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2 (1902)
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1009
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Syzygium.

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Je nach Verwendung grösserer oder kleinerer Mengen Kakaobutter können beliebig schwereSuppositorien angefertigt werden; Fig. 164 zeigt beispielsweise Zäpfchen von 1,02,5 gln Abstufungen von 0,5 g in der Form, wie sie durch die Presse producirt werden.

In Anbetracht, dass in manchen Ländern die Spitzkugelform dieser Projektilformvorgezogen wird, kann die gleiche Presse auch mit Platten konstruirt werden, welcheSuppositorien von jener Form liefern.

Die mit dieser Presse erhaltenen Suppositorien lassen in Bezug auf feinste Ver-keilung der medikamentösen Substanz, gleichmässige Pressung, elegante Form und glänzendeOberfläche durchaus nichts zu wünschen übrig. Die Zeitersparniss ist gegenüber denanderen Methoden eine ganz bedeutende und die Arbeit, welche eine saubere ist, kannJederzeit unterbrochen werden.

Nach jeder Pressung ist die Form ohne weiteres zur Aufnahme neuer Suppositorien-masse bereit; die Reinigung der Presse vollzieht sich sehr rasch mit einem mit Benzin0( ler Aether getränkten Wattebausch.

Das Einwickeln der fertigen Suppositorien in Stanniol ist, insofern Zäpfchen oderKugeln in Betracht kommen, denen Glycerin beigemischt ist, durchaus nothwendig, da dieselben°hiie diese Umhüllung infolge der hygroskopischen Eigenschaft des Glycerins zerfliessen würden;bei anderen Suppositorien ist es dagegen nicht zu empfehlen, vorausgesetzt, dass sie nichtallzulange aufbewahrt werden müssen, da einerseits der Laie sie im allgemeinen nicht vor-sichtig genug zu entfernen im Stande ist und daher Gefahr läuft, die Suppositorien vordein Gebrauche zu beschädigen, anderseits das Einwickeln zuweilen von wenig gewissen-haften Pharmaceuten als willkommenes Mittel benutzt wird, um schlecht ausgefallene Zäpf-chen der Kontrolle zu entziehen.

Anwendung. Dieselbe ist eine mannigfache und besteht wie eingangs ange-deutet wurde in einer rein physikalischen oder in einer medikamentösen und zwar inden Fällen, in denen der Magen nicht in Anspruch genommen werden kann und die sub-kutane Injektion vermieden werden soll.

Die Wirkung äussert sich, indem die Suppositorien 1) durch ihren Reiz auf diebetreffenden Muskeln Defäkationsbewegungen hervorrufen, 2) Krampf des Sphincter aniMechanisch oder dynamisch überwinden, 3) die Schleimhautfläche mit einem emollirendenschützenden Ueberzuge versehen, oder um 4) dieselben mit Medikamenten in Kontakt zubringen. Die Anzahl der Medikamente, welche in Suppositorienform verordnet werdenkönnen, ist eine so grosse, dass eine erschöpfende Aufzählung unmöglich ist.

Syzygium.

Gattung der Myrtaceae Myrtoideae Myrteae Eugeninae.

Syzygium Jambolana (Lam.) D. C. Wild und angebaut durch das ostindisch-Walayische Gebiet bis China und Neusüdwales, kultivirt auch auf Mauritius und den An-tillen. Baum mit elliptisch-länglichen, kurz gestielten Blättern und ausgebreiteten RispenWeisser Blüthen.

Verwendung findet:

1) Der Same resp. die Frucht. Semen seu Fructus Syzygii.

Die beerenartige, saure Frucht ist von der Grösse einer Olive, dunkelrothbraun,letzrunzlig, vom Reste der Blüthe ringförmig gekrönt. Das geschrumpfte Perikarp ent-hält Sekreträume, seine innere Schicht ist sklerosirt und mit der Samenschale verwachsen.Der Embryo mit dicken Keimblättern ist mehrfach eingeschnürt und zerbricht an diesenStellen leicht in Bruchstücke. Diese letzteren gelangen meist in den Handel. Sie be-stehen aus Parenchym, durchzogen von schwachen Gefässsträngen. Das Parenchym enthältGerbstoff und Stärke. Die Körnchen der letzteren erreichen 36 /n Grösse, sind von un-regelmässiger Gestalt, kuglig, verbogen-eiförmig, keulen- oder stäbchenförmig. In der

Handb. d. pharm. Praxis. 11. 64