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2 (1902)
Entstehung
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1077
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Unna.

1077

I. Normale Ha60 g Trockenrückstand dea) etwa 35 g organ

Harnstoff

Harnsäure

Kreatinin

Xanthinkörper

Oxalsäure

Oxalursäure

Flüchtige Fettsäuren

Milchsäure

Glycerinphosphorsäure

Sulfocyanwasserstoff

Hippursäure

Phenylschwefelsäure

p-Kresylschwefelsäure

Brenzcatechylschwefelsäure

30,0 g0,60,8

r nbestandtheile.s normalen Harns enthaltische Bestandtheile.p-Oxyphenylessigsäurep-HydrocumarsäureIndoxylschwefelsäureSkatoxylschwefelsäureHarnfarbstoffeFermente

Stickstoffsubstanzen>

Schwefelhaltige Substanzen]Stickstofffreie Substanzen |Schwefelfreie Substanzen J

Sog

CD -s P

b) etwa 25 g unorganische Bestandtheile.Ammoniak NH,

Magnesia MgO

Kalk CaO

Eisen Fe weniger als

0,70,50,30,01

Natriumchlorid Na Ol 15,0 g

Schwefelsäure H 2 S0 4 2,5

Phosphorsäure P., 0 5 2,5

Salpetersäure HNÖ 3 weniger als 0,1 ,.

Kali K 2 0 3,0

II. Abnorme, pathologische Bestandtheile.Eiweiss Blut, Blutfarbstoff

Propepton Melanin

Pepton Andere Farbstoffe

Mucin Galle

Traubenzucker Gallenfarbstoff

Milchzucker Gallensäuren

Lävulose Fett

Inosit Cholesterin, Lecithin

Aceton Leucin, Tyrosin

Acetessigsäure Cystin

ß-Oxybuttersäure Schwefelwasserstoff.

Farbe. Frisch gelassener normaler Harn des gesunden Menschen ist klar, vonbernsteingelber Färbung. Die Färbung kann unter Umständen sehr blass, aber auch sehrdunkel werden. Als Farbentöne des Harns unterscheidet man gewöhnlich:Blasse Harne: farblos bis strohgelb.Hochgestellte Harne: rothgelb bis roth.Normalgefärbte Harne: Bernsteingelb.Braune Harne: bräunlich bis schwärzlich,^ach mehrstündigem Stehen scheiden sich aus normalem,Wölkchen aus . nubeculae, die allmählich zu Boden sinken.

Mikroskop bestehend aus: Blasenschleim, Mucin, Schleimkörperchen, Plattonepithelien derjilase und der Harnröhre. Nach längerem (24 Stunden) Stehen scheidet sich, falls derüarn nicht allzusehr verdünnt ist, ein krystallinischer sandiger Niederschlag aus, der ausHarnsäure, barnsauren Salzen, Calcium Oxalat, Farbstoff besteht und sich beim gelindenErwärmen wieder löst.

Wird der Harn schon trübe entleert, oder trübt er sich sehr schnell nach dem Ent-eren, so ist er möglicherweise pathologisch verändert; in diesem Falle ist das Sedimentunmittelbar nach seiner Entstehung zu untersuchen. Milchiger Harn wird z. B. bei^nylurie entleert; die milchige Beschaffenheit rührt von suspendirten Fetttröpfchen her.^ Geruch. Der Geruch des normalen Harns ist bouillonartig, nicht unangenehm.

Uer Geruch kann verändert werden nach Aufnahme gewisser Stoffe. Er wird veilchen-a rtig nach Einathmen oder Einnehmen von Terpentinöl, widerlich (merkaptanartig)?ach Genuss von Spargel, Knoblauch, Rettig, ammoniakalisch bei ammoniakalischer|Iarngährung innerhalb der Blase, jauchig bei eiterigen oder jauchigen Processen inner-halb des uropoetischen Systems, obstartig bei Anwesenheit von Aceton.

Geschmack. Der Geschmack ist salzig-bitterlich und wird namentlich durch dasVorhandene Natriumchlorid und den Harnstoff bedingt. Diabetischer Harn, welcher einige-troeente Traubenzucker enthält, schmeckt deutlich süss.

Reaktion. Die Reaktion des normalen, frisch entleerten Harns ist wegen des Ge-haltes an Harnsäure und primären Alkaliphosphaten gewöhnlich eine saure (o-eo-en Lack-

klar entlassenem Harn kleineSie erweisen sich unter dem