etwa1,52,0 Procent,

Bestimmung des Stickstoffes. Man bringt 5 ccm Harn in einen KjELDAHi/schenZersetzungskolben, fügt 30 ccm konc. reine Schwefelsäure, sowie 1 Tropfen Quecksilberhinzu und kjeldahlisirt, wie S. 484 angegeben ist, und führt die Bestimmung, wie dortangegeben, zu Ende.

Die Bestimmung des Stickstoffes vertritt zur Zeit, namentlich bei Stoffwechselver-suchen, die früher geübte Bestimmung des Harnstoffes, da es bei Stoffwechselversuchennicht so sehr darauf ankommt, die Menge des Harnstoffes, als die Menge des überhauptumgesetzten Stickstoffes kennen zu lernen. Da nur etwa 85 Procent des im Harne vor-handenen Stickstoffes in der Form von Harnstoff vorhanden sind, so findet man aus derStickstoffbestimmung annähernd den Gehalt an Harnstoff, wenn man den gefundenenGehalt an Stickstoff mit 2,142 multiplicirt.

Bestimmung des Chlors bez. des Kochsalzes. Da die Hauptmenge des Chlorsim Harne als Kochsalz zugegen ist, so pflegt man das gefundene Chlor als Kochsalzanzugeben.

a) Maassanalytisch nach Volhakd. Man bringt 10 ccm des Harns in einen100 ccm Kolben, fügt 5 ccm einer 25 proc. Salpetersäure und 2 ccm chlorfreier Eisen-alaunlösung hinzu. Ist der Harn sehr dunkel gefärbt, so giebt man 35 Tropfen einergesättigten Kaliumpermanganatlösung hinzu, worauf beim Umschwenken die Färbung derMischung weingelb wird. Hierauf lässt mau aus einer Bürette einen Ueberschuss, z. B.

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Vm-Normal-Silbernitratlösung zufliessen. Man füllt bis zur Marke mit destillirtem

Wasser auf, schüttelt um, filtrirt ab und titrirt in 50 ccm des Filtrates das überschüssig zuge-setzte Silbernitrat zurück. Vergl. Bd. I, S. 58. 1 ccm 1 /io- s i lbernitratlösun g entspricht= 0,00355 g Chlor oder 0,00585 g Natriumchlorid (NaCl.). Man findet nach dieserMethode nur das in Form unorganischer Verbindungen und zwar in Form von unorgani-schen Chloriden vorhandene Chlor.

b) Nach dem Veraschen. 20 ccm Harn werden in einer Platinschale mit 3 gSalpeter und 1,5 g wasserfreiem Natriumkarbonat eingedampft, der Rückstand wird durchvorsichtiges Erhitzen weissgebrannt. Man löst die Schmelze in Wasser, säuert die Lösungniit Salpetersäure an und bestimmt nun das Chlor entweder maassanalytisch nach Volhardoder gewichtsanalytisch, indem man das Chlor durch einen Ueberschuss von Silbernitratfällt und die Bestimmung nach Bd. I, S. 58, gewichtsanalytisch zu Ende führt. Manfindet so das gesammte, in dem Harn vorhandene Chlor. Die Differenz zwischen Gesammt-ehlor und unorganischem Chlor stellt diejenige Chlormenge dar, welche in organischerBindung vorhanden ist.

Bestimmung der Schwefelsäure. Alspräformirte; 1 Schwefelsäure be-zeichnet man diejenige, welche in der Form von (mit Baryumchloridlösung direkt fällbaren)Sulfaten vorhanden ist. Alsgepaarte" Schwefelsäure wird diejenige bezeichnet,welche in Form von Estern der Schwefelsäure vorhanden ist und von Baryumchlorid nichtdirekt, sondern erst nach einer entsprechenden Behandlung mit Mmeralsäuren gefällt wird.Als neutralen Schwefel bezeichnet man den Schwefel, welcher im Harn nicht alspräformirte oder gepaarte Schwefelsäure, sondern in Form neutraler Verbindungen (z. B.Eiweiss) zugegen ist.

a) Bestimmung der Gesammt-Schwefelsäure, d.h. der präf ormirten undder gepaarten. 100 ccm Harn werden nach Zusatz von 5 ccm konc. Salzsäure (spec.