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Tacamakaca.
Randzone befinden sich ebenfalls Sekreträume. Mit Katronlauge wird das ganze Ge-webe blau.
Bestandtheile. Eine Spur ätherischen Oeles, 0,3 Proc. in Aether und Alkohollösliches Harz, 1,65 Proc. Gallussäure. Neuerdings (1899) will man darin ein Glukosul-Antimellin, das Träger der Wirksamkeit ist, gefunden haben.
Verfälschungen. Als solche sollen die Samen anderer Syzygium- und Jambosa-Arten vorkommen.
Anwendung. Als Heilmittel gegen Diabetes mellitus empfohlen und trotz eimg erentgegenstehender Angaben anscheinend wirksam. Es ist für die Beurtheilung darauf auf-merksam zu machen, dass 1) falsche Samen in den Handel kommen, 2) die Droge mit derZeit an Wirksamkeit einbüsst und 3) von einigen Seiten behauptet wird, dass der Trägerder Wirksamkeit sich überhaupt nicht in den Samen, sondern im Perikarp findet. Dosi»0,3 g mehrmals täglich. Die Früchte werden auch, in Salz eingemacht, gegessen.
2) Die Rinde. Cortex Syzygii.
Sie bildet leichte, fast schwammige, bis 1 cm dicke Stücke mit weisslichem Korkund reichlicher Borkebildung. Bruch im äusseren Theil körnig, im inneren faserig. Seincharakteristisch sind stark verdickte, poröse, bis 0,8 mm grosse Steinzellen, die tangentialeGruppen bilden. Dazwischen schmale Gruppen stark verdickter Bastfasern, im ParenchymOxalatdrusen. Markstrahlen 1—3 reihig.
Anwendung. Als Adstringens, technisch zum Gerben.
3) Die Blätter. Folia Syzygii.
Sie sind kurzgestielt, länglich-elliptisch. Verwendung wie bei 2.
Extractum Syzygii Jambolani corticis fluidum. Jambulrinden-FluidextraK»(Münch. Vorsclir.). Aus 100 Th. mittelfein gepulverter Rinde und q. s. einer Mischungaus 7 Th. Weingeist (87 proc.) und 3 Th. Wasser bereitet man 1. a. 100 Th. Fluidextraktwie Extr. Frangulae fluid. Germ. (Bd. I, S. 1181).
Extractum Syzygii Jambolani fruetuum fluidum. Jambul-Fluidextrakt (Münch'Vorschr.). Aus mittelfein gepulverten Jambulfrüchten genau wie das vorige.
Antimellin, gegen Zuckerkrankheit (Djoeatin Boeksch), ist ein Jambulpräpa I ' a '■das angeblich ein Glukosid aus den Früchten enthält. Nach Lenne unwirksam. (Vergl-Bestandtheile.)
Djoeat, für Zuckerkranke, ist nach Aufrecht im wesentlichen eine Lösung v° nKochsalz und Diurctin in einer Abkochung von Leinsamen und Syzygiumfrüchten.
Tacamahaca.
Gruppe wenig bekannter, meist weicher, angenehm aromatisch riechender Harz e izuerst (16. Jahrb.) aus Amerika bekannt geworden. Die Bezeichnung ist jetzt auch a uafrikanische und indische Harze übertragen. Hat Beziehungen zu den Anime- und ElenU"Harzen (Band I, S. 1050).
Man unterscheidet mit einiger Sicherheit: 1) Ostindisehes Tacamahak von W"phyllum Inophyllum L. (Guttiferae), grünlich, bräunlich, gelblich, weich, von laven-delölartigem Geruch. Säurezahl 21,37—34,43. Esterzahl 32,67—66,31. Verseifungszabl54,08 bis 88,91.
2) Afrikanisches Tacamahak von Bourbon und Madagaskar von CalophyW-'''Tacamahaca Willd., im reflektirten Licht grün, im durchfallenden braun, erweicht imMunde, riecht nach Cumarin, nach andrer Angabe nach Foenum graecum. Säurezahl-38,10—39,06. Esterzahl 68,22—78,47. Verseifungszahl 106, 32—117,53.
3) Amerikanische Sorten: a) Tacamahaquc terreuse (Gall.), columbisches Taca-mahak von Protium heptaphyllum (ÄUbl.) L. March. (Burseraceae), braune, leichtzerreibliche, wenig durchscheinende Stücke, von helleren Stellen durchsetzt, b) Westindi-sches Tacamahak von Bursera tomentosa (Jacq.) Engl. (Burseraceae), bildeterbsen- bis wallnussgrosse, blassgelbe oder röthliche Körner. Säurezahl: 20,39—28,40-