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2 (1902)
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Terebinthina.

lackirtem Weissblech, die mit Handhabe, Klappdeckel und darin bleibendem Eisenspatelversehen ist. Sehr zweckmässig- ist der von Mulfinger empfohlene Terpentintopf, der vonW. Wendeboth in Berlin in den Handel gebracht wird (Fig. 167). Die Gefässe sindgut verschlossen zu halten, um ein Verdunsten des flüchtigen Oeles zu verhüten.

Fig. 167. Standgefäss für Terpentin.

Den venetianischen Terpentin bewahrt man in Deckelkruken aus Porcellan auf,deren oberer Rand stets sauber gehalten werden rnuss, denn der Terpentin wirkt beimEintrocknen wie ein Kitt.

Anwendung. Der gemeine Terpentin findet nur äusserlich, als Bestandtheil vonPflastern und Salben, seltner unvermischt Anwendung. Er wirkt hautreizend und ist mit einige 1Vorsicht zu benutzen, da bei manchen Personen schon durch terpentinhaltige Pflaster lästigeHautausschläge hervorgerufen werden. Man reinigt ihn. falls er für pharmaceutische Zweckenicht genügend rein ist, durch Schmelzen bei gelinder Wärme, Absetzenlassen und Durch-seihen. (Terebinthina expurgata Gall.).

Innerlich gab man ihn, zu0,31,0 in Emulsion oder Pillen(mit '/ 5 Wachs) gegen veralteteHautleiden, Katarrhe etc., wofürman jetzt das rektiflcirte Terpen-tinöl nimmt. Wird Terpentin zuminnerlichen Gebrauch vom Arzteverordnet, so ist stets Terebin-thina Veneta zu verabfolgen.Ebenso wird zu Lacken und Firnis-sen, bei denen Terpentin ein regel-mässiger Bestandtheil ist, immer dervenetianische verwendet.

Von den übrigen officinellenTerpentinen hat der Canadabal-sam eine besondere Bedeutung ( s -Bd. I, S. 443). Für mikroskopischeZwecke sind die Gefässe Fig. 16°besonders geeignet.

Verarbeitung der Ter-pentine. Durch Destillation mitWasserdämpfen oder nach "Ve r "mischen des Terpentins mit Wasser oder durch direkte Destillation ohne Wasserzusatz ge-winnt man das ätherische Oel.

Oleum Terebinthinae (Germ. Austr. Brit. Helv. U-St.). Terpentinöl. Esselicede Terebenthiue. Oil (Spirlts) of Tnrpentine.

Fig. 168. MBYER'sches Glas für Canadabalsam,